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Airbus A320 (D-AIPX) der GermanWings - Flug 4U-9525 beim Abflug von BArcelone - By SEBASTIEN MORTIER (320 GERMANWINGS D-AIPX 147 10 05 14 BCN RIP) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons Airbus A320 (D-AIPX) der GermanWings - Flug 4U-9525 beim Abflug von BArcelone - By SEBASTIEN MORTIER (320 GERMANWINGS D-AIPX 147 10 05 14 BCN RIP) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

GermanWings Flug 4U-9525 und ein paar Gedanken

Eine der größten Tragödien der deutschen zivilen Luftfahrt hat sich ereignet, und jeder zerreißt sich darüber das Maul. Ich denke dazu etwas. Nein, mich beschäftigt der Flugzeugabsturz von gestern auch. Keine Frage. Aber ich werde hier nicht drauflos spekulieren oder ein Betroffenheitstheater spielen. Und ich gebe mich keinen haltlosen Theorien hin, die nun auch schon wieder die Runde machen.

Der Airbus A320 gilt als eins der sichersten Flugzeuge. Mit dem war gestern die deutsche Fluggesellschaft GermanWings unterwegs. Die wiederum ist eine Tochter der Deutschen Lufthansa und gilt auch als sehr sichere Gesellschaft. Und aus heiterem Himmel stürzte gestern die Maschine kurz nach dem Start in Barcelona über den französischen Alpen ab. In der Wikipedia sind Hintergründe zusammengefasst, die mal ohne Sensationsgeilheit aufgeschrieben wurden.

Es ist wohl so, dass das Flugzeug nicht neu war. Es ging zum 05. Februar 1991 in den Dienst der Lufthansa. Und wie das nun mal so ist, treten auch Mängel in Erscheinung. Bei der letzten Kontrolle am 23. März 2015 war das Flugzeug flugunfähig wegen technischer Probleme an der Bugfahrwerksklappe, die aber alle behoben wurden und die Flugfähigkeit wiederhergestellt wurde. Es durfte also wieder starten.

Das wird ja auch alles nicht von der Putzfrau vorgenommen, ohne den Beruf herabwürdigen zu wollen. Die Flugfähigkeit muss sicherlich von irgendwelchen Flugsicherheitsleuten wieder bestätigt werden. Sonst hätte der Airbus nicht starten dürfen. Nach Barcelona flog das Flugzeug ohne Probleme, lud die Passagiere ein und startete mit 26 Minuten Verspätung um 10.01 Uhr. Nach weiteren 26 Minuten wurde die zugewiesene Flughöhe erreicht, die aber nur eine Minute hielt. Von ca. 11600 Metern sank der Fliege plötzlich um 2000 Meter ab. Und um 10.47 Uhr stürzte es im „Massif des Trois-Évêchés“ ab.

Es gab keine Anfrage für den Sinkflug, keinen Notruf, kein Funkkontakt zur Maschine. Niemand weiß im Moment, was passiert ist. Und da spekuliert man wild drauflos. Aber nicht nur das. Man macht den Betroffenheitsheini und hält Teddybären und Fotos in die Kamera. Es gibt Liveticker, Sondersendungen und all das. Das ist pietätlos und zeugt nur von Sensationsgeilheit. Und es gibt erste Ermittlungen.

Was aber noch viel schlimmer ist: Es gibt Spekulationen über ein Attentat, eine „False Flag Operation“. Irgendwer will Kampfjets kurz vor dem Absturz beobachtet haben. Und angeblich würden große Trümmerteile fehlen. Und es würde wohl das falsche Datum in Ausdünstungen der Medien stehen. Leute, es weiß doch niemand, was passiert ist. Warten wir mal ab, was da kommt.

Es ist schlimm, was da passiert ist. Ob es menschliches Versagen, ein technischer Fehler oder sonstwas war, muss doch erst herausgefunden werden. Jetzt gilt es erst einmal, die Angehörigen in Ruhe trauern zu lassen. Da waren ja Schüler an Bord. Die ganze Stadt Haltern, wo die Schüler herkamen, trauert. Und die Piloten von GermanWings haben nun Sorge, ihre Flugzeuge zu bewegen. Das ist alles verständlich. In der deutschen zivilen Luftfahrt ist es das wohl größte Unglück. Und hier sollte jeder etwas innehalten und ein paar Gedanken an die Hinterbliebenen verlieren. Ohne Liveticker, Breaking News und Sensationsgeilheit.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

5 Gedanken zu „GermanWings Flug 4U-9525 und ein paar Gedanken

  1. Hallo Herr Uhle,

    sehr gut geschrieben. Bin auch fassungslos. Erschrocken über das Unglück und was dann plötzlich medial daraus gemacht wird. Von ersten Onlinemedien, privaten Meinungen, Tagesthemen, Maischberger… Lassen wir die Angehörigen doch mal in Ruhe trauern…ja, das spricht es aus was auch ich denke!

    Danke für den Beitrag!

    Rene

  2. Die Medien sind ein Spiegelbild der Gesellschaft !
    Da die Leute Sensationen sehen wollen, werden sie gezeigt, ohne schlechtes Gewissen zu haben.
    BILD und RTL kuk ich nicht. Aber dass ARD ZDF die Kamera auf betroffene Schüler halten, schlimm.
    Bin auf Jauch gespannt …
    Mir tun die Angehörigen leid.

  3. Es ist gut, dass sich so viele Menschen solidarisch erklären wollen. Die sensationslüsterne Berichterstattung ist schon grenzwertig. Selbst Phönix zeigt in einer Stunde drei Wiederholungen einer Pressekonferenz.
    Klar sollen die Menschen informiert werden. Mein Mitgefühl ist bei allen Hinterbliebenen
    LG Hans

  4. Menschen informiert werden?
    Wer das nicht mitbekommen hat … .
    Im Feedreader lese ich seit gestern nichts anderes mehr, andere Medien konsumiere ich fast nicht!

    @Henning Uhle
    Ich hatte gestern mit dem Beitrag gerechnet und mir schon Gedanken zum Kommentar gemacht!

    Zum Thema:
    Ich habe auch schon in so einer Maschine Platz genommen! Bin geflogen und rum gekommen! Aber was muss in den Köpfen derer in der Maschine vorgegangen sein! Es dauert etwas bis man auf die Höhe runter kommt und man kann es sogar an TFT´s ablesen! Wenn da jemand bei war der nur hin und wieder fliegt der hat es kommen sehen, selbst wenn er nichts draußen gesehen hat! Es muss der Horror gewesen sein.

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