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Angela Merkel auf dem Gipfel der Europäischen Volkspartei in Brüssel, März 2016 - von European People's Party (EPP Summit, Brussels, March 2016) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons Angela Merkel auf dem Gipfel der Europäischen Volkspartei in Brüssel, März 2016 - von European People's Party (EPP Summit, Brussels, March 2016) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Aus Mangel an Alternativen: Angela Merkel tritt wieder an

Angela Merkel tritt bei der kommenden Bundestagswahl wieder an. Meiner Meinung nach, weil es außer ihr keine Alternativen innerhalb der Union gibt. Ob es so die gute Idee war, jeden neben ihr abzusägen oder weg zu komplimentieren, der ihr auch nur ansatzweise gefährlich werden konnte, wird sich im kommenden Herbst zeigen. Stillstand? Weiter so? Oder wie soll das werden?

Wer sollte der Kanzlerkandidat der Union werden? Wer sich so in der Führungsriege umschaut, dem fallen nicht viele Namen ein. Aber eigentlich wollte man nicht, dass es Angela Merkel noch einmal macht. Aber wer denn sonst? Wer hat denn ernsthaft eine Konkurrenz innerhalb von CDU und CSU im Blick? Und so werden wir eine parteiführende Kanzlerkandidatin der Union erleben. Ist das eine gute Idee?

So unumstritten wie in den Jahren zuvor ist Angela Merkel ja nun nicht mehr. Ihr Ansehen hat gelitten. Das Volk erwartet vielerorts eine klare Kante. Das durch-den-Nebel-lavieren, das die Physikerin immer wieder an den Tag gelegt hatte, hat man ihr wohl ziemlich übel genommen. Man sieht nicht wirklich ein Konzept hinter dem, was die Merkel-Regierung da tut. Nebenbei bemerkt, ist auch immer wieder die Rede von der „Merkel-Diktatur“, was dann am Ende natürlich auch Quatsch ist.

Jedenfalls tritt sie erst einmal am Nikolaustag an, um wieder Parteivorsitzende der CDU zu werden. Und ihrem Verständnis nach soll der Parteivorsitzende auch der Kanzlerkandidat sein. So wie in den Jahren zuvor. Aber wer hätte es denn machen sollen? Wolfgang Schäuble? Der fühlt sich doch am wohlsten, wenn er im Hintergrund die Fäden spinnen kann. Außerdem habe ich das Gefühl, dass man Deutschland immernoch keinen Kanzler im Rollstuhl verkaufen kann. Oder die Mutter der Kompanie? Ich kann Ursula von der Leyen nicht so richtig einschätzen, glaube aber nicht an Kanzler-Qualitäten.

Tja, und sonst? Angela Merkel hat ja alle, die ihr gefährlich werden konnten, in die Wüste geschickt: Christian Wulff wurde ins Präsidentenamt abgeschoben, Friedrich Merz in die Wüste geschickt. Wenn ich ehrlich bin, traue ich niemandem aus dem Bundesvorstand eine Merkel-Nachfolge zu. Ob es Tauber, Bouffier, Klöckner, Laschet oder sonstwer ist, man traut es niemandem zu. Witzig hätte ich eine Kandidatur von Volker Kauder gefunden. Aber dann wäre wahrscheinlich der Bundestag zur Anne Will Show verkommen.

Nein, da deutet sich nichts an, was auf Merkel folgen kann. So war das auch bei Helmut Kohl. Der sah so aus, als müsste er im Sarg aus dem Parteivorsitz getragen werden, weil nichts nach ihm vorstellbar gewesen ist. Und so nehme ich an, dass die CDU in ein abgrundtiefes Loch fallen wird, wenn Angela Merkel keine Kanzlerin mehr ist. Momentan findet es das Volk Umfragen zufolge auch gut, dass sie nochmal antritt. Aber eben auch bloß, weil niemand weiß, was danach kommen soll.

Angeblich wünscht man sich wohl auch eine erneute Amtszeit der Bundeskanzlerin. Mal ehrlich, das ist doch klar: Merkel tritt nochmal an. Ihr Gegenkandidat wird wohl aus der SPD kommen und Sigmar Gabriel oder Martin Schulz heißen. Schulz ist eine Wundertüte, bei der man nicht weiß, was drin ist. Außer seine glänzende Vernetzung weltweit. Aber Gabriel? Den kann sich nun niemand als Kanzler vorstellen, oder?

Die CDU will enttäuschte Wähler zurück gewinnen. Ehrlich? Mit dem gleichen Personal? Ohne Frage, Angela Merkel hat vergleichsweise gute Arbeit gemacht, wenn man sie mit dem kopflosen Theater außerhalb Deutschlands vergleicht. Aber die klare Kante hat halt 12 Jahre gefehlt. Damit fuhr sie gut. Aber reicht das, um nochmal eine Wahl zu gewinnen? Ich bin skeptisch. Und ich habe ehrlich ein wenig Sorge vor den Alternativen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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