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Saal der Bundespressekonferenz beim Tag der offenen Tür August 2006 (im Rahmen des Tages der offenen Tür der Bundesregierung 2006) - von Anton Schubert, Berlin (Selbst fotografiert) [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons Saal der Bundespressekonferenz beim Tag der offenen Tür August 2006 (im Rahmen des Tages der offenen Tür der Bundesregierung 2006) - von Anton Schubert, Berlin (Selbst fotografiert) [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Die Bundespressekonferenz, die niemanden interessiert

Es gibt die Bundespressekonferenz. Da verkünden führende Politiker über ihre Sprecher irgendwas. Nur ist das eher nur ein Übel für Medien. Es scheint nicht immer großartig jemanden zu interessieren, was dort berichtet wird. Wer mal irgendwelche Berichte über einen solchen Presse-Termin mitbekommt, wird feststellen, dass der Saal kaum gefüllt ist. Die Medienvertreter sind oftmals kaum zu sehen, wenn Steffen Seibert und Co. irgendwas dort erzählen. So geht natürlich auch Berichterstattung.

Aber es gibt dann auch noch Tilo Jung. Der kommt mir via Twitter oder sonstwo immer wieder unter. Meistens über den überragenden Journalisten Daniel Bröckerhoff. Und Tilo Jung ist da etwas anders als die meisten Pressevertreter. Es kommt dem Beobachter schon fast so vor, als macht er den verdammten Job derer, die über Webseiten, die voll von Werbung sind, das eigentlich machen sollten. Er stellt die unbequemen Fragen. Die von den großen Verlagen tun es einfach nicht.

Aber wir können froh sein, dass wir einen wie ihn haben. Denn der kommt aufgrund der gähnenden Leere in den Reihen des Auditoriums zu erstaunlich vielen Fragen, und die sind – wie gesagt – unbequem. Und so findet man heraus, dass zwar für Griechenland 86 Milliarden Euro bewilligt wurden, aber davon Dinge bezahlt werden, die nicht für Griechenland bestimmt sind und eine Gesamtsumme von knapp 94 Milliarden Euro ergeben. Und dann fragt man sich, auf welchem Pluto-Mond unsere Politik-Elite das Rechnen gelernt hat.

Warum, liebe Journalisten, stellt ihr nur so wenige ernsthafte und kritische Fragen? Wieso muss erst jemand kommen, dessen Medium sein Youtube-Kanal ist und der dann wegen dieses Mediums nicht ernst genommen wird? Klärt doch mal die Masse auf, dass unsere Regierung – wie übrigens auch in der Flüchtlingsdebatte – irgendeine Denke an den Tag legt, die man nun wirklich nicht mehr ernst nehmen kann. Oder wie es bei „Mobilenote“ zu lesen ist:

Hebt euren Arsch und macht euren verdammten Job!!!

Liebe Medien, erklärt mir als dummen Blogger einfach mal, warum ihr bei Christian Wulff oder Uwe Barschel oder im Zuge der SPIEGEL-Affäre derart stark im Dreck gewühlt habt und bei Themen wie der Griechenland-Rettung einfach mal nur mit Wischiwaschi daher kommt. Warum macht ihr euren Job nicht so, wie es sich gehört? Ja, es gibt Ausnahmen, aber der Großteil von euch macht es sich einfach mal zu leicht. Warum ist das so? Wäre das nämlich anders, würde auch dem letzten eurer Leser auffallen, dass da bei der Politik-Elite ein paar richtige Blitzbirnen herumlaufen, die einfach mal einen anderen Job annehmen sollten.

So aber macht es Tilo Jung für euch. Aber den nehmt ihr ja nicht ernst. Das ist ja bloß so ein dahergelaufener Youtube-Möchtegern. Stimmt das nicht etwa? Nee, Leute, macht eure Arbeit, aber macht sie bitte richtig.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Die Bundespressekonferenz, die niemanden interessiert

  1. Unbequeme Fragen sind von „unabhängigen“ Medien scheinbar nicht gewollt. Da könnten ja dann Dinge ans Licht kommen, über die man nicht berichten will/darf.

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