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Relegation zwischen dem Karlsruher SC und dem HSV

Da erwartet man als Nahestehender eines Zweitliga-Clubs, dass der Dino nächstes Jahr kommt, und plötzlich kommt alles anders. Der HSV bleibt. In Leipzig hätte man sich auf den großen Hamburger Vorstadt-Club gefreut. Dem RB Leipzig wäre dieser Club jedenfalls lieber gewesen als der Verein aus Baden. Aber nun bleibt alles so, wie es ist. Das ist auch gut. Oder etwa nicht?

Man hatte gestern das Gefühl, als wollte der HSV energischer die Klasse halten, als dass der KSC aufsteigen wollte. Irgendwie waren die Norddeutschen engagierter. Die Karlsruher waren nicht schlechter. Das kann man einfach nicht behaupten. Aber sie hatten weniger Nachdruck an den Tag gelegt. Deshalb geht der Sieg eigentlich auch in Ordnung. Trotzdem hat es dann komplett die Verlängerung bedurft, um die Fronten zu klären.

Die Schlüsselszene war kurz vor Schluss der regulären Spielzeit, als ein Karlsruher beim Wegdrehen den Ball an den Arm bekommt, was als Handspiel gewertet wurde. Bis dahin führten die Badenser eine Viertelstunde lang 1:0. Den dann fälligen Freistoß verwandelte man zum 1:1, und damit war die Verlängerung geschafft. In dieser benötigte man auch bis kurz vor Schluss, um dann ein 2:1 als HSV-Sieg zu markieren.

Am Ende haben die gewonnen, die etwas mehr Engagement an den Tag gelegt hatten. Und obwohl es der HSV nach dieser katastrophalen Saison nicht verdient hätte, blieben sie in der Liga. Der Karlsruher SC jedoch, der bleibt erstmal noch schön beim RB Leipzig in der Liga. Moment mal, da war doch war, an das ich gestern erinnert wurde.

Da lag ein Hamburger am Spielfeldrand in der Nähe der Eckfahne. Im Fernsehen sah es so aus, als würden ihn Karlsruher Fans mit Bierbechern bewerfen. Irgendwie hat mich das daran erinnert, wie man in Baden mit Gästen umgeht. Das war schon ziemlich unwürdig für einen angeblichen Traditionsclub, der zurück in die erste Bundesliga will.

Nun ja, der HSV liegt nun mit Lungenembolie auf der Intensivstation. Beim 1:0 für die Südwestdeutschen wurden die Norddeutschen bereits totgesagt. Am Ende ist der Dino noch einmal von der Schippe gesprungen. Nun gilt es, eine konsequente Erneuerung durchzuziehen. Ob das gelingt, wird man in der kommenden Saison sehen. Notfalls spielt man wieder Relegation. Aber das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Da muss doch etwas anderes gehen.

Dem KSC wünsche ich, dass man sich darauf besinnt, was Tradition ausmacht. Und dazu gehört nicht, dass man einen Spieler der gegnerischen Mannschaft mit Bierbecher bewirft, wenn er bereits am Boden liegt. So wie man auch sonst nicht so mit Gegnern umgeht, wie man es in Karlsruhe eben tut. Die Mannschaft hatte den Aufstieg verdient. Die Fans nicht. Daher dürfen sie auch noch eine weitere Saison in der stärksten zweiten Liga der Welt verweilen. Da ist es auch schön, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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