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Bahnhof Würzburg - hans-dietereisbrecher CC0 via Pixabay.de Bahnhof Würzburg - hans-dietereisbrecher CC0 via Pixabay.de

Tatort Würzburg: Der Islamische Staat will die Axt geschwungen haben

In Würzburg ist ein junger Mann auf Fahrgäste losgegangen. Martialisch mit Axt und Messer. Jetzt meldet sich der Islamische Staat vielsagend zu Wort. Der behauptet nun, für den Übergriff verantwortlich zu sein. Aber mal langsam. Was ist denn eigentlich passiert? Würzburg ist ja nun nicht so die Weltstadt. Was soll denn dort passieren? Aber es lässt sich nicht wegdiskutieren, was dort passiert ist.

In Würzburg ist jemand mit einer Axt auf Fahrgäste eines Regionalzugs losgegangen. Später am Abend wurde dann bekannt, dass es sich um einen 17 Jahre alten Afghanen handelt, der das offenbar gemacht hat. Heute morgen hieß es dann vom bayrischen Innenminister Herrmann, dass in seinem Zimmer in der Gastfamilie, bei der der junge Mann kürzlich unterkam, eine selbst gemalte Flagge des Islamischen Staats zu finden war. Und dann behauptet der Islamische Staat: Jawoll, das ist auf unserem Mist gewachsen.

„Allahu Akbar“ soll der Afghane gerufen haben. „Allah ist groß“ soll das heißen. Aber eben auch vieles anderes. Aber bleiben wir mal kurz bei der weltweit bekannten Übersetzung. Die beiden Worte werden bei den täglichen Gebeten im Islam am Anfang gesagt. Und beim Ruf des Muezzins zum Gebet. Mit anderen Worten: Der Ausruf ist im Islam allgegenwärtig. Und der soll gerufen worden sein. In den Flaggen von Afghanistan, Iran und Irak ist ebenfalls der Ausruf enthalten.

Der Junge – denn nichts anderes ist er mit 17 Jahren – kam vor 2 oder 3 Jahren nach Deutschland. Zu der Zeit war er minderjährig. Wer weiß, was ihn dazu gebracht hatte, diesen Irrsinn in Würzburg zu fabrizieren. Vielleicht war das Maß voll und er mit der Situation überfordert. Vielleicht war auch irgendwas anderes der Fall. Wir wissen nicht, was eine Flucht über mehrere tausend Kilometer, der deutsche Behörden-Wahnsinn und das ständige Umziehen mit einem Teenager macht. Oder können Sie das beurteilen?

Jedenfalls denke ich nicht darüber nach, ob der Islamische Staat irgendwas damit zu tun haben könnte. Sicher: Der Junge hat eine IS-Flagge gemalt. Aber vielleicht stand ja auf der Fahne auch irgendwas anderes? Wissen wir das so genau? Vielleicht sollte man nicht vorher irgendwas zusammen urteilen. Aber bei so etwas sind wir ja immer sehr gut:

Der Ausruf + die Fahne + die Herkunft = Islamist

Vielleicht ist es auch ganz anders. Vielleicht ist er auch nur einfach überfordert gewesen. Dazu muss man aber erstmal die Vorverurteilungen bleiben lassen und objektiv ermitteln lassen. Können wir das? Wenn sich dann bestätigt, dass der Junge irgendwas mit dem Terror zu tun hatte, ist das etwas völlig anderes. Vorher allerdings bleiben wir hoffentlich erstmal entspannt. Was meinen Sie? Schaffen wir das?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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