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Rot-Weiß Erfurt II vs. Lok Leipzig – Das hat super geklappt

Fast hat man wirklich denken können, dass der 2003 im Leipziger Südosten neu gegründete 1. FC Lok Leipzig auf einem guten Weg ist. Bis heute. Mit einem Spiel wurde quasi die gesamte Arbeit, die der Verein da in dieser Saison geleistet hatte, hergeschenkt. Und viel schlimmer noch: Die angeblichen Fans haben sich genau von der Seite gezeigt, auf der man sie immer sieht. Nichts hat sich geändert, könnte man meinen. Schade drum.

Auf der Baustelle Steigerwald-Stadion in Erfurt kam es heute zum mitteldeutschen Derby zwischen der Reserve von Rot-Weiß Erfurt und Lok Leipzig. Man brauchte „nur“ den dritten Platz zu halten, also keine unlösbare Aufgabe. Nach rund 50 Minuten stand es bereits 2:0 für die thüringischen Hausherren. Und der Relegationsplatz, den man erreichen wollte, war praktisch weg.

Rund eine Viertelstunde vor Schluss erhielt der Leipziger Ziane noch die rote Karte, und plötzlich stürmten die mitgereisten Fans den Platz. Und sie fackelten Pyrotechnik ab und brüllten nach Angaben der Leipziger Volkszeitung: „Sieg oder Spielabbruch!“ Sie ließen sich weder von Ordnungskräften noch vom eigenen Verein aufhalten und legten sich sogar mit dem Verein selbst an. Die Reaktion des Vereins via Twitter:

Es mag sein, dass das „nicht Lok“ ist. Aber so wurde alles wieder einmal kaputt gemacht. Es wäre sportlich keine Schande gewesen, wenn es mit der Relegation, geschweige denn mit dem Aufstieg nichts geworden wäre. Aber so ein Chaos zu veranstalten, das gehört sich nicht. Es ist jetzt sehr wahrscheinlich, dass aufgrund dieser Chaoten auch noch eine saftige Strafe auf den gebeutelten Club zukommt.

Mich beschleicht da der Gedanke, dass das wirklich irgendwelche zugereisten Hooligans waren, die sich einfach mal Lok-Schals umgebunden hatten und dem Club schaden wollten. Aber man weiß es nicht. Und so lang das ungeklärt ist, muss man einfach mal sagen, dass die Lok weiterhin ein Problem mit den Fans hat.

Der Aufruhr ging soweit, dass Sportdirektor Mario Basler darüber nachdenkt, seinen Job bei Lok hinzuschmeißen. Dann wäre ja das Desaster perfekt, wie ich denke. An seiner Stelle kann man aber auch die Nase voll haben, wenn man selbst und die Spieler von den eigenen Fans geschlagen werden. Wo hat denn das etwas mit Fußball zu tun?

Damit mir niemand irgendwas vorwerfen kann, füge ich gleich mal an: Ich hätte es der Lok gewünscht. Es wäre nicht das Schlechteste gewesen, sich als zweite im Leipziger Fußball zu etablieren. Aber bei solchen Bildern fehlt mir jeglicher Sinn daran. Der Verein muss die Fans in den Griff bekommen. Sonst vermute ich einfach mal, dass Franz-Josef Wernze mit der Firma ETL wieder aussteigt und sich ganz auf den FC Viktoria Köln konzentriert. Wollen das die Fans? Ich glaube nicht. Wir werden sehen, wie das weitergeht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Rot-Weiß Erfurt II vs. Lok Leipzig – Das hat super geklappt

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