Blitzer: Die unterschätzten Gefahren der Straße

Ich habe mich über eine Nicht-Nachricht einer Zeitung aufgeregt und erzähle im Abwasch der Woche davon. Es geht um Blitzer, die Dinger, die fotografieren. Da gibt es in Leipzig einen „gefährlichen“ dieser Artgenossen. Und über den müssen wir uns mal eben unterhalten. Es nützt ja nichts, denn ich habe da etwas gelesen, was mich einfach mal aufregt.

Wozu gibt es Blitzer?

Blitzer haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, keine Frage. Es geht ja darum, dass die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit kontrolliert wird. Und das kann nun einmal maschinell – also mit Blitzern – besser gemacht werden als mit Polizisten. Zumal sich ja irgendwer etwas mit den Höchstgeschwindigkeiten gedacht hat, oder?

Diese Gerätschaften werden in verschiedenen Ausführungen eingesetzt. Mir geht es um die stationären Säulen, die immer mehr um sich greifen. Die sollen wohl genauer und zuverlässiger sein. Das wäre gar nicht so etwas dummes. Denn wir erinnern uns noch an die Lacher über die Oma, die mit dem Rollator geblitzt worden sein soll.

Wahr oder nicht: Die früheren „Starenkästen“ wiesen teilweise enorme Probleme auf. Das sollte mit den Säulen anders werden. Und das halte ich auch für richtig. Niemand will zu Unrecht Strafen bezahlen. Und das haben sie wohl hinbekommen, indem diese neuen Gerätschaften überall in die Landschaft gebaut wurden.

Gefährlicher Blitzer! Nehmt euch in Acht!

Vom Norden her führt die Maximilianallee nach Leipzig. Die ist Autobahnzubringer. Und dort gab es immer Debatten über dieses Gerät. Irgendwann war der weg. Nun aber ist er wieder da. Schweißperlen tropfen Autofahrern von der Stirn. Der komplette Individualverkehr wird in Angst und Schrecken versetzt. Denn die ehemals größte Zeitung der Region kam damit um die Ecke, dass der „gefährliche Blitzer“ zurückkehren würde.

Ehrlich: Was ist an einer Anlage zur Geschwindigkeitsmessung gefährlich? Gefährlich sind doch eigentlich nur die Idioten, die an der unübersichtlichen Stelle an der Maximilianallee schneller als die vorgegebenen 50 km/h fahren. Oder liege ich da falsch? Was hat denn da Jenoptik für ein Teufelszeug entwickelt? Solche Fragen stellt man sich bestimmt, wenn man nur in der Überschrift von gefährlichen Blitzern liest.

Diese Geräte sind bestimmt bewaffnet. Vielleicht springen sie auch von Zeit zu Zeit auf die Fahrbahn und erschrecken „Temposünder“. Wie dem auch immer sei: Dieser Blitzer gehört zu den erfolgreichsten Geräten in Deutschland. Ich schrieb ja eingangs, dass der an der Maximilianallee steht. Stadteinwärts, wenn man von der Autobahn kommt. So empfängt Leipzig also seine Gäste.

Alibi-Bremser sind die eigentliche Gefahr

Ich fuhr schon längere Zeit dort nicht mehr lang. Das liegt auch daran, weil dort seit einiger Zeit eine Baustelle ist. Außerdem habe ich dort nicht viel zu tun. Aber ich denke trotzdem, dass man den Blitzer von weitem sieht. Also bremst man ab, passiert die Säule und drückt dann wieder aufs Gas. So geht es dann mit Beschleunigung in eine Rechtskurve in ein Gewerbegebiet und an eine Ampel. Das ist die eigentliche Gefahr.

Dafür kann der Blitzer nichts. Dennoch halten viele diesen Blitzer für reine Abzocke. Und tatsächlich kann man sich des Eindrucks nicht verwehren. Eigentlich sollten diese Anlagen an neuralgischen Punkten stehen: An Schulen zum Beispiel. Dort fehlen sie aber meistens. Dafür fotografiert man aber die Besucher der Messestadt.

Ich habe eine Schule auf dem Weg zur Arbeit. Vor der Schule ist Tempo 30. Seitdem das so ist, habe ich einmal ein Auto mit Blitzer erkannt. Sonst stand da nichts. Und am Freitag stand auf einmal ein Krankenwagen da. Hier halte ich einen solchen festen Blitzer für sinnvoll. Aber doch an keiner Einfallstraße, die den Verkehr aufgrund der Bauform ausbremst. Aber was weiß ich denn schon?

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