Skip to main content
Das Weiße Haus - (C) tpsdave CC0 via Pixabay.de Das Weiße Haus - (C) tpsdave CC0 via Pixabay.de

Keine Wahl in den USA

Donald Trump ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wird die Welt untergehen? Oder was wird angesichts der Tatsache passieren? Die Wähler in den USA haben demokratisch abgestimmt. Wer nun behauptet, dass hier die Wahl manipuliert wurde, ist genauso populistisch wie der Unternehmer. Wie geht es nun weiter? Haben wir ganz schlimme Dinge aus den USA zu erwarten? Oder wie stellen wir uns das nun für die kommenden vier Jahre vor?

Weltweit geben die Börsen gewaltig nach. Der Dow Jones Future – also Terminhandel auf den Leitindex – gab wesentlich stärker nach als zum 11. September 2001. In Asien brechen die Börsen zusammen. In Europa ist es nicht anders. An den Devisenmärkten werden auch die Böden der Fässer nach untern kaputt gekloppt. Alles wegen Donald Trump? Und man hat das Alles nicht vorher geahnt? Wie lang machen die in den USA ihre Wahl-Mätzchen? Ach, kommen Sie, die Hillary Clinton hat doch niemand ernst genommen. Bei Trump war das anders, weil der nicht aus der politischen Kaste kam.

Die Amerikaner hatten nicht wirklich eine Wahl. Spannend ist jetzt die Frage, wie es weitergeht. Ich denke, egal, wer ins Weiße Haus eingezogen wäre, die Beziehungen zwischen den USA und Europa wären schwer beschädigt worden. Und genau so wird es kommen. In Sachen Pressefreiheit, Internet, Außen- und Wirtschaftspolitik sowie – wenn wir es genau nehmen – in der Innenpolitik könnte Trump die amerikanisierte Version von Recep Tayyip Erdoğan werden. Und er braucht für viele Dinge einfach mal keine Partei, da er selbst das Zepter schwingen kann.

Donald Trump als US-Präsident kann gewaltigen Schaden anrichten. Und Sicherungssysteme, die in der Verfassung der Vereinigten Staaten eingebaut sind, könnten scheitern. Aber wäre das bei Hillary Clinton anders? Gut, sie würde auf ihre Demokraten bauen. Aber sonst? Die US-Wahl war eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Clinton hätte genau so viel Schaden wie Trump anrichten können. Das liegt in der Natur des Präsidentenamtes. Es werden schwere Zeiten für die europäisch-amerikanischen Beziehungen anbrechen. Aber das war im Vorfeld alles bekannt. Oder etwa nicht?

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 8 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Keine Wahl in den USA

  1. Wenn jemand gegen Trump verlieren konnte, dann nur Clinton. Ein Bernie Sanders hätte doch haushoch gewonnen. Aber Clinton stand für alles, wogegen Trump eintrat. Sie war sein perfektes Ziel und hat hervorragend mitgespielt. Die Demokraten haben selbst schuld an dieser Niederlage, da sie von Anfang an auf Clinton gesetzt haben, weil sie sie unbedingt als Präsidentin wollten. Clinton war schon bei Beginn der Vorwahlen unbeliebt und diese Meinung hat sich während des Wahlkampfes eher verstärkt.
    Das Trump die Welt in den Abgrund reißt, kann ich mir nicht vorstellen. Er kann nicht gegen seine Partei regieren und der Senat und das Repräsentantenhaus werden ihn schon etwas bremsen. Konservative Themen, hinter denen auch die Partei steht, wird er aber durchsetzen können (Obamacare abschaffen….). Aber noch gibt es eine halbwegs funktionierende Demokratie in den USA. Im Gegensatz zur Türkei, wo alle willfährig dem Erdogan hinterherlaufen oder wie in Russland.
    Natürlich wird es mit der Wirtschaft etwas bergab gehen und die Folgen werden wir auch in Deutschland spüren. Vielleicht werden sich die USA auch etwas aus der Welt zurückziehen, aber das war doch das, was viele Deutsche auch wollten. Die Welt wird nicht untergehen. Sie wird sich verändern, aber das wäre auch unter Clinton geschehen.
    Was wir daraus lernen müssen, ist, wie wir in Deutschland, in Europa, mit den Rechtspopulisten umgehen müssen. Die AfD ist bei 20% und einem Trump wären auch in Deutschland Tausende hinterhergelaufen in ihrem Hass, ihrer Verachtung auf die Politiker. Also Deckel drauf, auf die Wahl in den USA, und das politische Klima in Deutschland verändern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.