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Europa-Flagge - (C) bykst CC0 via Pixabay.de Europa-Flagge - (C) bykst CC0 via Pixabay.de

Bricht jetzt Europa zusammen?

In Großbritannien wurde mehrheitlich für einen Austritt aus der Europäischen Union abgestimmt. Nun heißt es von überall, dass das eine ziemlich geile Idee ist. Da könnte man schon ernsthaft die Frage stellen, ob nun Europa am Ende ist, der so genannte „Europäische Gedanke“ beerdigt wurde, die Europäische Union aufgelöst wird. Warten wir einfach mal ab, was passiert. Aber es ist schon bemerkenswert, was man da so hört und liest.

Die üblichen Verdächtigen in Europa kommen heraus gekrochen und spucken große Töne. Es sei ein großer Tag für Europa. Und Kanzlerin Angela Merkel sei an allem schuld. Und irgendwie lese ich immer wieder, dass man nun ja die Veranstaltung EU beenden könnte. Großbritannien will mehrheitlich aus der EU austreten, das wurde so abgestimmt. Nun fordern die rechtskonservativen Kräfte in den Niederlanden, Frankreich, Österreich und sonstwo ähnliche Abstimmungen wie im Vereinigten Königreich.

Aber so vereinigt kann es gar nicht sein. Es gibt wilde Gerüchte darüber, dass Schottland tatsächlich nochmal ein Referendum zum Abspalten auflegen will. Und Nordirland geht angeblich auf Schmusekurs zu Irland. Wales ist sich uneins. So könnte es am Ende so sein, dass wir aus dem dann möglicherweise ehemaligen Großbritannien ein Sammelsurium von kleinen Staaten haben, die allesamt nach Europa streben.

In Österreich ist es ja nun nichts neues, dass rund um die FPÖ viel geredet wird, dass man aus der EU ausscheiden will. In Frankreich ist es mit dem Front National nicht anders. Und so gibt es überall Bestrebungen, ähnliches wie in UK auch anderswo durchzuziehen. Derweil habe ich auch irgendwie am Rande mitbekommen, dass man jetzt schon darüber nachdenkt, die EU neu zu starten. Aber wie soll das gehen? Man hat viel zu viel im Brüsseler Elfenbeinturm gehockt, was letztlich zu so einer Entwicklung geführt hat.

Am Ende zeigt sich, dass man nicht einfach hergehen kann und einen großen Rock aufspannen kann, unter den verschiedenste Kulturen und Herkünfte und Entwürfe und Voraussetzungen und all das schlüpfen können. Großbritannien hat immer schon sein eigenes Ding gemacht. Nun machen sie es irgendwann – „in mehreren Jahren“ las ich – halt ohne EU-Aufdruck. Wir werden sehen, ob das am Ende für die Insel ein Erfolg wird.

Und schon sind wir bei Separationsbewegungen überall. Schottland von Großbritannien, Katalonien von Spanien, Flandern von Belgien, Venedig von Italien und so weiter und so fort. Bisher erschien das Alles nicht so wahnsinnig erfolgreich. Aber der „BREXIT“ hat doch gezeigt, dass man durchaus auch einfach durchziehen kann. Und das kann die EU nicht verkraften. Da kann die noch so oft neu gestartet werden. Ob das den Völkern dann so gefällt, kann ich nicht beurteilen. Ich nehme halt an, dass die Folgen nicht abschätzbar sind. Finden Sie nicht auch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Bricht jetzt Europa zusammen?

  1. Es klingt vermessen, das zu sagen. Aber ich glaube, dass die meisten sich der Tragweite ihrer Stimmabgabe nicht bewusst waren. So würde das auch sein, wenn hier oder in anderen Ländern gegen die EU gestimmt würde. Und ich bin sicher, es gibt genügend Leute, die für einen Austritt sind. Natürlich auch hier bei uns. Ich frage mich, welche schlimmen Erfahrungen die eigentlich mit der EU oder von mir aus mit der EU-Bürokratie gemacht haben?

    Ich finde es nicht gut, dass die EU-Institutionen auf die seit Jahren bekannten Vorbehalte so gut wie nicht reagiert. Das ist ein schwerer Fehler, der in der jetzigen Krisenzeit vielleicht nicht wieder gut zu machen ist. Ich tippe, wir werden in nächster Zeit noch einige Referenden erleben. Diese werden in Österreich, in den Niederlanden, in Frankreich und in Dänemark stattfinden. Wer weiß, vielleicht auch bald bei uns. Die AfD hat es heute schon mal gefordert. Und so dynamisch, wie sich die Dinge entwickeln, halte ich es für unmöglich, dass sich demokratisch gewählte Regierungen dem Volkswillen auf Dauer widersetzen werden. Das geht nicht gut.

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