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Feuer - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Feuer - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Heidenau – In Sachsen keine Flüchtlinge erwünscht

In Heidenau nahe Dresden haben besorgte Bürger gezeigt, wie sie sich um das Wohl der Bevölkerung kümmern. Flüchtlinge sind da unerwünscht. Gewaltsam haben sie versucht, den Einzug von Flüchtlingen, die alles verloren haben, in eine Notunterkunft zu verhindern. Das ist das Allerletzte, was sich da diese Leute erlauben. Mit welchem Recht erdreisten sich das diese Leute? Und woher kommen die überhaupt? Nein, das ist inakzeptabel für ein Land wie Deutschland, das sich gern weltoffen und so etwas hinstellt. Und die Politik macht es uns ja vor.

Heidenau ist bis letzte Nacht nicht sonderlich über sächsische Grenzen hinweg bekannt gewesen. Das hat sich aber geändert. Denn Randalierer, die mutmaßlich zu den angeblich so besorgten Bürgern, die alles „keine Nazis, aber…“ sind, haben teils gewaltsam versucht, den Einzug von Flüchtlingen in eine Notunterkunft zu verhindern. Die Zufahrtsstraße wurde blockiert, und Polizisten wurden unter anderem mit Steinen beworfen. Ich gehe da mit Bundesjustizminister Maas konform, der sagte, dass so etwas nicht tolerierbar ist. Und mit äußerster Härte müsse dagegen vorgegangen werden.

Was bilden sich diese Leute denn eigentlich ein? Wollen die halb Deutschland in Schutt und Asche legen, nur um sich wegen ihres Fremdenhasses einen runterholen zu können? Deutschland hat eine Verpflichtung. Die muss erfüllt werden. Und wie würden sie denn reagieren, wenn sie wegen eines schlimmen Krieges flüchten müssten und woanders so etwas gegen sich selbst erleben müssten? Aber sie machen lieber einen auf besorgte Bürger, und der große Teil der Politik schweigt im Allgemeinen dazu.

Was will man aber auch von einer Regierung erwarten, der Spitzenpolitiker angehören, die bei Flüchtlingen von einer „Zumutung für Steuerzahler“ reden? Der eine ist de Maiziere als Bundesinnenminister (CDU), der andere ist Herrmann als bayrischer Innenminister (CSU). Die wollen es so unattraktiv wie möglich machen, dass Flüchtlinge überhaupt nach Deutschland kommen. Ich bin immernoch bei syrischen Christen, die vom Islamischen Staat gejagt werden. Denen geht es nicht um ein attraktives Zielland, denen geht es darum, dass sie nicht ums Leben kommen.

Mal ehrlich, bei so einer Regierung sind Ausschreitungen wie in Heidenau oder in Freital oder, oder, oder durchaus erwartbar. Wir dürfen eben nur nicht vergessen, dass unzählige Deutsche vor rund 70 Jahren aus Polen und aus Tschechien verjagt wurden und flüchten mussten. Ich erinnere auch daran, dass viele jüdisch-gläubige Menschen immer wieder flüchten mussten, weil sie einen anderen Glauben hatten als die herrschende Klasse. Wären die vielen Millionen Menschen nirgendwo untergekommen, wäre es noch zu viel größeren Tragödien.

Und wie sehr verurteilt man denn in Deutschland die Probleme, die die Sinti und Roma haben! Da stellen sich Leute wie de Maiziere auch gern mal hin und mahnen die christliche Nächstenliebe an. Und jetzt bei den aktuellen Flüchtlingswellen misst man mit anderen Maßen? Mit welchem Grund denn? Und ist denn wirklich irgendein imaginäres Boot voll? Ich weiß es nicht. Aber Dinge wie die in Freital, Heidenau und sonstwo in Deutschland hängen unmittelbar mit Ausdünstungen unserer tollen Regierung zusammen. Und das ist auch ein Teil der Tragödie.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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