Skip to main content
Feiernde Lokfans – von Matthias Lipka (www.ford24v.de) [CC-BY-2.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons Feiernde Lokfans – von Matthias Lipka (www.ford24v.de) [CC-BY-2.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

LEGIDA kontra Lok Leipzig

Also man muss den 1. FC Lokomotive Leipzig nicht gut finden, aber dass sie sich gegen falsche Behauptungen wehren, ist gut und richtig. Zu viel wird immer wieder über den Verein aus dem Leipziger Südosten erzählt. Und nachdem sich der Verein mithilfe von professionellen Unterstützern aus dem Jammertal hervorkämpft, ist man um seinen Leumund besorgt. Daher muss der Verein auch gegen falsche Behauptungen vorgehen.

Das Verstörende dabei ist, dass Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig angeblich eine Art Geleitschutz für die “Kameraden” von LEGIDA gewährt haben. Es geht um Geschwurbel mit Tradition und Werten und dass “Leipzig wieder Deutsch” werden würde.

Das waren meine Worte zum Thema LEGIDA-Kundgebung am Montag, die ich gestern fallen gelassen habe. Ich habe mich innerlich ziemlich darüber aufgeregt, weil es so schien, als ob der Verein trotz vieler Bekundungen doch nicht aus dem Sumpf herausgefunden hat. Ich finde den Club, der mich lange Zeit in meinem Fußball-Interesse bewegt und geprägt hat, weiterhin auf dem Weg der Besserung. Gleichwohl aber sehe ich das immernoch sehr skeptisch, was da nahe des Völkerschlachtdenkmals passiert.

Aber ich muss mal meine Hochachtung für den Club zeigen. Denn der Versammlungsleiter von LEGIDA hat sich dem Verein gegenüber rufschädigend verhalten. Wie in dem obigen Zitat zu lesen ist, so ungefähr fand sich das auch in diversen Publikationen. Und sofort hieß es dazu: „Natürlich, die Lok, der Verein der Rechten„. Nein, das ist nicht die Meinung von mir. Aber in welchem Sumpf der Verein festgesteckt hat, ist niemandem verborgen geblieben.

Jedenfalls wehrt sich der blaugelbe Verein, der so lange Zeit politisch motiviert benutzt wurde. Heute steht auf der Webseite von Lok Leipzig, dass man vehement der Äußerung widerspricht, dass „Sportfreunde des 1. FC Lokomotive“ die LEGIDA-Teilnehmer begleitet und geschützt hätten und damit die populistische Bewegung von Vereinsseite befürwortet und unterstützt werden würde. Ich zitiere mal aus der Erklärung des Vereins:

Der 1. FC Lokomotive Leipzig bekennt sich satzungsgemäß zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und vertritt den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz sowie parteipolitischer Neutralität. Extremistische, rassistische und fremdenfeindliche Bestrebungen und Verhaltensweisen lehnt der 1. FC Lokomotive Leipzig jedoch strikt ab.

Wie gesagt: Vor Jahren konnte man dem Verein tatsächlich einiges unterstellen. Aber durch die harte Arbeit vor allem seit dem Beginn der Präsidentschaft von Heiko Spauke hat sich vieles zum Guten gewendet. Und man vertritt meiner Ansicht nach die Meinung, dass man lieber auf diese Art von so genannten Fans verzichten will, die einfach den Verein als politischen Spielball hinnehmen. Und das muss man einfach würdigen. Denn das hat kolossal viel Arbeit gemacht, vermute ich.

Natürlich ist es das gute Recht von Lok Leipzig, gegen diejenigen vorzugehen, die dem neuen Ansehen des Vereins schaden. Somit wurden eben zivilrechtliche Schritte gegen LEGIDA-Chef Rösler eingeleitet. Das ist gut und richtig, finde ich. Und irgendwie zeigt sich doch damit, dass die Bewegung mit falschen Behauptungen glänzt. Wie gut man das findet, muss jeder selbst wissen. Aber dass Lok Leipzig dagegen vorgeht, ist verständlich, es darf aber auch positiv gewürdigt werden.

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 4 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.