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Die Skyline von Dallas von Süd nach Düdwest aus gesehen - Joe Mabel [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons Die Skyline von Dallas von Süd nach Düdwest aus gesehen - Joe Mabel [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Tatort Dallas: Ein Attentat und das amerikanische Denken

Gestern kam es zu einem Attentat auf texanische Polizisten in der Millionenstadt Dallas. Es gab Tote und Verletzte. Und der Täter ist dabei auch getötet worden. Nun darf man keineswegs so naiv sein und denken, dass bei den Amerikanern nun irgendeine Art von Umdenken erfolgen würde. Das ist eben das amerikanische Denken. Das muss man alles nicht gut finden. Aber wir müssen darüber reden.

Gestern wurden fünf Polizisten getötet und weitere 6 verletzt. Eine 13. verletzte Person war zivil. Das ist die Ausbeute des Attentats in Dallas. Es ist der schwerste Angriff auf US-Strafverfolgungsbeamte und die zweit höchste Polizisten-Opferzahl seit dem 11. September 2001. Die Tat geschah während einer Demonstration wegen zweier durch die Polizei getöteter Afroamerikaner. Die Demonstranten griffen die Polizei verbal mit Rassismus-Vorwürfen an. Das Ganze war im Zuge der Black Lives Matter Bewegung.

Es gab mehrere Schützen, die auf die Polizei schossen. Aus dem oberen Stockwerk eines Parkhauses. Wie mutig! Ein anderer aus einer schmalen Gasse heraus. Auch sehr mutig! Vier Schützen sollen es gewesen sein, die aus unterschiedlichen Richtungen schossen. Eine Person wurde danach im Parkhaus gestellt. Und einer der Attentäter drohte mit dem Explodieren des Parkhauses durch dort deponierte Ladungen. Irgendwas wurde dort auch sichergestellt. Der drohende Attentäter wollte angeblich Weiße umbringen und wollte sich weder zu Black Lives Matter noch zu einer Terrorgruppe zählen lassen.

Selbstverständlich steht die kollektive amerikanische Seele unter Schock. Deshalb titelte auch die New York Times mit „Bürgerkrieg“. Wie es gewesen sein muss, erzählt der Amerika-Korrespondent Herbert Bauernebel in seinem Blog. Auch in deutschen Medien wird über diesen schrecklichen Anschlag berichtet, wie hier zum Beispiel. Der Haupttäter wurde am Ende übrigens mit einem Bombenräumungsroboter zur Strecke gebracht. An diesem war ein Sprengsatz angebracht, der im Umkreis des Täters zur Explosion gebracht wurde.

Man sieht es ja immer wieder, dass es relativ leicht sein muss, in den USA an Waffen zu gelangen. Egal, welche Hintergründe hier vorliegen und was die Täter alles vorher angestellt haben. Das war ein mieser Racheakt, für den sie sich mit Waffen einfach ausstatten konnten. Und das ist das Problem in den USA. Aber wird man da nun endlich umdenken und den Waffenmarkt verschärfen? Es ist wohl nicht damit zu rechnen. Eher wird man sich sagen, dass man noch mehr Waffen braucht, um sich zu verteidigen. Und das ist es, was weitere Tragödien heraufbeschwören wird. Oder sehe ich das falsch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Tatort Dallas: Ein Attentat und das amerikanische Denken

  1. Du hast die gesamte Vorgeschichte von Polizeigewalt auf Menschen mit dunkler Hautfarbe vergessen,da gab es nämlich gleich zwei Taten innerhalb von 24 Stunden und das war die Reaktion der Bevölkerung so sehe ich das.

  2. Es gab in den Folgetagennoch weitere Anschläge auf die Polizei.

    Die Situaltion wird runtergespielt…
    Der Süder der USA steht kurz vor seinen schlimmsten Massenunruhen, seit der letzten die ein paar Jahrzehnte her sind.

    Die Medien berichten leider nicht alles.

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