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Lage von Eurasien - By TUBS [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons Lage von Eurasien - By TUBS [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Eurasien: Aus dem Brexit geboren?

Es klingt wie eine Verschwörungstheorie oder gar schlimmeres: Durch den BREXIT wurden die Weichen für die politische Großregion Eurasien geschaffen. Und es ist die Rede von einer Neuen Weltordnung, wie man sie immer wieder in Bezug auf Verschwörungstheorien zu lesen bekommt. Aber es klingt schlüssig, was ich da las. Und deshalb muss ich einmal darauf Bezug nehmen. Weil es so unglaublich klingt. Aber muss es deshalb gleich nicht realistisch sein?

Der BREXIT von Großbritannien bringt weitere Gedankenspiele mit sich. Unter anderem auch die russischer Politiker. Einer hat sich via Facebook öffentlich geäußert. Es handelt sich um Boris Titov. Der ist Parteichef der Partei „Partiya Rosta“, was man in etwa mit „Partei des Wachstums“ übersetzen könnte. Irgendwie ist die Partei Kreml-treu und irgendwo im Mitte-Rechts-Spektrum angesiedelt. Bis vor einem Vierteljahr hieß die Partei noch „Gerechte Sache“. Jedenfalls steht ihr der Herr Titov vor.

Wenn ich von solchen Leuten höre oder lese, wird mir gleich wieder die Rückkehr zur historischen Rus in Erinnerung gerufen. Und irgendwie ist da immer wieder die Rede von Eurasien. Russland würde sich wohl von Europa abwenden und mit China und Co. „gemeinsame Sache“ machen wollen. Derlei Gedanken lese ich immer mal wieder. Aber was ich gelesen habe, besagt, dass sich ganz Europa mehr östlich orientieren könnte.

Die USA ist laut dem Artikel lange nicht mehr so bedeutend wie früher. Nachdem sich Russland von dem totalen Desaster mit Jelzin, was laut dem Artikel durch die USA verursacht wurde, erholt hat, ist eine quasi Wiederbelebung des „Kalten Krieges“ festzustellen. Und dabei spielen auch die baltischen Staaten eine Rolle. Und nachdem sich die USA und Russland bereits seit längerem umkreisen, würde es wohl nicht mehr lang dauern, bis der Zerfall der Regionen, wie wir sie kennen, hin zu den Orwell’schen Regionen im Roman „1984“ abgeschlossen ist.

Die „Neue Weltordnung“ würde Zentralisierung bedeuten, weshalb sich Putin (Russischer Präsident) mit Li Keqiang (Chinesischer Ministerpräsident) traf. Und im Hintergrund arbeiten Strippenzieher, die eben jene NWO (Neue Weltordnung) durchsetzen wollen. Dabei sind Putin und Obama auch nur in der Öffentlichkeit Gegner. Denn am Ende kommt die eine einzige Weltregierung. So in etwa.

Wie gesagt: Es klingt recht schlüssig. Und natürlich ist Europa durch den BREXIT geschwächt. Aber ist es deshalb tatsächlich denkbar, dass Europa mit Russland und den asiatischen Staaten „gemeinsame Sache“ macht? Ich meine, die Argumentation im Artikel sind nicht einfach so daher geschwafelt. Aber es klingt dann doch stellenweise sehr daher geschwurbelt. Ich will dem Autor nichts unterstellen. Aber ich komme nicht umhin, an Dinge wie die große „Weltverschwörung“ zu denken.

Klar, er verknüpft Aussagen miteinander, bildet Zusammenhänge. Und es könnte in diese Richtung gehen. Das ist nun einmal das Wesen der Konjunktion. Aber am Ende ist es seine Meinung. Er hat sich damit auseinandergesetzt. Aber es muss nicht in diese Richtung gehen. Ich teile seine Meinung nicht. Aber ich bin nun einmal selbst ein Beobachter. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich in diese Richtung geht.

Er verweist auf „1984“ von George Orwell. Und ja, dort gibt es die drei Regionen

  • Ozeanien (USA, Großbritannien, Australien und der südliche Teil Afrikas)
  • Ostasien (China, Korea, Mongolei, Japan)
  • Eurasien (Europa, Russland)

Irgendwie herrscht immer irgendein Krieg, der auch gern mal mitten in einem Propaganda-Satz die Gegner wechseln kann. Ich denke, ich muss niemandem den Roman nacherzählen. Wenn aber die Argumentation in Richtung „1984“ gehen würde, würden Ostasien und Eurasien eine Allianz bilden. Und das würde nicht dem Wesen des Romans entsprechen.

Ich denke, am Ende ist das Alles nur eine reine Deutungssache. Was Boris Tutov am Ende gemeint haben könnte, kann auch bedeuten, dass sich Europa nach dem BREXIT wirtschaftlich auf breitere Füße stellen will und deshalb etwas Annäherung an Russland sucht. Das heißt aber am Ende nicht, dass man nun gleich eine Eurasische Union oder irgendwas in die Richtung baut. Wie gesagt, die Argumentation ist schlüssig. Aber ich teile sie nicht. Aber das kann gern jeder anders sehen. Der Artikel ist übrigens als erstes verlinkt, wenn Sie ihn lesen möchten.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „Eurasien: Aus dem Brexit geboren?

  1. Wahrscheinlicher ist das die Zeiten von „Unionen“ vorbei ist. Es ist ja nicht nur die EU. In vielen Ländern laufen Seperationsbewegungen von Landesteilen, die sich eigenständig fühlen, andere Länder hat es durch Konflikte zerrissen oder zerreisst es gerade.

    Die Vorteile von solchen Staatenbündnissen sind gegenüber loserer Zusammenarbeit begrenzt und Mentalitäten selbst bei den nächsten Nachbarn stark unterschiedlich.

    Bei Euro und Euro hat man den Zerfall schon einige Zeit eher durch Angstszenarien verhindert. Sollten sich diese nicht bewahrheiten, liegt die Zukunft sicherlich nicht in neuen zentralisierten Unionen.

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