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Gefüllter Fanblock in der Red Bull Arena - Henning Uhle Gefüllter Fanblock in der Red Bull Arena - Henning Uhle

Und plötzlich sind die RB Leipzig Profis ausgegliedert

Heute fand die ominöse außerordentliche Mitgliederversammlung des RB Leipzig statt, auf der die Ausgliederung der Profis beschlossen wurde. Aber nicht nur die. Die Spielbetriebsgesellschaft, die nun offiziell einen Geschäftszweck hat, ist nun auch Heimat diverser Nachwuchsteams des Vereins. Ebenso sind einige Aktivitäten rund um den Verein in die Gesellschaft übergegangen. Das wurde heute beschlossen. Und nun ist das Thema ja wohl hoffentlich durch.

Man fügte sich der Deutschen Fußball Liga (DFL), das ist hinlänglich bekannt. Man schafft mit der GmbH die Möglichkeit, den Fußball weiter zu professionalisieren. Und man schafft Klarheit und Offenheit für den Gesamtverein. Und hoffentlich verstummen nun die ganzen Unkenrufe, die da irgendwas von der 50+1-Regel faseln. Denn nun gilt diese Regel eben auch für die Kicker aus der Messestadt. Und man braucht nicht wirklich ein Prophet zu sein, wenn man nun sagen kann: Der RB Leipzig wird sich an diese Regel halten. Man setzt nämlich jetzt einen ganzen Haufen aufs Spiel. Und wenn man eben maximal 50% – 1 Anteil an Investoren austeilen kann, dann wird das genauso werden.

Nein, hierbei wird es sich ganz sicher nicht nur um Red Bull handeln. Es ist bekannt, dass Porsche auch mit einsteigt. Und Volkswagen ist nicht weit. Und irgendwie spielt wohl auch Ur-Krostitzer eine Rolle. Die 51%, die beim Verein verbleiben, werden nicht angetastet werden. Und dann wird es so kommen, dass man meinetwegen Federball oder Rollhockey oder – was weiß ich – Bungee Jumping oder Hover Crafting oder was auch immer mit in den Verein als Sportart aufnehmen wird. Aber vornehmlich geht es um die Fußballer. Das wird auch so bleiben.

Red Bull ist seit der Gründung strategischer Partner des Vereins. Das ist auch in Ordnung so. Es ist aber nicht in Ordnung, dass man das immer wieder verteufelt. Andere Vereine der Region haben ja eine Partnerschaft mit einem Investor vergeigt, obwohl die Möglichkeiten da waren. Nun gibt es in Leipzig gleich zwei Vereine in ähnlicher Konstellation: RB Leipzig und 1. FC Lokomotive Leipzig – oder eben auch gern der Plastik-Club und „die vom Südfriedhof“. Die einen haben als strategische Partner einen Autohersteller und zwei Getränkebrauer, die anderen eine Finanzberatung. Na und?

Man befand sich wohl laut Rechtsanwalt Johannes Arnold gegenüber der Leipziger Volkszeitung in einer rechtlichen Grauzone. Die verlässt man nun mit wehenden Fahnen und erhobenen Hauptes. Die GmbH wurde ja bereits im Sommer gegründet. Dass sie mit Leben gefüllt werden wird, war klar. Es ist also alles eine Ansammlung folgerichtiger Schritte. Und trotzdem kommen die üblichen Luftblasenquatscher aus der Ecke gekrochen und erzählen einen vom Untergang des Abendlandes. Nun ja, dann kann man ihnen auch nicht helfen. Das Votum für die GmbH war einstimmig und ist damit bindend. Egal, was man nun wieder zu blubbern hat.

Als nächstes wird es nun so werden, dass man im nächsten Sommer beratschlagen will, wie man es künftig mit der Mitbestimmung im Verein handhaben will. Dazu ist eine ordentliche Mitgliederversammlung angedacht. Alles in allem sieht das Ganze so aus, als würde allmählich Normalität einkehren. Und alle Leute können sich wieder beruhigen. Wir haben schließlich Weihnachtszeit.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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