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Was macht eigentlich der 1. FC Lokomotive Leipzig?

Ich habe den 2003 gegründeten Fußballclub aus dem Leipziger Südosten völlig aus den Augen verloren. Was macht der blaugelbe Club jetzt eigentlich? So richtig viel hört man ja nicht, wenn man nicht gerade aktiv nachliest oder bei Spielen vor Ort ist. Klar, die mediale Macht hat ja RB Leipzig übernommen. Und so muss man auch mal abseits des rotweißen Clubs aktiv schauen, was passiert. Also tragen wir mal zusammen, was wir so sehen können.

Also die  Lok spielt in der Regionalliga Nordost. Gemeinsam mit den anderen Traditionsclubs FC Carl Zeiss Jena, FC Energie Cottbus, BFC Dynamo oder dem ZFC Meuselwitz, dem FC Oberlausitz und vielen anderen kämpfen sie um die Regionalliga-Meisterschaft. Derzeit sieht es so aus, als ob sich Jena und Cottbus um den Aufstieg duellieren. Die Thüringer haben 45, die Brandenburger 41 Punkte. Und die Lok? Der Club befindet sich mit seiner ersten Mannschaft auf dem 8. Platz mit 27 Punkten.

Das macht aber dem Zustrom keinen Abbruch. Zweieinhalbtausend Zuschauer waren auch am Wochenende wieder da. Da spielte man gegen eben jenen FC Oberlausitz. Grauer Liga-Alltag, und man hat wohl nichts mehr mit dem Aufstiegskampf zu tun. Das Spiel ging am Ende 2:2 aus. Mit einem Last-Minute-Tor in guter Bayern-Manier durch Daniel Becker in der Nachspielzeit. Das bringt das Team von Heiko Scholz nicht ein Stück voran. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja gar nicht gewollt.

Jedenfalls haben sie im Leipziger Südosten immeroch ihre komischen Fans. Die sind zwar nicht dadurch aufgefallen, dass sie andere Leute krankenhausreif geprügelt haben. Aber sie haben in einer Straßenbahn randaliert, den letzten Wagen gefährlich aufgeschaukelt, die Notbremse gezogen und die Tür gewaltsam geöffnet. Begleitende Polizisten wurden beworfen. Naja, so etwas in der Art. Das ist nicht zusammengetragen aus vielen Wochen, das passierte halt am vergangenen Wochenende.

Ich weiß nicht so recht. Irgendwie wollte doch der Verein Ruhe in den Laden bekommen. Aber das scheint nicht so richtig zu klappen. Denn es gibt nach wie vor Querelen in der Vereinsführung. Vielleicht gehört das mit dazu. Aber Verlässlichkeit sieht doch irgendwie anders aus. Die ist zwar mit Trainer Scholz seit Jahren gegeben. Aber es ist dennoch seltsam, wie sich der Club darstellt. Vielleicht sind wir aber auch einfach zu ungeduldig. Ich bin ja mit der früheren Lok groß geworden. Mal sehen, ob sie mich irgendwann wieder positiv überraschen kann.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Was macht eigentlich der 1. FC Lokomotive Leipzig?

  1. Zu wünschen wäre es. Aber eines zeigt sich doch in Deutschland recht eindeutig. Unsere Städte sind zu klein für zwei Vereine im Oberhaus.
    Sowas wie in London wird es bei uns wohl nicht mehr geben, dass zwei Vereine halbwegs vernünftig Co existieren können. Jetzt könnte man Hertha und Union oder Bayern / 1859+1 als Beispiele nehmen. Aber auch nur, wenn man sehr weit ausholt :D

    Trotzdem sind 2.200 Zuschauer schon sehr beeindruckend für die Liga. Ich als Jahn Regensburg Fan ärgere mich alle zwei Wochen aufs Neue über den geringen Zuspruch bei uns. Bei uns in der Stadt sind halt leider 70% der Leute Bayern Fans.

    1. Hallo Robert, ja, die haben schon ziemlichen Andrang. Und dafür zollt ihnen jeder gehörigen Respekt ab. Andererseits stimmt es schon, dass es in Deutschland einfach nicht funktionieren würde mit zwei großen Clubs in der ersten Liga. Und wenn, dann müsste das mit viel Geld passieren. Und im Falle von Leipzig ist das hier nach wie vor nicht vorhanden.

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