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Was ist beim HC Leipzig eigentlich los?

Der HC Leipzig: Viel beschworenes Aushängeschild des Leipziger Handballs. Der Club befindet sich in einer gefährlichen Schieflage. Wieso das denn? Vor einiger Zeit hatte ich angefangen, über die blaugelben Frauen mit dem runden Leder zu erzählen, nun steht der gesamte Club infrage. Der Leuchtturm im Leipziger Hallen-Ballsport über viele Jahre ist ins Wanken geraten. Wie ist das denn passiert? Und wie kommt der Club aus dieser Lage wieder heraus?

Der HCL steht gut da in der Liga. Wenn alles gut geht, werden die Damen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Aber eine sorgenfreie Saison kann es nicht mehr werden. Denn die Insolvenz droht. Es gibt Gerüchte, dass Gehälter ausstehen, dass RB Leipzig unter die Arme griff, dass Sportbürgermeister Rosenthal helfen will. Aber 17 Jahre nach Gründung sieht es mau aus. Neben Verletzungssorgen droht das finanzielle Desaster. Und man fragt sich, wie es denn dazu kommen konnte.

Dabei ist die Antwort doch eigentlich ganz einfach. Der HCL stammt von Lok Leipzig ab und hat sich weitgehend vom Fußball-Regionalligisten emanzipiert. Dennoch schwimmt der Hauch des Verruchten bei beiden Clubs mit. So, wie er auch immer bei den Grünweißen aus Leipzig-Leutzsch mit schwimmt, egal wie sie sich nennen. Und das schreckt lokale Unternehmen ab, diese Clubs zu unterstützen. Große Unternehmen, die das Sportsponsoring stemmen könnten, sagen, dass sie „mit solchen Verhältnissen“ nichts zu tun haben wollen.

Und so sind die großen Sponsoren des HC Leipzig der „Agra Messepark“, Hasseröder Pilsener, das Ambulante Rehazentrum St. Elisabeth oder die AOK Plus. Die namhaften Unternehmen der Region fehlen. Das ist ja auch das Problem, weshalb die Fußballclubs der Region keine großen Sponsoren aus der Region haben und stattdessen RB Leipzig mit Red Bull im Rücken entstehen musste. Und nun stellt sich Sportbürgermeister Heiko Rosenthal hin und sagt, dass ein Scheitern des HC Leipzig für ihn undenkbar wäre.

Der Club hat nun einmal nicht die starke Brust, weshalb der sportliche Erfolg erst recht hoch anzuerkennen ist. Aber die Spielerinnen wandern ab. Wenn dem Verein nun die finanzielle Grundlage fehlt, gehen die Lichter aber ganz schnell am Sportforum aus. Zunächst muss der HC Leipzig anerkennen, dass die Mittel und Optionen überschaubar sind und die Gegner stärker. Die deutsche Meisterschaft scheint ausgeträumt zu sein. Man hofft aber auf einen europäischen Startplatz.

Wenn es den Club dann noch gibt. Denn es klingt schon recht bedrohlich, was da über den HCL bekannt geworden ist. Die Stadt Leipzig ist hier mit in der Pflicht. Nicht nur der Spitzenfußball und der Herrenhandball gehören vernünftig unterstützt. Der HC Leipzig beweist, dass der Frauenhandball in Leipzig auch bloß kein Selbstläufer ist. Möglicherweise wurde hier einiges verpennt. Und ich hoffe, dass es noch korrigierbar ist.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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