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Flughafen Kassel-Calden - By Presse03 (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons Flughafen Kassel-Calden - By Presse03 (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Kassel-Calden: Eine brennende Flüchtlingsunterkunft

Auf dem alten Verkehrslandeplatz in Kassel-Calden wurde eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet. In der hatte es gestern gebrannt. Es gab Verletzte. Medienberichten zufolge sollen 19 Personen zu Schaden gekommen sein. Bei dieser Flüchtlingsunterkunft gab es schon länger Sicherheitsbedenken, weil die Fläche eine „besonders geschützte Fläche nach dem Luftverkehrsgesetz“ ist. Nun hat es dort gebrannt, und ich warte einfach drauf, was da an wilden Wortmeldungen zu Tage gefördert werden.

Das sind ziemlich verheerende Bilder, die da aus dem nordhessischen Kassel die Runde machen. Auch heute morgen war noch nicht bekannt, wieso es zu diesem Brand kam. Gestern Mittag brach das Feuer in einem Containergebäude aus. Der Großteil der dort untergebrachten Flüchtlinge aus Somalia und Eritrea war zum Glück beim Mittagessen in der Kantine, die in einem anderen Gebäude liegt. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass es „nur“ 19 Verletzte gab.

Ich bin darüber gestolpert, weil verschiedene Wortmeldungen an diesem Morgen einen davon erzählten, dass a) nun auch in Hessen Flüchtlingsunterkünfte „abgefackelt“ werden – oder wahlweise b) die Flüchtlinge selbst ihre Unterkünfte abgebrannt haben. Aber ich glaube, wir sollten hier ganz vorsichtig sein. Denn es ist völlig unklar, was hier passiert ist. Das kann sich im Laufe des Tages noch ändern. Aber im Moment redet man davon, dass es „von innen nach außen“ gebrannt hat. Und was machen wir mit der Erkenntnis? Am besten abwarten, oder?

Bis jetzt kann nur ein Anschlag mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Aber mit allem anderen darf man sich gern zurückhalten. Ich mag es eh nicht, wenn irgendwie zu schnell geschossen wird. Ich habe das schon so oft mitbekommen, wie schnell man da falsch liegt. Aber dann hat man bereits eine ganze Latte Menschen davon überzeugt, dass man die Wahrheit erzählt. Was denn dann? Nein, lassen wir die Ermittler erstmal herausfinden, was da passiert sein kann.

Wer weiß, vielleicht war es ein Unfall, vielleicht ein technischer Defekt, vielleicht aber auch ein Flüchtling mit Lagerkoller. Das ist doch alles noch nicht bekannt. Und darum hasse ich es, wenn man hier von vornherein meint, irgendwas zu wissen, und dann mit falschen Tatsachen um die Ecke kommt. Das hilft niemandem weiter. Aber wem erzähle ich das?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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