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Es wird eng für Europa und speziell für Griechenland

Gestern tagten sie mal wieder, die europäischen Spitzenpolitiker. Es geht um die Griechenland-Rettung. Es wird sehr eng, will man ans Ziel. Nein, man hat kein Ergebnis erzielen können. Man muss sich aber anstrengen. Man hat nicht mehr ewig Zeit, denn die endgültige Pleite Griechenlands steht vor der Tür. Jetzt muss man sich wieder etwas einfallen lassen. Und es ist ja nicht so, dass die Regierung Tsipras nicht mitmachen will. Nur haben sie Vorschläge etwas spät eingebracht, sodass nichts mehr geprüft werden konnte.

Man hängt in der Eurozone gegenseitig am Tropf. Es heißt ja immer, dass der gesamte Euro scheitern würde, wenn Griechenland scheitert. Aus diesem Grund soll ja auch eine Lösung gefunden werden, mit der alle leben können und die für ganz Europa finanzierbar ist. Das ist gar nicht so einfach, wie man da immer wieder hört. Und wenn es keine Lösung gibt, ist Griechenland Ende des Monats pleite. In Anbetracht der Architektur der Eurozone kann das niemand ernsthaft wollen.

Tsipras hat Reformvorschläge vorgelegt, als man gestern tagte. Nun müssen die Experten rechnen. Das konnte man gestern nicht zwischen Tür und Angel tun. Deshalb wurden die Verhandlungen vertagt. Und es ist allen klar, dass die Eurozone dauerhaft beschädigt werden könnte, wenn man es denn nicht wenigstens versuchen würde, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Aber kann es auch sein, dass diese ganze Rettungspolitik Europa beschädigen könnte?

Es weiß doch nach wie vor niemand, ob der bequemere Weg – also der viel genannte „Grexit“ – die bessere Wahl wäre. Aus diesem Grund windet man sich ja auch so, um eine Lösung zu finden. Denn ob ein Ausstieg Griechenlands unterm Strich günstiger wird, glaubt niemand. Vielleicht wird eine Stützung Griechenlands ohne den Euro noch teurer, weil die dann wieder einzuführende Drachme so eine kolossal schwache Währung sein würde. Daher tut man sich auch so schwer, eine Lösung zu finden.

Jetzt sind wir erst einmal gespannt, ob die sicher schwierigen Vorschläge aus Griechenland zielführend sind. Denn die Griechen selbst – also das Volk – will den Euro behalten. Und die Eurozone will Griechenland behalten. Und die griechische Regierung will wohl doch reformieren. Und also muss es doch um Himmels Willen mal einen Kompromiss geben. Oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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