Der Gaza-Israel-Konflikt im Internet

Es ist schon erstaunlich: Da finden schon kriegerische Handlungen im Nahen Osten statt. Und diverse Funktionäre auf Seiten der Palästinenser und der Israelis fluten Twitter. Man kann eigentlich nur den Kopf schütteln.

Wie dieser Konflikt eigentlich angefangen hat, weiß ich gar nicht so richtig. Es ging wohl um die Tötung eines ranghohen Funktionärs der Palästinenser im Gaza-Streifen. Irgendwie ist die Sache nun unheimlich eskaliert. So hieß es gestern, dass die israelische Armee wohl um die 75000 Reservisten einziehen wollte.

Derweil findet ein weiteres Bombardement im Internet statt. Das ZDF erzählt davon, dass sich @idfspokesperson und @alqassambrigade, also zwei Accounts bei Twitter, eine wahre Nachrichtenschlacht liefern. Jeder verkündet seine Version der angeblichen Wahrheit. Jeder will besser wissen, was da gerade an der Ostküste des Mittelmeers los ist. Und ich vermute mal, man kann niemandem von beiden trauen.

Es gibt wohl kaum neutrale Stimmen, wenn man so die Berichte im Internet verfolgt. Und das ist schlimm. Denn wie will man sich denn eine eigene Meinung bilden? Irgendwie erinnert der gerade tobende Konflikt ganz stark an die Olympischen Spiele vor 40 Jahren, als Palästinenser und Israelis sogar dieses Sportereignis in München für ihre kämpferischen Handlungen nutzten.

Wo bekommt man denn nun ein Bild her, was schildert, was da genau los ist? Wer hat denn nun Recht? Die Leute im Gaza-Streifen? Die Israelis? Beide? Keiner? Jeder wirft halt mit Großmunition um sich, wie er gerade lustig ist. Und dabei darf man die fragile Situation der angrenzenden Länder Ägypten und Syrien nicht vergessen. Und was ist eigentlich mit dem Iran, der ein gesteigertes Interesse an einem geschwächten Israel hat?

Also eine sehr schwer zu beurteilende Lage, bei der auch noch etliche Leute Sachen behaupten, die vermutlich nicht so geschehen sein können. Die Gemengelage ist derart kompliziert, dass man gar nicht weiß, ob man sich jetzt um eine Gesamtstabilität am Ostufer des Mittelmeers sorgen sollte.

Und das ein paar Wochen vor Weihnachten. Irgendwie könnte das dieses Jahr für Andachten in Bethlehem und so nicht besonders gut ablaufen.

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2 Kommentare

  1. Der erste „Mensch“, der eine willkürliche Grenze zwischen den Menschen gezogen hat („ich Jude — Du Muslim!“), hat ein noch schlimmeres Verbrechen begangen als jener Rousseausche „Mensch“, der zum Zwecke seines Landbesitzes einen Pflock in den Erdboden gerammt hat…

    Ohne Juden hätte es keine Faschisten gegeben – wenn die „Juden“ früh genug gemerkt hätten, dass der Begriff „Jude“ lediglich eine willkürliche soziale Grenzziehung ist und es eigentlich keine „Juden“ gibt.

    Das erfolgreichste Mem (Ideologie) aller Zeiten war die „jüdische Kultur“, denn von ihr hängen alle heutigen Ideologien ab: Christen, Muslime, Protestanten, Kapitalisten, Marxisten, Nazis, Hollywood etc. – und keiner merkt, dass er ein Sklave dieser 3000jährigen jüdischen Tradition ist.

    Darum: Durchbrecht diesen jahrtausendealten Teufelskreis und seid nicht mehr die Sklaven dieser „jüdischen Tradition“ und „Schriftgläubigkeit“: Juden > Christen > Kapitalisten > Kommunisten > Nazis > …
    Ach wie schön war doch noch die Steinzeit: keine Ländergrenzen, keine Parteien, keine „Nationen“, keine „Identitäten“, kein „wir Juden“, keine „die Deutschen“, kein „unser Volk“, kein „Reich“, etc.
    Die stärkste Waffe war offensichtlich schon immer die Torah (= 5 Bücher Mose), Bibel und Koran (die alle letztlich von Moses abhängen): diese Bücher bzw. Waffen haben schon Milliarden von Opfern gefordert („Juden“ => „Christen“ => „Muslime“) und damit weit mehr als alle Atombomben dieser Welt zusammen.

    Geil also, wenn nun die Apokalypse im Nahen Osten beginnt…

    PS: Ich bin schon längst unterwegs — und perfekt im Zeitplan…

    1. ein interessanter Kommentar. Deshalb habe ich ihn freigeschaltet. Natürlich gab es eine – sagen wir mal – Urreligion. Aber hat das nun wirklich etwas mit dem aktuellen Konflikt zu tun? Ich habe so meine Zweifel.

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