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Adolf Hitler 1933 - Bundesarchiv, Bild 146-1990-048-29A / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons Adolf Hitler 1933 - Bundesarchiv, Bild 146-1990-048-29A / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Der eineiige Hitler

Haha, Adolf Hitler hatte angeblich nur einen Hoden. Darüber zerfetzten sich heute die Medien die Mäuler. Und das auf dämliche Art und Weise. Die taten ja so, als sei das eine völlig neue und bahnbrechende Erkenntnis, die neueste Forschungen zu Tage gefördert hatten. Und ich will mir gar nicht vorstellen, welche wüsten Geschichten die darum gestrickt haben. Aber so sind sie halt, unsere Qualitätsmedien.

Meine Fresse, jetzt unterhalten wir uns schon über den Geschlechtstrakt des größten Verbrechers des deutschsprachigen Raums. Aber das muss nun einmal irgendwie auf den Tisch. Die Medien verhalten sich da wie kleine Kinder, die zum ersten Mal den Intimbereich des anderen Geschlechts zu Gesicht bekamen. Es ist unfassbar, dass man da jetzt überhaupt zu einem solchen Thema finden muss. Aber es scheint nicht anders zu gehen.

1916 wurde Hitler verletzt. Das war ein Granatsplitter am Oberschenkel oder in der Leistengegend. Der damalige Sanitäter hat dann viele Jahre später seinem Priester gesagt, dass Hitler durch diese Verwundung auch einen Hoden verloren hätte. Nach seinem Selbstmord wurde durch ein russisches Gutachten auch das Fehlen festgestellt, aber als Monorchismus angesehen. Aber schon 1923 wurde ein medizinisches Gutachten angefertigt, dass einer seiner Hoden eben nicht in den Hodensack gewandert sei, sondern im Kanal blieb. Das nennt man Kryptorchismus.

Und dieses Gutachten kam jetzt an die Öffentlichkeit. Mal abgesehen davon, dass man bereits im Zweiten Weltkrieg Spottlieder über diesen Umstand sang, und auch Harald Schmidt machte seine Witze darüber. Alles hier nachlesbar. Sofort wird aber von einem „gestörten Sexleben“ Hitlers erzählt. Und selbst wenn es so war. Der Mann war insgesamt in meinen Augen gestört. Und das hatte nichts damit zu tun, dass er „unten rum“ anders gebildet war.

Warum interessiert sich denn überhaupt jemand dafür? Ach ja, ich vergaß: Sex sells. Aber bei einem alten, seit 70 Jahren toten, wunderlichen Mann aus Österreich? Ernsthaft? Gibt es nichts wichtigeres zu berichten? Aber das bringt ja alles keine Klicks, oder? Naja, Medien halt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Der eineiige Hitler

  1. Letztens eine Doku gesehen über Hitlers Leibarzt und die Medikamente die der Gröfaz so einwarf, wegen seinen diversen
    Wehwechen. Darunter sollen auch Potenzmittel gewesen sein die Er immer nahm wenn Eva zu Besuch war.

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