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Brexit - (C) MIH83 CC0 via Pixabay.de Brexit - (C) MIH83 CC0 via Pixabay.de

Systemmedien: Die BREXIT-Führung macht sich aus dem Staub

Ich schreibe mit Bedacht etwas von Systemmedien in Bezug auf den BREXIT. Denn es gibt immer Leute, die behaupten werden, dass Johnson und Farage nicht weg sind. Aber manchmal muss man eben mit dem Presslufthammer vorgehen, um diesen Leuten dann zu erklären, dass Boris Johnson und Nigel Farage die gesamte eigene Wählerschaft und alle ihre Unterstützer hinter die Fichte geführt haben und maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Europa eine tiefe Delle abbekommen hat.

Es gibt jede Menge britische Wähler seit dem BREXIT-Votum, die ernsthaft geglaubt haben, dass a) ihr Stimme eh nicht zählen würde und b) Johnson und Farage nur gutes für das Vereinigte Königreich im Sinn hatten. Ja, durch die nicht-mehr-Mitgliedschaft in der Europäischen Union würden wohl weniger Zahlungen nach Brüssel fällig werden, weshalb man das Krankensystem reformieren wollte, hieß es vor dem Votum. Einen Tag nach dem Votum hatte das Farage schon wieder kassiert. Ähnlich verhält es sich mit dem ehemaligen Londoner Bürgermeister Boris Johnson.

Im Prinzip wollten die beiden mit ihrem Geschwätz und dem fatalen Votum nur mal sehen, wie weit sie kommen. Ich habe gelesen, dass Johnson eigentlich nur vorhatte, dass der britische Premier Cameron das Kabinett nach dem Votum, was seiner Vorstellung für einen Verbleib in der EU hätte ausgehen sollen, umbilden und ihm, Johnson, einen dicken Posten zuschachern würde. Und nun? Jetzt verdrückt er sich, will nichts mit einer Machtübernahme zu tun haben. Erst recht will er nichts damit zu tun haben, was er und Farage angerichtet haben.

Tja, und Farage? Der ist vom Vorsitz seiner nationalistischen UKIP-Partei zurück getreten. Er wollte ja nur die Briten über den Verbleib in der Europäischen Union abstimmen lassen. Eigentlich wollte er nie etwas mit der Zeit danach zu tun haben. Die Scherben dürfen nun andere zusammenkehren, oder? Farage sagte doch tatsächlich, dass er kein Karriere-Politiker sei und einfach nur sein Leben zurückhaben wollte. Das ist doch so wie beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest letztes Jahr, als der Sieger Andreas Kümmert einfach nicht nach Wien fahren wollte.

Dann, wenn es darauf ankommt, ziehen sie den Schwanz ein und machen sich ganz klein. Verantwortung übernehmen und für das Fatale, was sie da eingekippt haben, gerade stehen, das machen weder Johnson noch Farage. Ehrlich gesagt, ist das ein bisschen erbärmlich. Und dann kommen noch Leute daher und sagen ernsthaft, dass das die beiden so nie gesagt haben und – wie das eben immer so läuft – von der Systempresse falsch verstanden wurden. Ach, die armen, das unverstandene Politikervolk. Nicht wahr? Schwachsinn, die haben mit voller Berechnung darauf hin gearbeitet, dass David Cameron strauchelt.

Irgendwie kam aber auch David Cameron immer wieder mit halbgaren Aussagen um die Ecke. Es ist also keineswegs so, dass Cameron das unschuldige Opfer ist. Er hat ja zum Beispiel die Briten völlig darüber im Unklaren gelassen, dass Großbritannien 2/3 der Zahlungen an die EU wieder bekommt. So als Wirtschaftsfonds oder so. Das stammt noch aus der Zeit von Margaret Thatcher. Unterm Strich haben sich Johnson, Farage und Cameron ausschließlich profilieren wollen. Und das auf Kosten der britischen Gesellschaft. Und das steht auch genau so in der „Systempresse“ und eben auch anderswo.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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