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Frauke Petry (AfD) auf dem Parteitag 25.1.2014 in Aschaffenburg - (C) Metropolico.org CC 2.0 via flickr.com Frauke Petry (AfD) auf dem Parteitag 25.1.2014 in Aschaffenburg - (C) Metropolico.org CC 2.0 via flickr.com

Wenn Frauke Petry Farbe bekennen soll…

Wie ist das eigentlich, wenn eine Partei einen großen Wahlerfolg feiern will und die Parteivorsitzende im Fernsehen interviewt werden soll? Die läuft doch dann im Fernsehen auf und ab und lässt sich befragen und gibt ihre Meinung ab und so weiter und so fort. Nicht so Frauke Petry. Das ZDF-Morgenmagazin versucht, die sächsische Politikerin seit Montag einzuladen. Alles ohne Erfolg. Sie erschien einfach nicht. Scheut sie sich davor, Farbe zu bekennen?

Gestern mittag hielt Frau Petry die Bundespressekonferenz ab. Das hat sie – soweit ich mitbekommen hatte – souverän gemacht. Aber was ist denn mit dem Morgenmagazin? Die Morgensendung der öffentlich-rechtlichen zählt wohl nicht? Das Magazin ist nicht wichtig genug für die AFD? Gestern morgen waren sie beim ZDF eher verwirrt, da man nicht wusste, was nun eigentlich das Problem war. Heute war sie nun wieder nicht da. Scheut sie sich davor, Farbe zu bekennen?

Natürlich schlagen diverse Medien daraus gleich mal wieder Kapital. Aber ich glaube, man muss hier vorsichtig sein. Man hat schon vor vielen, vielen Jahren eine Partei ausgelacht, die dann ein ganzes Land ins Chaos gestürzt hat. Wenn man nun anfängt, Frauke Petry auszulachen, könnte sich das rächen. Und so einfach kann man es sich nicht machen.

Ist es nun also respektlos dem ZDF gegenüber, dass Frauke Petry einfach nicht beim Morgenmagazin erschien? Nachdem eigentlich aus allen etablierten Parteien irgendwelche Führungspolitiker am frühen Morgen Rede und Antwort stehen, darf man eigentlich davon ausgehen, dass die Chefin der Partei, über die am meisten gesprochen wird, in der Sendung, zu der sie eingeladen wird, auch erscheint.

Aber vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass in diesen Reihen die öffentlich-rechtlichen Sender als „Lügenpresse“ gelten. Montagmorgen konnte man es noch verstehen. Wahrscheinlich war die Nacht nach der Wahlparty der AFD etwas sehr kurz. Aber ich weiß es nicht. Aber es gibt keinen sinnvollen Grund, warum die Chefin der AFD eben nicht am heutigen Dienstagmorgen im Morgenmagazin erschien.

Statt der Chefin war der anhaltinische AFD-Spitzenkandidat André Poggenburg in der Sendung. Ist das so die neue Art und Weise, dass man einfach mal die zweite Garde zur „Lügenpresse“ schickt? So kann man das doch nicht machen. Aber das muss die Partei selbst wissen. Eben viel Vertrauen schafft das nicht. Und hier liegt dann die Vermutung nahe, dass außer Worthülsen nicht allzu viel bleiben wird. Wir werden noch viel Spaß mit der AFD haben. Aber Auslachen ist nicht angebracht.

BILD: Frauke Petry (AfD) auf dem Parteitag 25.1.2014 in Aschaffenburg – (C) Metropolico.org CC 2.0 via flickr.com

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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