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Isabelle Levina Lueen bei den Proben für "Unser Song 2017 - By Sven Mandel (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia CommonsIsabelle Levina Lueen bei den Proben für "Unser Song 2017 - By Sven Mandel (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Levina beim Eurovision Song Contest 2017

Isabelle Levina Lueen tritt beim Eurovision Song Contest im Mai in Kiew für Deutschland an. Aber was soll das dann eigentlich für ein Beitrag sein? Es ist unglaublich, was da Deutschland wieder hinschickt. Keine Frage, die Levina kann singen. Und keine Frage, das Lied ist nicht schlecht. Aber: Hat denn niemand mehr etwas Mut? Und wie ist das eigentlich mit Plagiatsvorwürfen? Hatten wir da nicht mal etwas mit Cascada? So wird das wieder mal nichts. Und wir hoffen inständig darauf, dass irgendwer wieder Stefan Raab zurückholen kann. Was war passiert? (mehr …)

Anarchie: Angriff auf Polizisten - (C) OpenClipartVectors CC0 via Pixabay.deAnarchie: Angriff auf Polizisten - (C) OpenClipartVectors CC0 via Pixabay.de

Und Depeche Mode fragen: Wo ist nun eure Revolution?

Depeche Mode, die Götter der elektronischen Rockmusik, waren immer politisch, polarisierend, speziell. Musikalisch waren sie oft genug auch Mahner. Vor 20 Jahren erschien am 03. Februar „Barrel of a Gun“, in welchem sie davon erzählten, wie Sänger Dave Gahan aufgrund von Drogen 2 Minuten lang tot war, wie Alan Wilder die Band verließ, wie Martin Gore seine Alkoholsucht bekämpfte und eine Reihe von Anfällen hatte, wie Andrew Fletcher versuchte, seine Depression zu bekämpfen. Und exakt 20 Jahre später kommen sie mit einem ähnliche ernsten Lied um die Ecke: „Where’s the Revolution“.

Ihr wurdet unterdrückt, herumgestoßen, angelogen. Man hat euch Wahrheiten verabreicht. Wer trifft eure Entscheidungen? Ihr oder eure Religion? Eure Regierungen? Eure Länder? Ihr patriotischen Junkies! Sie haben euch verarscht. Und zwar für eine viel zu lange Zeit. Sie haben die Rechte missbraucht, eure Ansichten zurückgewiesen. Sie manipulieren und drohen euch. Mit dem Terrorismus als Waffe. Sie verängstigen euch, bis ihr taub seid. Sie zermürben euch, bis ihr auf ihrer Seite seid. Der Zug kommt an, steigt also ein. Der Motor brummt! Wo bleibt die Revolution? Was ist los, Leute? Ihr enttäuscht mich!

Die aktuellen Themen lassen auch Depeche Mode nicht kalt. Sie waren immer politisch, wie ich schrieb. Sie sprachen sich oft genug für Bürgerrechte und all das aus. Jetzt vor dem Hintergrund von Brexit, Donald Trump, Marine Le Pen, PEGIDA und Islamistischem Terror haben sie erneut Stellung bezogen. Wo ist denn nun die Revolution? Die patriotischen Junkies sind eben solche wie die Deppen, die montags für ein christlich-jüdisches Abendland demonstrieren. Am Ende aber werden sie alle am Nasenring durch die Manege gezerrt, wenn sie feststellen, dass niemand ihre Rechte vertritt und sie nur Mittel zum Zweck sind.

Aber wo bleibt dann die Revolution? Oder anders gesagt: Wo ist der Aufstand des „kleinen Mannes“? Eines Tages wird man aufwachen und erkennen, dass nichts mehr übrig ist von dem, was man mal lauthals als Demokratie bezeichnet hat. Wer hilft ihnen denn dann? Die Kirche sicher nicht. Und die Regierungen haben alles dafür getan, Bürgerrechte abzuwerten. Dann ist es zu spät für eine Revolution. Erinnern wir uns: Vor genau 100 Jahren gab es schon mal eine große Revolution. Und ich glaube, das wollten Depeche Mode mit diesem bösartigen, aber typischen Lied ausdrücken. Ich kann mich auch irren.

Gitarre - (C) Unsplash CC0 via Pixabay.deGitarre - (C) Unsplash CC0 via Pixabay.de

30 Jahre „With or without you“ von U2

„With or without you“ ist eines der bekanntesten Lieder der irischen Band U2, stammt aus dem Album „The Joshua Tree“ und wurde als Single veröffentlicht. Man kann in das Lied sehr viel herein deuten. Die Interpretationen gingen so weit, dass man dachte, es handele sich um ein Lied über religiöse Sehnsucht und / oder Drogen. Aber nein, es ist ein Lied über schmerzhafte Liebe. Und es geht um das Gefühl des Ausgeliefertseins. Das Spektrum geht über Gewalttätigkeit und Eigentümerschaft bis hin zum Besitztum. (mehr …)

ABBA als Wachsfiguren - By Danny15 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia CommonsABBA als Wachsfiguren - By Danny15 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

40 Jahre „Knowing me, knowing you“ von ABBA

Knapp ein Jahr hat es von der Aufnahme bis zur Veröffentlichung gedauert: „Knowing me, knowing you“ aus dem Album „Arrival“ erschien Anfang Februar 1977. Geschrieben haben es Benny Andersson und Björn Ulvaeus (die beiden B aus ABBA) gemeinsam mit Stig Anderson. Den hauptsächlichen Gesangspart übernahm Anni-Frid Lyngstad. Es handelt sich um ein Lied über eine zerbrochene Beziehung, damals noch Fiktion, aber sie wurde dann später Gewissheit. (mehr …)

Tanzen - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.deTanzen - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

30 Jahre „It doesn’t have to be“ von Erasure

„You are on one side, I am on the other. Are we divided?“ – So beginnt eins der großartigsten Lieder des britischen New Wave Duos Erasure von 1987. Andy Bell und Vince Clarke hatten gerade den Welthit „Sometimes“ abgeliefert, als ein paar Monate später der nächste große Hit aus dem phänomenalen Album „The Circus“ als Single erschien. Und genau um dieses Lied geht es. „It doesn’t have to be“ aus dem Februar 1987 ist nämlich anders, als es zunächst scheint. (mehr …)

omdomd

35 Jahre „Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc)“ von OMD

Wie Sie wissen, bin ich großer Liebhaber der Musik von OMD. Und dieses ist legendär. Es ist eine der erfolgreichsten Singles der britischen Musik. Im Jahr 1982 erschien eins der geschlossensten Alben der New Wave Musik, nämlich „Architecture & Morality“. Und auf diesem befindet sich auch das Lied der Jungfrau von Orléans. Die Heilige Johanna wird hier besungen, und jeder dürfte dieses Lied schon gehört haben. Es gehört zur Musikgeschichte wie die 9. Sinfonie von Beethoven. (mehr …)

Melodie und Noten - (C) bykst CC0 via morguefile.comMelodie und Noten - (C) bykst CC0 via morguefile.com

25 Jahre „Das Boot“ von U96

Alex Christensen, auch bekannt als U96, mischt seit Anfang der Neunziger die Techno-Szene auf. Alles begann irgendwie mit „Das Boot“ vor 25 Jahren. Die phänomenale Filmmusik aus dem gleichnamigen Film mit Herbert Grönemeyer, die Klaus Doldinger komponiert hatte, hat alles da gewesene in Sachen Techno auf den Müll gehauen. Und exakt vor 25 Jahren schoss diese Single auf Platz 1 in den deutschen Single-Charts. (mehr …)

Gitarre - (C) ignatsevichserg CC0 via Pixabay.deGitarre - (C) ignatsevichserg CC0 via Pixabay.de

Längst vergessen: „Dreadlock Holiday“ von Ten CC

Rastalocken-Urlaub? Die Geschichte über einen Europäer, der durch Jamaika irrt und sich einem Rastafari auf der Suche nach Geld anschließt. Kennen Sie? Ich bin quasi mit dem Lied aufgewachsen. Ich war 5 Jahre alt, als das Lied erschien. Und da meine Eltern eigentlich damals nie die Radiosender der DDR gehört hatten, bin ich recht schnell mit „Dreadlock Holiday“ in Berührung gekommen. Und deshalb erzähle ich mal etwas dazu. (mehr …)

Ein Radio - (C) Gellinger CC0 via Pixabay.deEin Radio - (C) Gellinger CC0 via Pixabay.de

Radio Ga Ga – Brennt dein Radio schon?

Nein, das ist kein Artikel zum weltbekannten Lied von Queen. Es geht um das Thema Radio. Wir alle kennen den Begriff noch. Aber was wurde denn daraus? Nutzt noch irgendwer das Radio? Ist das Radio tot, weil es so viele Streaming-Möglichkeiten gibt? Ich will mal meine bescheidene Meinung zu diesem Thema hier in die Runde hauen. Inspiriert dazu hat mich der Uwe B. Werner. Und sorry, dazu muss ich einfach etwas erzählen. (mehr …)

Eine Musik-Cassette - (C) markusspiske CC0 via Pixabay.deEine Musik-Cassette - (C) markusspiske CC0 via Pixabay.de

Längst vergessen: „My Heart is in your Hands“ von Jimmy Somerville

Jimmy Somerville: Der Falsett-Gesang-Gott aus Glasgow. Der hatte Ende der Achtziger das Solo-Album „Read my Lips“, das viele Leute aufhorchen ließ. Und das nicht nur wegen der Singles „Comment Te Dire Adieu“, „Read my Lips“ oder „You make me feel (Mighty real)“. Es gab auf dem legendären ersten Solo-Album von 1989 aber auch so einiges mehr zu hören. Wie dieses HiNRG-Stück. „My Heart is in your Hands“ ist etwas aus dem Rahmen gefallen, wie Sie dann später hören werden. Jetzt schauen wir erstmal, was es zu dem Lied zu sagen gibt. (mehr …)