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Eine Zeitung vom "Leeuwarder Courant" - (C) Andrys CC0 via Pixabay.de Eine Zeitung vom "Leeuwarder Courant" - (C) Andrys CC0 via Pixabay.de

Wenn ein Ex-Pirat plötzlich auf der anderen Seite steht

Da staunten viele, als ein Ex-Pirat plötzlich bei den Medien angestellt wurde. Statt gegen ist er nun auf einmal für das Leistungsschutzrecht. Ich weiß noch, wie ich ihn hoch gelobt habe als einen der klugen Köpfe innerhalb des orangen Haufen namens Piratenpartei. Und irgendwann wurde ich von ihm bei Twitter blockiert, was mir dann schon ein wenig seltsam vorkam. Dieser Mensch wirft gerade mehr Fragen auf, als was er sie beantwortet.

Als Politiker hat man ja eine bestimmte Einstellung. Man geht in eine bestimmte Richtung. Aber irgendwie ist Herr Lauer gerade dabei, in eine völlig andere Richtung zu gehen. Hatte er am 09. Oktober 2012 noch über Twitter gefordert, dass man eine Petition gegen das „Leistungsschutzrecht für Presseverlage“ mitzeichnet, so unterstützt er nun das Leistungsschutzrecht. Klar: Er ist ja nun beim Axel Springer Verlag. Man nennt so etwas 180° Wende.

Er kommt sogar auf die Idee, Google eine „transparente Industriespionage“ vorzuwerfen. Und zwar, weil Google mit verschiedenen deutschen Verlagen eine Initiative gegründet hat und neue journalistische Inhalte entwickeln will und diese Initiative mit 150 Millionen Euro unterstützt. Lauer wettert auf den Konzern ein, weil sein Arbeitgeber sicherlich nicht mit dabei ist. Aber der wurde gefragt, ob der nicht mitmachen will. Der Springer-Konzern hat aber abgelehnt, und Lauer schimpft nun.

Wie auch immer. Ich habe keine Ahnung, wie es zu diesem Meinungsumschwung kam. Ich kann es ja auch nicht nachvollziehen, weil mich Lauer blockiert hat. Wie so viele andere seiner ehemaligen Kontakte bei Twitter. Wie ich, so hat auch sonst niemand etwas getan, was den Herrn hätte auf die Palme bringen können. Wer weiß, was ihn da geritten hatte. Es ist mir auch egal. Er soll halt allein in seiner Blase „Pferd“ twittern.

Wer weiß, vielleicht kommt er nun nicht nur mit Blockaden in sozialen Netzwerken daher. Er könnte ja auch mehr Maschinerie auspacken. Wer weiß, was da noch alles schlummert. Daher bekommt er auch keine Gesichtspalme. Sondern ich frage einfach mal meine Leser, was sie von Lauer halten.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „Wenn ein Ex-Pirat plötzlich auf der anderen Seite steht

  1. Wenn Herr Lauer gegen die Datenkrake Google opponiert, ob nun als Verlagsangestellter, als Privatperson oder als Politiker, dann ist das dennoch richtig.
    Google hat inzwischen, verursacht durch Mängel im Kartellrecht, eine so marktbeherrschende Position, dass das per se gefährlich ist und kritisch beobachtet werden muss, ggf. muss auch eingegriffen werden.
    Wenn Herr Lauer seien Position zum LSR geändert hat, sollte man sich sehr genau seine Argumente ansehen, bevor man das verurteilt. Das vornehmste Recht eines Politikers ist es nämlich, morgens aufzustehen und anderen Sinnes zu werden. Nennt sich auch freies Mandat.
    Wenn er überzeugende Argumente hat, kann ein 180°-Sinneswandel durchaus gerechtfertigt sein.
    Und dass das Sein das Bewusstsein bestimmt wusste schon Karl Marx.

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