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Testspiel im Schnee: RB Leipzig gegen Rangers FC

Niemand mag uns, aber das kümmert uns nicht – Das war einer der großen Leitsprüche des gestrigen Testspiels von RB Leipzig gegen die Glasgow Rangers. Vor knapp 19000 Zuschauern fand im dichten Schneetreiben ein Duell statt, das wie „auf Augenhöhe“ klang, es aber letztlich nicht war. Das gastgebende Team von Ralph Hasenhüttl dominierte bis auf wenige Ausnahmen komplett das Geschehen. Und es scheint, als ist die Formation gefunden.

Die Aufstellung schenke ich mir. Was aber deutlich wurde: Der alte Mann und der Ball, das funktioniert auch in Testspielen über die volle Distanz. Marvin Compper als Oldie in der Rasselbande war der Einzige, der gestern durchgespielt hatte. Alle anderen Positionen wurden mindestens einmal durch gewechselt. Und so kam es, dass die Fans, die bisher noch nicht das Glück hatten, nun endlich mal Marius Müller im Tor, Dominik Franke in der Verteidigung, Kamil Wojtkowski als Linksaußen sowie Ken Gipson als irgendwas defensives zu beobachten. Dazu noch Neuzugang Dayot Upamecano neben Compper.

Erkenntnisse gab es viele. So zum Beispiel, dass man einen Rani Khedira niemals vernachlässigen sollte. Der gefiel mir in seinen rund 40 Minuten Einsatzzeit außerordentlich gut. Eine weitere Erkenntnis war, dass Timo Werner für alles mögliche offensive einsetzbar ist, wie auch Yussuf Poulsen. Man erfuhr auch, dass der Nachwuchs sich nahtlos einfügen kann. Und wir haben leider sehen müssen, dass Naby Keita nach wie vor alles andere als fit ist. 37 Minuten konnte er spielen, dann gab es Rücken- oder Hüftprobleme.

Der enorm wichtige Mittelfeld-Motos laboriert seit längerem an sich herum. Erst war es der Oberschenkel, jetzt der Rücken. Es heißt, dass die verfrühte Auswechslung eine reine Vorsichtsmaßnahme war. Aber ich habe eben auch gehört, dass die Probleme irgendwie mental bedingt sind. Und das wäre unheimlich bitter. Denn wenn Keita fit ist, schaltet der eine Mannschaft nahezu im Alleingang aus, wie er gestern wieder eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Das so enorm wichtige Mittelfeld ist bestens aufgestellt und kann einen erneuten Keita-Ausfall kompensieren. Wenn es über Kaiser / Burke / Ilsanker geht. Diego Demme als Kaputtmacher, Marcel Sabitzer als Antriebsmotor. So könnte das funktionieren, wenn Keita tatsächlich ausfallen würde. Und wir bedenken, dass RB Leipzig vorerst auf Emil Forsberg verzichten muss. Aber bei der gezeigten Stärke, die die Mannschaft an den Tag legt, ist mir nicht bange.

Das eigentliche Prunkstück aber ist – wieder einmal – die Abwehr. Die Rangers hatten gestern vielleicht 2 oder 3 Chancen überhaupt, aber sie hatten insgesamt kaum Möglichkeiten gegen Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg, Schmitz, Upamecano, Franke. Das war schon recht beeindruckend gestern. Ebenso, wie es schwer beeindruckend war, wie sehr sich Rani Khedira reingehangen hat. Für mich war das die größte Überraschung.

Trotzdem darf man es nicht so hoch hängen, was da gestern stattfand. Ja, RB Leipzig hat sehr stabil gespielt. Timo Werner, Oliver Burke und zweimal Yussuf Poulsen haben teils sehr sehenswerte Tore geschossen. Aber es blieb unterm Strich ein Testspiel. Ein gutes, keine Frage. Aber am Ende ohne Wettkampfbedingungen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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