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Firmenlogo der Unister Holding GmbH - See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons Firmenlogo der Unister Holding GmbH - See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Unister wieder profitabel?

Die ganze Unister-Tragödie findet wahrscheinlich doch ein positives Ende. Der Insolvenzverwalter der Firmengruppe gibt endlich gute Nachrichten heraus. Der einstige Star am Leipziger Firmenhimmel hat sich durch eine ganz schwierige Zeit gekämpft und zeigt nun allmählich wieder, dass man doch nicht so tot ist, wie es mancher vielleicht will. Denn einzelne Töchter schreiben wieder Gewinne. Unister kurz vor Weihnachten: das sind mal gute Geschichten.

Im Sommer stürzte unter höchst mysteriösen Umständen Gründer und Mastermind Thomas Wagner über Slowenien ab. Kurz drauf beantragte die Firmengruppe aus Leipzig die Insolvenz. Es hieß schon, dass der Konzern zerschlagen und komplett platt gemacht wird. Mancher malte den Teufel an die Wand, dass alle 1100 Beschäftigten ihre Arbeit verlieren werden. Als Blogger hat man es da nicht leicht, richtige Informationen zu finden. Also hatte ich mich vornehm zurückgehalten.

Aber nun geht es in der Reisesparte kräftig aufwärts. Flug und Touristik schreiben wieder schwarze Zahlen und befinden sich vom Ergebnis her nur noch knapp unter den Werten von 2015. Der Insolvenzverwalter Flöther hob hierbei die Arbeit der Mitarbeiter hervor. Auch wurde damit begonnen, mit Partnerunternehmen verstärkt zusammen zu arbeiten. Nachdem über ab-in-den-urlaub.de das Insovenzverfahren eröffnet wurde und dann irgendwann das Insolvenzgeld für die Mitarbeiter auslief, trägt die Tochter die Lohnkosten für die 170 Beschäftigten nun wieder selbst.

Auch die anderen Teile der Reisesparte bieten ihre Dienste wieder vollumfänglich an. Dennoch wird derzeit über einen Verkauf des Gesamtkonzerns bzw. der Töchter verhandelt. Flöther will möglichst hohe Preise erzielen, weshalb weiter umstrukturiert werden dürfte. Die Teile, die nicht zur Reisesparte gehören, sollen einzeln verkauft werden. Aber so hat der Mann wenigstens einen Plan. Direkt zu Beginn der Insolvenz waren 1100 Menschen bei Unister beschäftigt. Vor einem Monat waren es noch 850. Ein Fünftel der Stellen wurde also schon abgebaut.

Es wird sicherlich so lange dauern, bis Unister wieder in ruhigerem Fahrwasser schippert. Aber es geht zumindest wieder aufwärts. Ob dabei noch mehr Stellen abgebaut werden, ist logischerweise noch gar nicht klar. Aber Insolvenzverwalter Flöther scheint zu wissen, was er da tut. Das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht für den Dienstleistungsstandort Leipzig, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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