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Dresden, Ortsschild - (C) Taken CC0 via Pixabay.de Dresden, Ortsschild - (C) Taken CC0 via Pixabay.de

Dresden, mach was gegen den Terror gegen Moscheen

Ich gebe Bundesinnenminister Thomas de Maizière selten Recht. Aber es ist richtig, wenn er sagt, dass die Anschläge in Dresden schäbige Taten waren. Man kann sicherlich alles mögliche kritisieren. Aber Kritik äußert man nicht, indem Sprengstoff hochgejagt wird. Kritik äußert man immer konstruktiv. Alles andere und zudem gewalttätige ist Krieg. Und mir soll niemand mit dem Schmus kommen, dass das „gutes Recht“ gewesen sei, um gegen eine angebliche Umvolkung der Deutschen und gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes zu protestieren.

Am Montag feiert sich Deutschland. Es ist „Tag der deutschen Einheit“ – eigentlich ein Festtag. Aber in diesem Jahr ist nicht so vielen zum Feiern zumute wie in früheren Jahren. Die zentrale Feier findet in diesem Jahr in Dresden statt. Dort, wo Sprengstoff-Anschläge auf islamische Gebetshäuser stattfanden. Dort, wo in der Gegend Asylbewerber-Unterkünfte brennen. Dort, wo sich Rechtsextreme und Linksextreme kriegsähnliche Zustände geliefert hatten. Dort, wo es kontinuierliche PEGIDA-Aufläufe gibt.

Dass Dresden eine großartige Stadt mit einer immensen Tradition ist, gerät dabei in den Hintergrund. Denn nach einem Anschlag auf ein muslimisches Gotteshaus und einem auf ein Kongresszentrum stellt man sich die bange Frage: Ist Dresden sicher? Vor ein paar Jahren hätte ich gesagt, dass das so ist. Aber diese Scharmützel, die immer wieder stattfinden, lassen vermuten, dass hier gar nichts sicher ist. Es handelt sich um fremdenfeindliche Terror-Akte, das steht für mich fest. Und wer das auch immer getan hat: Damit wird keine Kritik geäußert, sondern der Versuch des Massenmords unternommen.

Politisch motivierte Straftaten gibt es schon ewig in Deutschland. Allerdings steigt gerade die Zahl wieder immens an. Man spricht von einer neuen Qualität der Gewalt. Denn es ist neu, dass einfach mal Sprengsätze gezündet werden, ohne Rücksicht auf Verluste zu nehmen. Bei den beiden Anschlägen wurden die Leben von Frauen, Kindern, alten Menschen und so riskiert. Das ist das Allerletzte. Was würden denn diese Idioten machen, wenn irgendwo auf der Welt eine christliche Kirche brennen würde? Würden die dann auch vom „guten Recht“ faseln?

Innenminister de Maizière befindet, dass die Anschläge mit das Schäbigste sind, was man sich an Taten vorstellen kann. Da werden Sprengsätze an Gotteshäuser angebracht und in Kauf genommen, dass x-beliebige Menschen verletzt oder gar getötet werden. Deshalb schrieb ich oben von versuchtem Massenmord. Und wie das Ganze abgewiegelt werden kann, sehen wir dann in teils merkwürdigen Tweets:

Und schnell wir ausgewiesenen linken Internetseiten ein Bekennerschreiben untergejubelt, das sich zu den Angriffen äußert. Mal abgesehen davon, dass da ziemlich viel Unfug zu lesen ist. Aber man muss auch wissen, dass jeder beliebige, der diese Webseite findet, dort auch etwas hinschreiben kann. Und dann kommt so etwas dabei heraus, was inzwischen gelöscht, aber noch nicht aus dem Internet-Cache entfernt wurde.

antifa

Diese rechten Spinner haben nicht einmal so viel Courage, dass sie sich zu dem Anschlag bekennen. Und ja, ich weiß, was im Dunstkreis der Antifa passiert. Das sind auch keine guten. Aber ich glaube nicht, dass die einen muslimischen Gebetsort hochjagen würden. Nein, diese rechten Spinner bringen Sprengsätze an die beiden Gebäude an und verdrücken sich, und danach wälzen sie die Schuld auch noch auf andere ab. Tolle Leute sind das! Dann geht es ja dem Land gut, wenn wir solches Personal haben.

[Update]

Und abschließend möchte ich noch folgendes hinzufügen: Diesen Eintrag kann jeder geschrieben haben. Vergleichen Sie hier. Innerhalb kürzester Zeit kann jeder, der will, auf der Seite irgendwas hinterlassen. Ohne Anmeldung, ohne Überprüfung, ohne alles. Ob nun die Schlagrichtung „Linksunten“, wie die Seite heißt, die richtige ist, oder die entgegen gesetzte, das weiß niemand. Ermittlungen laufen jedenfalls.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Dresden, mach was gegen den Terror gegen Moscheen

  1. Tja, scheiße, wenn die täter nicht zur weltanschauung passen, was? vielleicht ist dem imam auch eine selbst gebaute bombe vorzeitig explodiert. man weiß es nicht.

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