Arbeitszwang und Sanktionen im Sinne von Professor Wolfgang Franz

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Sehr geehrter Leser,

wieder einmal schickte sich ein Experte an, am Hartz IV herum zu diskutieren. Meine Meinung habe ich ihm per Email geschickt. Hier der Text:

Sehr geehrter Herr Prof. Franz,

hiermit nehme ich Bezug auf einen Artikel des Internetportals des Nachrichtensenders n-tv: http://bit.ly/dmGPp0

Ich weise Sie in diesem Zusammenhang darauf hin, dass diese Email in meinem Blog und über sowie in diversen Internet-Communities erscheinen wird.

Sie fordern, die Leistungen nach SGB II drastisch zu kürzen, im Gegenzug dazu die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Bezieher zu erhöhen.

Ich möchte Ihnen gern die Situation meiner Familie beschreiben und Sie auffordern, darauf zu reagieren.

Ich arbeite im telefonischen Kundendienst in Dessau, wohne allerdings in Leipzig. Dies bedeutet für mich eine tägliche Fahrt von ca. 160 km. Meine Frau ist Bezieherin von Leistungen nach SGB II. Zu meiner Familie gehört auch noch meine dreijährige Tochter.

Glauben Sie mir, dass meine Frau sich um Arbeit bemüht. Stellen Sie sich aber ruhig die Frage, ob dies in einer Region mit ca. 25% Arbeitslosenquote so die einfache Aufgabe ist. Arbeitgeber haben hier in der Region die komfortable Situation, zwischen unzähligen Bewerbern auszuwählen. Glauben Sie ernsthaft, dass eine Frau, die nicht vollständig gesund ist und noch dazu junge Mutter und dadurch einige Zeit aus dem Berufsleben ist, mir nichts – dir nichts einen Arbeitsplatz bekommt?

Wenn Sie glauben, dass dies so einfach ist, dann tauschen Sie doch einfach mit uns und beweisen Sie es.

Haben Sie völlig den Beug zur Realität verloren? Niemand bezieht gern diese Leistungen, jeder möchte gern arbeiten. In dieser wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation, in der junge Mütter auf dem Arbeitsmarkt nichts mehr verloren haben, ist dies allerdings ein frommer Wunsch.

Darum fordere ich Sie hiermit auf, Ihre Weisheiten zu revidieren oder den Bedarfsgemeinschaften zu beweisen, dass diese Forderungen von Ihnen keine weltfremden Träume sind.

Antwortmöglichkeiten:

• Per Email-Antwort -> Ihre Antwort erscheint in meinem Blog
• Per Twitter -> Ihre Antwort erscheint als Kommentar zu diesem Artikel
• Als Kommentar auf meiner Webseite

Ich bin gespannt, ob sich der Herr Profesor meldet.


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1 Kommentare.

  1. Leider habe ich keine Antwort erhalten. Darum habe ich eben den guten Herrn Professor mal erinnert.

    Henning Uhle

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