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Wladimir Putin 2014 in Sewastopol - Kremlin.ru [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons Wladimir Putin 2014 in Sewastopol - Kremlin.ru [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Soll Wladimir Putin tatsächlich am Ende sein?

Der kleine starke Mann im Kreml soll angeblich gestürzt werden. So liest man es heute morgen. Und der Sturz soll wirklich kurz bevor stehen. Wenn das stimmt, wäre das ein Erdbeben. Aber so etwas soll Garri Kasparow, mehrfacher Schach-Weltmeister behauptet haben. Mich stimmt das nachdenklich. Und deshalb schreibe ich einfach mal drauflos.

Ich lese da im Blog „Opposition 24“, der sich auf die Nicht-Nachrichten-Seite „Deutsche Wirtschafts-Nachrichten“ beziehen, dass Kasparow gesagt haben soll, dass die Chancen größer sind, ein Chaos in Russland zu vermeiden, je eher Putin weg ist. Ich sträube mich davor, diese „DWN“, die in meinen Augen KEINE Nachrichten sind, zu verlinken. Aber ich muss den Blog verlinken.

Bei T-Online finde ich einen Bericht, der Kasparow mit den Worten zitiert, dass es eines Tages einen „gewaltsamen Aufstand der Massen“ in Moskau geben könnte. Denn es ist für das riesige Land nicht möglich, von der „brutalen Diktatur“ Putins wegzukommen. Die Situation in Russland ist gerade für die Opposition unberechenbar.

So ledert der Exil-Russe, der in den USA lebt, daher. Und er vergleicht Putin mit Hitler, um den ein vergleichbarer Personenkult entsponnen wurde. Zu den Äußerungen ließ er sich hinreißen, weil am vergangenen Freitag Boris Nemzow in der Nähe des Kremls erschossen wurde. Der wiederum war einer der lautstärksten Oppositionellen Russlands und ein Freund von Kasparow.

Im Blog von Richard Herzinger in der „Welt“ finde ich die bemerkenswerte Aussage, dass der „Kriegsherr Putin“ bestimmt, was Frieden ist. Hintergrund sind die kriegerischen Handlungen in der Ost-Ukraine. Und Herzinger meint dazu, dass sich nun Europa entscheiden muss, ob man sich zur effektiven Abschreckung des Aggressors aufrafft oder sich die Friedensbedingungen von Putin diktieren lassen will.

Die russische Politologin Lilija Schewzowa wird im „Focus“ noch deutlicher. Denn sie vertritt die Meinung, dass sich Deutschland von Russland benutzen ließ, dass sich Putin auf einen „Todeskampf mit seiner eigenen Macht“ eingelassen hat. Und sie ruft zu einem „Rette sich, wer kann“ auf und mahnt, dass die, die im Kreml bleiben, in den „Flammen“ untergehen wird.

Die Luft scheint sehr dünn für Putin zu werden. Er ist freilich nie Everybody’s Darling gewesen. Ich glaube, das wollte er auch nie sein. Aber ich denke, mittlerweile ist ein Zustand erreicht, dass er es sich mit allen möglichen Mächten verscherzt. War ich erst lange Zeit der Meinung, dass die Kriegstreiber die Verfechter der historischen Rus sind, kann das durchaus auch anders sein. Aber: Was, wenn das wirklich stimmt mit der Rus und der kleine Mann im Kreml eine Art Bauernopfer sein soll? Ich bin mir unschlüssig. Die Lage ist etwas unübersichtlich.

Bildquelle: Wladimir Putin 2014 in Sewastopol – Kremlin.ru [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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