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Der Umweltbetrug im FIFA Worldcup 2014 Taumel

Ich habe ja die alles entscheidende Frage gestellt, was wohl die deutsche Politik während der Fußball-Weltmeisterschaft durchprügeln will. Und ich hatte auch die eine oder andere Idee geäußert. Wenn ich aber die Nachrichtenlage richtig sortiere, dann bekommt es Deutschland mit einem abgesegneten Betrug an der Umwelt zu tun. Darüber müssen wir reden, oder?

Ich denke, zu dieser Fußball-Weltmeisterschaft brauchen wir nicht so sehr damit zu rechnen, dass die deutsche Politik dem deutschen Michel in die Tasche greift, während dieser seine Vuvuzela malträtiert. Ich denke, in diesem Jahr geht es um die Umwelt. Ich denke, mit Absegnung von Sigmar Gabriel als Bundeswirtschaftsminister wird das Erdreich instabil gemacht. Fracking soll legalisiert werden.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet darüber, dass die Bundesregierung noch vor der parlamentarischen Sommerpause den höchst umstrittenen Abbau von Schiefergas erlauben will. Man schiebt dabei vor’s Loch, dass man angeblich vom russischen Erdgas abhängig sei, was ja in unerreichbare Ferne rücken könnte, wenn die Krise in der Ukraine anhalten sollte.

Gabriel erzählt zwar einen davon, dass es eine Unverträglichkeitsprüfung geben soll und Fracking in Wasserschutzgebieten verboten sein soll. Aber wer glaubt denn das schon? Warum solche wichtigen Entscheidungen dann getroffen werden sollen, wenn ganz Deutschland siegestrunken beim Public Viewing feiert, ist klar: Das Volk ist abgelenkt.

Ad sinistram“ vergleicht richtigerweise zwei Floskeln miteinander. Die Legalisierung von Fracking wurde ja „noch vor der Sommerpause“ angekündigt. Und das heißt nun einmal nichts anderes als „während der WM, ihr Deppen“. Und der Blog zitiert den „Schwarzwälder Boten“ mit den Worten, dass etwas Ablenkung gut tut. Und zwar die Ablenkung von wirklich wichtigen Dingen, die auch den deutschen Jubel-Michel betreffen werden. Da ist Fracking „nur“ eine Komponente.

Auch „Eloquent Positions“ beschäftigt sich mit der Fracking-Entscheidung unter dem WM-Nebel. Sie werden vielleicht denken, dass das alles unmöglich und undenkbar ist. Dann lege ich Ihnen aber mal den Artikel des Blogs ans Herz. Die WM wird als große Nebelkerze benutzt.

Jetzt läuft bei mir das ARD-Morgenmagazin. Man sprach eben über den russischen Gashahn, der zugedreht wurde. In 2, 3 Sätzen wurde darüber philosophiert, dass Russland der Ukraine kein Gas mehr liefert, die Transit-Pipelines in Richtung Europa aber nicht betroffen seien. Das war alles. Kein Wort zu Fracking. Klar, man muss ja wieder 10, 15 Minuten pro halber Stunde über die WM berichten.

Nochmal, wie bereits erzählt: Ich bin Fußball-Fan, und ich schaue mir selbstverständlich Spiele an. Aber ich lasse mich deshalb nicht davon ablenken, dass sich die Welt weiterdreht. Man muss das Thema Fracking auch in den Medien thematisieren. An welchen Salathaufen sich nun eine Schildkröte bewegt, hilft da nicht sonderlich weiter.

Da passt es nebenbei gut ins Kontor, dass die ZEIT darüber schreibt, dass die USA dank des Frackings so viel Öl produzieren wie noch nie. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Aber wer erzählt etwas über die Risiken? Es sind ja nicht „nur“ die Schäden für das Grundwasser, die jederzeit auftreten können. Es ist auch so, dass das Erdreich unsicher wird.

Hat nicht irgendwo in Deutschland neulich die Erde gebebt, was man auf sonstwas zurückgeführt hat, was aber trotzdem mit Probeübungen zum Thema Fracking im Zusammenhang stehen kann? Man macht ja nicht mal Halt vor der deutschen Badewanne, nachdem man vor ein paar Tagen – pünktlich zu Beginn der Haupt-Urlaubszeit – bei Barth am Barther Bodden an der Ostsee wieder mit dem Fracking angefangen hat, wie das Wall Street Journal berichtet.

Mecklenburg-Vorpommern hat das Fracking also abgesegnet. Nun soll es bundesweit die Gnade Gabriels erfahren. Es ist dabei völlig egal, welche Konsequenzen für Mensch, Tier und Umwelt drohen. Hauptsache, die Konzerne können ihre Gewinne erwirtschaften. Und das Alles soll dem deutschen Michel einfach mit einverholfen werden, während Thomas Müller Tor um Tor schießt. Brot und Spiele! Prost!

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Der Umweltbetrug im FIFA Worldcup 2014 Taumel”

  1. Wie bitte was??? Seit wann wird mit Fracking Öl gefördert???? Gas ist in den USA so billig, weil es als Nebenprodukt der Ölförderung anfällt und NICHT weil Fracking so billig ist!!! Was ist mit der Zeit los??

    Danke für den Backlink und die Erwähnung im Artikel.

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