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Firmenlogo der Unister Holding GmbH - See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons Firmenlogo der Unister Holding GmbH - See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Unister: Volle Kanne in den Sumpf

Jetzt geht es also los: Irgendwie kübeln alle möglichen Medien eimerweise Gülle über den schlimm gestrauchelten Internet-Konzern Unister aus Leipzig. Und allmählich fragt man sich, was überhaupt dort rechtlich einwandfrei ablief. Ob es nun säckeweise Anfragen an die Verbraucherzentralen sind oder irgendwelche Beschwerden von mutmaßlich geprellten Kunden: Das Unternehmen watet im Sumpf. Und das volle Kanne. Aber es geht noch weiter.

Die Unister-Story ist inzwischen reif für Hollywood. Die Firma war das Baby von Gründer Thomas Wagner. Der abgestürzte Chef soll mit einem harten Machtkampf um die Unternehmensführung zu tun gehabt haben. Um diesen zu gewinnen, soll er sogar dazu bereit gewesen sein, geltende Gesetze zu brechen. Das Geld, das er für den „Rip Deal“ nach Italien geschleppt haben soll, hätte er beim Zoll anzeigen müssen. Und das ist wohl offenbar nicht passiert. Dieses merkwürdige Geschäft war scheinbar vonnöten, da Unister gigantische Geldprobleme hatte und immernoch hat.

Der Millionen-Betrag wurde angeblich aus der Firmenkasse abgezweigt, ohne dass sonst jemand Bescheid wusste. Es heißt, dass die „Holidayreporter GmbH“ angeblich dafür herhalten sollte. Alles irgendwie höchst dubios. Und dann tappte Wagner auch noch in die Falle mit dem Falschgeld, wie ich dieser Tage schon schrieb. Und das ruinierte Unister offensichtlich gänzlich.

Zudem wurde nun auch noch bekannt, dass das Unternehmen wohl seit 2013 unter dem Einfluss von zwei Österreichern mit rechtsextremer Vergangenheit stand. Den politischen Hintergrund kannte man offensichtlich gar nicht in den Vorstandsreihen des Unternehmens. Man distanziere sich von derartigem Gedankengut. Aber irgendwie scheint das ja eine größere Rolle zu spielen, wenn so viele davon erzählen.

Bei Unister hat man offenbar alle möglichen Register gezogen, um das Unternehmen noch zu retten. Da es mit Krediten von Banken nicht mehr so richtig möglich war, musste man sich etwas einfallen lassen. Das ist alles nachvollziehbar. Vielleicht hat man sich auch nicht in jedem Fall über Anteilseigner bis ins kleinste Detail informiert. Aber das Alles wirkt sehr seltsam. Und ich möchte nicht wissen, was da noch alles bekannt wird. Das ist bestimmt noch nicht alles. Ich kann mich täuschen, aber hier könnte noch ein ganz dickes Ende folgen. Denken Sie nicht auch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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