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Capitol in Washington, Sitz des Kongresses der USA - (C) Nemo CC0 via Pixabay.de Capitol in Washington, Sitz des Kongresses der USA - (C) Nemo CC0 via Pixabay.de

Abgrundtiefe USA

Man darf die begonnene Debatte nicht verstummen lassen. Was in den letzten Tagen durch Edward Snowden bekannt wurde, muss jedem Menschen im Gedächtnis bleiben. Es muss immer wieder daran erinnert werden, dass hier weltweit Grundrechte verletzt wurden.

Die USA haben sich über unterschiedlichste Rechte hinweg gesetzt. Mit der NSA wurde Big Brother in seiner schauerlichsten Form real. Und darum muss man immer wieder über den PRISM-Whistleblower Snowden offensiv reden, schreiben und diskutieren.

Was die NSA vor dem Deckmäntelchen der angeblichen Terrorismus-Bekämpfung gemacht haben, zeigt die Abgründe auf, in denen sich die USA befinden. Die US-Behörde ist dazu in der Lage, weltweit jedes Telefonat und jeglichen Internet-Verkehr abzuhören und mitzuschneiden. Offenbar wurde das auch beherzt durchgezogen. Und Ed Snowden hat genau das an die Öffentlichkeit gezerrt. Und dort muss es auch bleiben.

Snowden wird zurzeit gesucht. Er ist praktisch über Nacht zum Staatsfeind Nr. 1 geworden. Dabei hat er nichts schlimmes gemacht, er hat nur die Bevölkerung aufgeklärt. Und wenn nur die Hälfte davon stimmt, was er da veröffentlicht hat, dann sind die Herrscher von China, Nordkorea und dergleichen Waisenknaben gegenüber der US-Regierung. Abgründe tun sich auf, wenn man Berichte liest, was die NSA alles getan hat, um die eigene Bevölkerung bzw. die Menschen in anderen Ländern abzuhören und auszuspionieren.

Da wurde der amerikanische Telekommunikationsriese Verizon angewiesen, Telefondaten aller seiner Kunden täglich an die “National Security Agency” (NSA) zu übergeben. Ja, nur die Nummer, die Dauer und so etwas. Aber schon allein das ist datenschutzrechtlich sehr zweifelhaft. Das läuft alles unter dem Schlagwort „Patriots Act“. Und darüber hat Blogger Glenn Greenwald im Guardian geschrieben, wie der Amerika-Report aufzeigt.

Und damit war der Weg frei für Edward Snowden, dass alle Informationen ans Licht kommen. Inzwischen befindet er sich auf der Flucht. Und es würde mich nicht wundern, wenn ihn eine drastische Strafe erwartet, wenn er denn gefasst werden sollte. Die amerikanischen Abgründe sind aber jetzt in der Öffentlichkeit. Und das könnte durchaus zum ernsthaften Problem für die Obama-Administration werden, wie ich gelesen habe.

Damit befindet sich Ed Snowden mit seinen inzwischen im Internet als „PRISM-Leaks“ bezeichneten Veröffentlichungen in trauter Gesellschaft mit Bradley Manning mit seinen Wikileaks. Beides zeigt, wie schlimm es um Uncle Sam steht. Die USA treten immer mehr die Grundrechte mit Füßen. „Das Land der Freien und die Heimat der Tapferen“, wie es in der Nationalhymne heißt, zeigt sich hier mit seinem wahren Gesicht. Diese Fratze wurde erst durch Osama bin Laden und Co. so gezimmert, aber man macht es durch solche Aktionen, wie sie die NSA durchführt, nicht eben besser.

MMNews hat einen Kommentar der Mainzer Allgemeinen Zeitung veröffentlicht. Und den kann ich so unterschreiben, wie er dort veröffentlicht ist. Denn es ist leider so, dass sich in den USA Abgründe auftun, selbst wenn nur ein Teil von dem stimmt, was Snowden da veröffentlicht hat. Und das ist das Letzte.

Bildquelle: Capitol in Washington, Sitz des Kongresses der USA – (C) Nemo CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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