Der Venustransit der vergangenen Nacht

In der Nacht vom 05. Juni auf 06. Juni 2012 kam es zu einem atemberaubenden Himmelsereignis, über das wahrscheinlich noch lange Zeit diskutiert werden wird. Es fand der Venustransit statt.

Die Venus

Wenn man in der vergangenen Nacht von der Venus sprach, dann eher nicht von der Liebesgöttin der griechischen Mythologie. Man spricht vom drittkleinsten Planeten unseres Sonnensystems. Der Planet ist erdähnlich und ist auch fast so groß wie unser Heimantplanet. Der Planet verfügt aber über eine völlig andere Atmosphäre.

Die Venus ist das hellste Objekt am Nachthimmel oder am Abendhimmel nach dem Mond. Da sie am bestens morgens oder abends sichtbar ist, aber eben nie direkt um Mitternacht, wird sie auch Morgen- bzw. Abendstern genannt.

Der Transit

Vom Venustransit ist die Rede, wenn sich die Venus von der Erde aus gesehen vor die Sonne schiebt. In regelmäßigen Abständen von 8, 105.5, 8, und 121.5 Jahren findet dieses Ereignis statt. Der Transit an sich ist in etwa so etwas wie eine Sonnen- oder Mondfinsternis.

Der Transit kann nur rund um den 07. Juni und rund um den 08. Dezember stattfinden. Zu diesen Daten nur befinden sich die Venusbahnknoten von der Erde aus gesehen vor der Sonne. Und in der vergangenen Nacht war es nun also soweit. Leider hat in Deutschland das Wetter nicht mitgespielt. Bedeckter Himmel verhinderte einen guten Blick auf das Schauspiel.

Da der Transit wie eben geschildert recht genau vorhergesagt werden kann, existiert in der Wikipedia eine Übersicht zur Sichtbarkeit des Ereignisses:

Venustransit - Globale Ansicht - gemeinfrei von der NASA by Wikimedia Commons
Venustransit - Globale Ansicht - gemeinfrei von der NASA by Wikimedia Commons

Die NASA verfolgt den Venustransit vom Observatorium auf Hawaii aus. Wie Sie aus der obigen Karte entnehmen können, ist dort der beste Blick. Und um 04.40 Uhr habe ich von der NASA folgenden Screenshot angefertigt:

Venustransit - Live Screenshot von nasa.gov
Venustransit - Live Screenshot von nasa.gov

Der kleine Punkt rechts unten, das ist die Venus. Sie wandert praktisch in der unteren Hälfte zwischen Sonne und Erde vorbei. Und wie gesagt, man kann durch die dicke Wolkendecke über Deutschland dieses Ereignis leider nicht allzu gut von hier aus beobachten. Aber mithilfe der NASA kann man sich ein sehr gutes Bild machen, wie das Ereignis vonstatten geht.

Der nächste Transit übrigens findet am 11. Dezember 2117 statt. Sie sollten sich diesen Termin merken, im Dezember ist der Himmel meist klarer. Wenn Sie nicht selbst teilnehmen können, was wohl den meisten so gehen wird, dann sollten Sie Ihren Nachfahren beizeiten davon erzählen.

Informationsquellen:

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