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Islamischer Staat: Flagge - By Yo (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons Islamischer Staat: Flagge - By Yo (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Bundesamt für Verfassungsschutz: Infiltriert vom Islamischen Staat?

Der deutsche Inlandsgeheimdienst, das Bundesamt für Verfassungsschutz, beherbergte einen Islamisten, den sie gefunden haben. Und was passiert jetzt? Fängt man nun an, die Belegschaft zu überprüfen? Oder sagt man sich nun, dass auf gar keinen Fall und niemals nicht weitere Islamisten in den Reihen des Nachrichtendienstes zu finden sein können? Was denken Sie? Ich wäre ja skeptisch. Aber das muss ja nichts heißen.

Jetzt stellen sich die Medien hin und lobhudeln einen daher: Das Bundesamt für Verfassungsschutz beherbergte einen mutmaßlichen Islamisten. Der wurde enttarnt. Und wenn wir nun laut genug applaudieren, kommt bestimmt alles wieder in Ordnung. Der Mann arbeitete ja schließlich nur ein paar Wochen im Amt. Was soll da schon passiert sein? Er soll sensible Informationen weitergegeben haben. Und außerdem soll er sich islamistisch im Internet geäußert haben. Was immer das bedeuten mag.

Der Chef des Bundesamtes, Hans-Georg Maaßen, versprach vollständige Aufklärung. Schließlich soll der enttarnte Mann einen Bombenanschlag auf die Zentrale des BfV in Köln geplant haben. Der Mensch soll ein ziemlich perfektes Doppelleben geführt haben, da niemand aus seinem Umfeld irgendwas geahnt hatte. Der Quereinsteiger ist wohl 51 Jahre alt und war seit April 2016 beim Bundesamt für Verfassungsschutz beschäftigt. Und das, ohne erkannt zu werden.

Ja, jetzt wird erstmal erzählt, dass der Mann angeblich keine Interna an die Salafisten-Szene weitergegeben haben soll. Aber sind sich da alle wirklich sicher? Ich meine, man hat immer mal irgendwen an der Angel. Später stellt sich dann meistens raus, dass das gar nicht so auf die leichte Schulter zu nehmen war. Vieles stellt sich dann oft als Trugschluss heraus. Und ich habe die Befürchtung, dass das mit der Geschichte rund um das Bundesamt für Verfassungsschutz ähnlich verlaufen könnte.

Problematisch ist die Tatsache, dass man keinerlei Hintergründe weiß. Wie gefährlich war der Mann? Was hatte er vor? Wer waren seine Kontakte? Und all diese Dinge. Nichts weiß man. Aber wenn wir jetzt alle laut genug hoffen, wir alles wieder gut. Oder? ODER? Blöd wäre es schon, wenn hier noch mehr bekannt wird, nur weil irgendwer nicht aufpasst. Fahrlässig ist das, weshalb diese Behörde, die zu den neuralgischen Behörden in Deutschland gehört, aufgeräumt werden muss. Aber sicherlich übertreibe ich maßlos, stimmt’s?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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