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Geld über Geld - (C) Taken CC0 via Pixabay.de Geld über Geld - (C) Taken CC0 via Pixabay.de

Meldungen über eingefrorene russische Staatsvermögen

Ich will mich nicht an Debatten beteiligen, die aussagen können, dass das Ende nah ist. Russisches Staatsvermögen soll eingefroren sein. So heißt es zumindest. Wer das gemacht haben soll? Belgien und Frankreich. Wie viel daran stimmt, weiß ich nicht mit Sicherheit. Es kann möglich sein. Aber deutschsprachige Medien halten sich mit Einlassungen zu dem Thema zurück. Und also spinne ich einfach mal drauflos. Mal schauen.

Also ich lese etwas, das unter Berufung auf „Russia Today“ geschrieben wurde. Es ist die Rede von 50 belgischen Firmen, die von Gerichtsvollziehern gezwungen worden wären, die russischen Vermögenswerte, die sie verwalten, offen zu legen. Es wird geschlussfolgert, dass erwartet wird, dass russisches Eigentum „im Zusammenhang mit dem mehr als umstrittenen Yukos-Urteil über 50 Milliarden US-Dollar“ beschlagnahmt wird. Und ich lese weiter, dass in Frankreich Konten von russischen Unternehmen eingefroren wurden, die Konten beim französischen Ableger der russischen Großbank VTB haben sollen.

Also ich stelle fest, dass eben jene VTB und die Großbank Sberbank die Sanktionen umgehen, die die EU auferlegt hat. Nun ja, wie werden wohl Sanktionsvergehen – oder wie man das nennt – geahndet? Doch sicherlich energisch, oder? Davon mal abgesehen dürfte es aber bei den Beträgen um verkraftbare Summen für die Großbanken gehen. Ende letzten Jahres war das für die europäische VTB-Tochter die Summe 3,9 Milliarden Euro. Damit konnte die VTB arbeiten, was ihr ohne diese Mittelsfirma nicht möglich gewesen wäre. So ungefähr ist das auch in der Schweiz beschrieben worden.

Trotzdem könnte etwas dran sein an den Meldungen. Denn auch größere Sender berichten darüber. Auch hier ist die Rede von der Yukos-Sache. Mal nebenbei: Das war so schräg, dass man das als jemand, der nicht stundenlang irgendwelche Abhandlungen liest, kaum versteht. Aber wer will, der kann das gern mal nachlesen.

Wie auch immer – Ich glaube, dass russische Großbanken auf dem europäischen Geld- und Aktienmarkt agieren wollen und das derzeit durch die Sanktionen nicht können. Deshalb suchen die sich irgendwelche Partner, die sie zu Tochterfirmen machen und wickeln darüber ihre Geschäfte ab. Damit umgehen sie die Sanktionen, was den EU-Wächtern natürlich nicht passt. Und deshalb kam es zum Einfrieren von Geldern, weil Sperre eben Sperre ist. Aber schimpfen kann man natürlich immer.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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