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Skyline von Leipzig - mit freundlicher Genehmigung von Andreas Schmidt / Leipziger Touristik- und Marketing GmbH Skyline von Leipzig - mit freundlicher Genehmigung von Andreas Schmidt / Leipziger Touristik- und Marketing GmbH

Wenn in Leipzig rechts gezündelt wird

Leute, jetzt ist es aber mal gut. Jetzt planen Rechte einen Aufmarsch in dem ausgewiesen links gerichteten Leipziger Stadtteil Connewitz. Das wird zumindest allenthalben erzählt, wenn man so durch die Gazetten blättert. Da gibt es irgendwie eine so genannte Partei, die sich „Die Rechte“ nennt. Und die haben diesen Blödsinn vor. Und irgendwie bin ich an das Jahr 1992 erinnert, als es schon mal so etwas gab.

Anfang der neunziger Jahre war es in Leipzig so, dass sich Rechte und Linke Scharmützel geliefert hatten. So auch um Weihnachten 1992 herum. Genau weiß ich das nicht mehr. Jedenfalls fand an der Kreuzung Connewitzer Kreuz eine Art Straßenkampf statt. Es ging hoch her, und es kam zu fast bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Seitdem ist es so, dass regelmäßig das Connewitzer Kreuz in Schutt und Asche gelegt wird. Und die autonomen Gruppierungen fühlen sich auch noch im Recht. Es ist zwar ruhiger geworden, aber es kann jederzeit wieder passieren, dass an der Kreuzung einfach mal Krieg gespielt wird.

Jetzt wurde also berichtet, dass Rechtsextreme einen Aufmarsch in Connewitz planen. Stattfinden soll der Aufmarsch am 12. Dezember. An diesem Tag vor 80 Jahren wurde ein Verein namens „Lebensborn e.V.“ gegründet, der aufgrund nationalsozialistischer „Rassenhygiene“ der Erhöhung der Geburtenrate und der „reinen arischen Ehe“ dienen sollte. Außerdem wurde die „Operation Wintergewitter“ gestartet, bei der der „Kessel von Stalingrad“ durchbrochen werden sollte.

Es wirkt also so, also ob für rechte Gesinnungen dieses Datum eminent wichtig ist. Und so wollen die Rechten vom Alexis-Schumann-Platz zur Eichendorffstraße marschieren. Sie wollen also den „Boulevard of Broken Dreams“ namens Karl-Liebknecht-Straße entlang latschen. Das Ganze läuft wohl unter „Für Frieden und Völkerfreundschaft“ als Motto. Allerdings geht es um die kruden Theorien rund um eine angebliche Besetzung Deutschlands. Außerdem werden radikale Palästinenser, der syrische Machthaber Assad und die griechischen Neonazis „Goldene Morgenröte“ unterstützt.

Meine Meinung ist, dass das ziemlich böse enden kann. Denn wo Rechtsextreme aufmarschieren, sind Linksextreme nicht weit. Und nachdem Connewitz als das Wohnzimmer der Autonomen angesehen wird, wird wohl eine linksextreme Masse gewalttätig gegen die rechten Spinner auftreten. Man kann hier nur davor warnen, dass diese Versammlung / Kundgebung / Demonstration einfach so genehmigt wird. Aber wahrscheinlich wird das niemanden interessieren.

Ich nehme an, dass die Extremisten dieses Landes wieder eine Art Straßenkampf veranstalten werden. Wenn sie meinen, dass sie die Stadt beschädigen müssen, dann müssen sie es eben machen. Aber irgendwann werden sie wohl hoffentlich mal mit Konsequenzen konfrontiert werden. Rechte wie Linke. Was erreicht wird, ist eine sinnlose und unnötige Konfrontation. Und darunter werden hauptsächlich Anwohner, Händler und Kneipiers leiden.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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