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Im Fadenkreuz - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Im Fadenkreuz - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Brennende Familienautos gegen die EZB

Frankfurt brennt! Restaurants brennen! Autos brennen! Ausnahmezustand wegen der Eröffnung des neuen EZB-Gebäudes in Frankfurt / Main. Super! Das Alles soll ausgelöst worden sein durch die „Blockupy“-Bewegung, die in Frankfurt gegen die Politik der Europäischen Zentralbank protestiert. Protest ist das Eine, Bürgerkrieg etwas anderes. Es gibt jede Menge zu sehen, wenn man durch die Bankenmetropole in Hessen geht. Aber wird da an der einen oder anderen Stelle übertrieben?

https://twitter.com/Opposition24de/status/578148984969158657

So kann man das endlos fortsetzen. Unmassen von Tweets poltern auf Twitter ein. Alle unter dem Hashtag #blockupy. Es ist erschreckend, was man da so sieht. Und ich frage mich ernsthaft: Löst man Probleme, die man bei der EZB sieht, damit, dass man Familienautos, Polizeiwagen, Restaurants anzündet, dass man Chaos in einer Großstadt verbreitet? Geht’s noch?

Man kann die Europäische Zentralbank kritisieren. Vieles ist dort kritikwürdig. So wird die Austerität kritisiert, also der Zwang zur Sparsamkeit. Gerade bei Ländern, bei denen das so nicht funktioniert, ist das ein eher seltsames Ziel. Das kann man alles kritisieren. Und man kann den Chef der Europäischen Zentralbank gut und gern wegen vieler Dinge kritisieren. Die Finanz-Sekte da in Frankfurt kann für einige Missstände in der Eurozone verantwortlich gemacht werden.

Das gibt aber trotzdem niemandem das Recht, das ganze Viertel dort ins Chaos zu stürzen, Zerstörung und große Schäden zu bringen. Wieso zerstört man Freisitze von Döner-Imbissen? Wieso müssen Altkleider-Container dran glauben? Wieso Familienautos mit Kindersitzen? Das versteht kein Mensch.

Andererseits habe ich eben auch mitbekommen, dass ein paar Schritte abseits vom chaotischen Geschehen mit fliegenden Steinen und brennenden Dingen ein friedlicher Protestmarsch abläuft, der bei den ganzen Horrorbildern aus Frankfurt quasi vollständig untergeht. Das halte ich genauso unausgewogen. So wie ich es eben nicht verstehen kann, dass in den sozialen Netzwerken das Abbrennen von Familienautos auch noch beklatscht wird mit den Worten „Nieder mit dem Kapitalismus“.

Es wird sicherlich noch jede Menge mehr heute aus Frankfurt zu erfahren sein. Warum allerdings diese Chaoten mit Altkleider-Containern das zerstören, womit denen, die sie angeblich vertreten, geholfen werden soll, wird mir wohl auf ewig ein Rätsel bleiben. Übrigens wie es mir auch auf ewig ein Rätsel bleiben wird, wieso man mit brennenden Autos mit Kindersitzen irgendein politisches Statement verkünden will.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Brennende Familienautos gegen die EZB

  1. Hallo,
    Proteste ansich dürfen sein in der Demokratie. Aber so, wie das da eskaliert, das darf nicht sein. Und wenn im Vorfeld klar ist, dass auch Protestler kommen, die „radikaler“ sind, dann darf man auch unserer Polizei nicht zum Vorwurf machen, dass man sich da entsprechend aufstellen will.

    Im Moment ist glaube ich die Rede auch von 100 Polizisten. Von denen kann kein einziger etwas verantworten, was die EZB nicht „richtig“ macht. Was kann der Betreiber des Döner Imbiss dafür. Man kann protestieren ohne Schaden an Leib und Ding zu verursachen. Da sind die Stimmen eventuell lauter und deutlicher zu verstehen. Nun treten die friedlichen Demonstranten in den Hintergrund, weil sich radikale in den Vordergrund schieben.
    Und ehrlich gesagt rege ich mich jetzt schon auf, wenn wieder gefragt wird, ob die Polizei nicht auch überreagiert hat. Sehr bedenklich alles.
    HG Hans

  2. Ich kann so etwas auch nicht verstehen. Zumal alles brennt, außer die EZB selbst. Diese Menschen wollen das System stürzen und etwas neues erschaffen. Wenn es aber so anfangen sollte nenn ich es Anarchy und das kann nichts gutes bedeuten.

    In meinen Augen sind das kriminelle, die in den Knast gehören.

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