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Reihenhäuser - (C) wanomac79 CC0 via Pixabay.de Reihenhäuser - (C) wanomac79 CC0 via Pixabay.de

Reihenhäuser für Flüchtlinge – Deutschland ist das Paradies

Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein. – Das soll Jesus laut Bibel mal gesagt haben. Flüchtlinge könnten sich genauso fühlen. Angeblich würde es wohl für Flüchtlinge – die Rede ist von „illegalen“ Flüchtlingen – ermöglicht werden, dass „28 exklusive Reihenhäuser“ gebaut werden. Man beruft sich auf den Kölner Stadtanzeiger, und hier muss ich mal der Sache nachgehen.

Zunächst einmal: Das Artikelbild in dem oben verlinkten Artikel stammt von einer Immobilienvermittlung. Da kein Urheber genannt ist, wird wohl der Betreiber der oben verlinkten Seite wohl selbst der Fotograf sein. Wenn nicht, denkt der Herr Blogger wahrscheinlich auch, dass Deutschland ein Paradies ist und man sich im Internet alles erlauben kann. Ich habe mal ein PDF des Artikels gemacht. Vielleicht schicke ich es der Immobilienfirma mal zu. Wer weiß, was die dazu sagen. Aber nun zum Thema.

Der „Lightwarrior“ erzählt uns etwas von der Gemeinde Wesseling in Nordrhein-Westfalen. Der Artikel, den er da geschrieben hat, wirkt so, als hätte Wesseling gerade erst beschlossen, die „exklusiven Reihenhäuser“ für die „illegalen Einwanderer“ zu bauen. Das ist aber nichts aktuelles, sondern stammt aus dem Januar diesen Jahres. Der Grund für einen solchen Bau ist, dass die Kosten niedrig sind. Das Ganze wurde abgelehnt, es gab Proteste und all das. Das hätte der Herr angeben können, wenn er die Quelle „Kölner Stadtanzeiger“ verlinkt hätte, so wie es sich gehört.

Vor 5 Tagen, so schreibt die Zeitung in einem neuen Artikel, wurde klar, dass ein Bürgerentscheid über die Reihenhäuser zugunsten der Flüchtlinge ausfiel. Eine Bürgerinitiative scheiterte aufgrund der nicht ausreichenden Stimmenzahl. Die Reihenhäuser werden also gebaut. Aber ich kann mir nicht ernsthaft vorstellen, dass da irgendwas exklusives dabei ist, wie es der Herr mit seinem Artikel und dem Artikelbild vermitteln will. Und selbst wenn: Die Reihenhäuser sollen auch dafür dienen, die Wohnungsnot in Wesseling zu bekämpfen. Das steht alles in dem Artikel, nur nicht beim „Lightwarrior“.

Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kann man ja gern mit solchen Artikeln Stimmung machen. Aber das ist dann eben nicht realistisch. Man erzeugt damit wahrscheinlich ein gutes Ergebnis für die AfD. Aber die wird nichts für „den einfachen Mann“ tun, sondern sich vermutlich ganz anders verhalten, als es sich vielleicht verschiedene Wutbürger denken. Aber das müssen Schreiberlinge wie dieser selbst wissen.

Ja, diese Häuser werden offenbar tatsächlich errichtet. Wenn es doch aber im Endeffekt in den Häusern günstiger ist als in irgendwelchen Provisorien, ist das doch auch gar keine so schlechte Idee. Ich meine, ich kann mich irren. Aber mit paradiesischen Zuständen hat das nichts zu tun, denke ich. Oder wie sehen Sie das?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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