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Im Fadenkreuz - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Im Fadenkreuz - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Der Warlord aus dem Oval Office

Der Friedensnobelpreis-Träger sitzt im Oval Office und spielt sich als ganz übler Warlord auf. Es ist einfach geschmacklos, lieber Barrack. Und ehrlich, mir ist es scheißegal, ob ich mit dem Artikel erreiche, dass man mich nicht mehr in die USA lässt. Was man aber so zu lesen bekommt, kann man doch nicht so stehen lassen. Was ist nur aus dieser Welt geworden?

Dass es die USA immer schon drauf hatten, wilde Kriege zu beginnen, ist nicht neu. Man erinnere sich an die Geschichten mit Vietnam, Korea, Kuba, an den Persischen Golf und all das. Neuerdings scheint der Gegner aber „das Leben außerhalb der USA“ zu sein.

Ich meine, in Deutschland zünden Rechte Notunterkünfte für Flüchtlinge an und werden von Linken mit Steinen beworfen. Und wir sind ganz groß im Bilden von Menschenketten und im Abhalten von Lichterfesten. Aber haben wir schon mal nach draußen geguckt?

Da freuen sich Technik-Blogger über kleine Drohnen und freuen sich über diese technische Errungenschaften ein neues Loch in den Arsch. Und plötzlich liest du Dreck, den du nicht in der schlimmsten Gosse vermuten würdest. Die tollen USA haben es nämlich ihren Drohnen-Steuerern erlaubt, jedes männliche Wesen zu töten, das mindestens 12 Jahre alt ist.

Das war jahrelang so. Und gesteuert wurde das vom deutschen Ramstein aus. Und niemand findet das verachtenswert? Niemand bezeichnet die USA als Kriegsverbrecher, weil sie unschuldige zwölfjährige Jungs zum Abschuss freigegeben haben? Und ihr habt Sorge davor, dass eine syrische Familie eure Nachbarn werden könnte?

In welcher Welt leben wir, in der die mutmaßlichen Verbrecher der FIFA, der UEFA und des DFB mehr Gewicht in den Medien haben als die unzähligen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die USA verübt haben? Wacht mal alle auf, wir rennen einer verdammten Tötungsmaschine hinterher. Dagegen könnte man ehrlich mal etwas haben.

Aber heute kommt ja wieder die „Lindenstraße“ und der „Tatort“ und so. Dann hat man ja keine Zeit für sowas. Nächste Woche gern, aber nicht zur Lieblings-CSI-Serie. Und montags muss man gegen die dreckigen Asylanten marodieren. Sprich: Wir haben gar keine Zeit, uns mal über die USA aufzuregen.

Aber wahrscheinlich hat die Meldung auch niemand mitbekommen, dass die USA mit Drohnen, die aus Deutschland gesteuert werden, auch Kinder tausende Kilometer entfernt abschießen durften. Uns liegt ja immer viel an der allmächtigen Wahrheit. Warum wurde darüber nicht energischer gesprochen? Gab es Demos? Facebook-Gruppen? Entsprechende Twitter-Trends? Ich habe nichts in der Art mitbekommen. Aber das heißt ja nichts. Wahrscheinlich war Fußball.

Ach, was ich erzähle! Das waren sicher alles die Russen. Die fliegen ja auch mit Drohnen über der Türkei und werden da bisweilen mal vom Himmel geholt. Die Amis sind doch sicher alle lieb. Oder?

Nein, der Warlord sitzt im Weißen Haus in seinem Oval Office und freut sich, wie schön man weit weg Krieg spielen kann. Aber andere als Kriegstreiber bezichtigen, das können sie. Denn die USA spielen ja nur. Alles nicht der Rede wert.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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