Diabetes: Der Blutzucker ist an allem schuld

Ich war dieser Tage bei einem so genannten Checkup. Und bei dem hat meine Hausärztin festgestellt, dass ich jetzt also Diabetes haben soll. Joar, kann man mal so mitnehmen. Ich bin schließlich über 50 und habe Übergewicht. Noch dazu hocken wir Bildschirmarbeiter eh nur vor der Kiste, ohne uns zu bewegen. Ich bin dann also mal selbst schuld. Kann sein, kann nicht sein, ist mir wumpe. Fakt ist jedenfalls, dass ich nun eine Diagnose für so einiges habe. Ja, Freunde, der dicke Onkel ist gebrechlich. Oder so.

Oh Gott, ein Diabetes!

Ich war neulich bei meiner Hausärztin. Eigentlich treibe ich mich da nur rum, wenn es mir wirklich schlecht geht. Das kann man jetzt halten wie ein Sieb, ob es einem wirklich schlecht geht, wenn man pausenlos müde ist, Unmengen an Wasser in sich rein kippt und dicke Füße hat. Da ich so gar nicht mehr munter wurde und meine Füße nicht mehr abschwollen, habe ich mich dann doch gesorgt und habe mich mal mit meiner Hausärztin unterhalten.

Sie meinte, dass es ja mal wieder an der Zeit wäre, ein Labor zu machen. Mir wurde also Blut abgezapft, was dann analysiert wurde. Jaja, wir müssen uns nicht über meinen Blutdruck unterhalten, der ist schon ein wenig erhöht. Nicht viel, aber es ist halt schon über dem, was meine Hausärztin an Wert gut finden würde. Und so war das halt auch beim Blut. Der Cholesterin-Spiegel ist etwas zu hoch, und gleiches gilt für den Blutzucker-Spiegel.

Das sind alles keine besorgniserregenden Werte. Ich werde also nicht demnächst verschieden sein. Aber es ist halt schon ein Diabetes, der ernst genommen werden muss. Nur, um das klar zu sagen: Mein HbA1c-Wert liegt bei 6,2% und soll wohl in Richtung 5,7% gesenkt werden. Ab 6,5% spricht man überhaupt erst von einem Diabetes. Nur, damit wir das eingeordnet haben. Deshalb machen wir das jetzt auch nicht medikamentös, sondern ganz anders.

Dr. Google ist kein Ratgeber

Natürlich ist es so, dass man dann gleich mal guckt, ob der anfängliche Diabetes an dem einen oder anderen Gebrechen schuld ist. Und dann recherchiert man also. Allerdings hatte ich mich ja vorher schon mit meiner Hausärztin ausgetauscht. Meine ganzen Kleinigkeiten können durchaus mit dem erhöhten Blutzuckerspiegel zusammenhängen. Sie wurde ja hellhörig, als ich ihr von meiner Müdigkeit, meinem Durst, meinen geschwollenen Füßen und so erzählt hatte.

Das sind nun mal laut meiner Hausärztin die allergrößten Hinweise darauf, dass irgendwas mit dem Blutzucker nicht stimmt. Bei der Auswertung der Laborwerte war es dann klar, dass das schon zusammengehört. Es ist ja zum Glück noch kein richtiger Diabetes, aber die Anzeichen sind halt klar. Die ganzen Wortmeldungen bei „Dr. Google“ kannst du dabei nur halb ernst nehmen. Dann doch lieber der Hausarzt. Die kennen ja meistens auch ihre Pappenheimer.

Stress als Auslöser

Wer hier schon lang mitliest, weiß, dass es durchaus mal eine ganz böse Zeit in meinem Leben gab. Ungefähr hier hatte ich die Anzeichen gehabt. Und das ging dann weiter, bis ich letzten Endes hier gelandet bin. Auch da war ich froh, dass es doch nicht so schlimm war. Aber seitdem bin ich vorsichtig. Jedenfalls ungefähr zu der Zeit muss es begonnen haben. Vorher war viel beruflicher und seelischer Stress und dazu die Überlastung durch Social Media, ab dem Zeitpunkt sind es halt die Probleme.

Der Bluthochdruck ist seitdem nur geringfügig heruntergegangen. Ich habe aber wenigstens nicht mehr diese massiven Spitzen. Damals hatte ich eine Langzeitmessung, die mir zeigte, dass ich selbst in der Nacht zum Teil über 200 Blutdruck hatte. Gleichbleibend etwas erhöht ist zwar nicht schön, aber wenigstens nicht besorgniserregend. Und seitdem achte ich peinlich genau darauf, was mir gut tut und was nicht. Und so wird das auch mit dem anfänglichen Diabetes.

Was kommt jetzt?

Ey, wir leben alle viel zu ungesund. Wer etwas anderes behauptet, ist entweder was besonderes oder lügt anderen in die Tasche. Jedenfalls will ich mit meinem Gewicht runter. Ich bin jetzt bei geschlagenen 165 kg. Jaja, so hab ich auch geguckt. Reingehauen hatte meine lange Erkältung / Infektion oder was auch immer das Ende letzten Jahres war. Ich hab es schlicht und ergreifend „verlernt“, mich regelmäßig zu bewegen.

Darüber hinaus haben wir viel zu gut gelebt. Wenn es doch aber auch so schmeckt… Nein, das haben wir völlig falsch angegangen. Wir werden daher besser auf unsere Ernährung achten und was wir wann essen. Und wir werden uns mehr bewegen. Wir haben ja eine Schwimmhalle bei uns ums Eck. Warum soll man die nicht nutzen? Und was spricht gegen einen Heimtrainer oder sowas?

Klar, ich könnte mir ein Fahrrad kaufen. Aber das ist ja oftmals richtig gefährlich hier in der Gegend. Und wenn ich wegen meinen Knien nichts machen kann, wäre das auch doof. So ein Heimtrainer wäre ja quasi immer verfügbar. Also wäre das doch eigentlich eine Option. Jedenfalls ist es mein Plan, diesen bekloppten Diabetes einzufangen, bevor er richtig loslegt. Und das Gute ist: Meine Frau macht da mit.

Einfach mal weitersagen

7 Gedanken zu „Diabetes: Der Blutzucker ist an allem schuld“

  1. @henning-uhle.eu Ohne unverschämt klingen zu wollen – falls „wumpe“ überwunden werden kann und soll: Ketogene Ernährung versuchen. Bedeutet eine komplette Umstellung der Ernährung von auf Kohlenhydrate basierte Nahrung (Zucker) hin zu Fett als Energielieferant. Viel Glück!

  2. Au weia … keine erfrischenden Neuigkeiten. Dann wünsche ich dir ganz viel Erfolg dabei, deine Pläne umzusetzen. Aber ist doch prima, wenn deine Frau mitmacht. Passt auf euch auf…

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  3. Schwimmen ist bei Übergewicht immer eine gute Möglichkeit, um Kilos zu verlieren, ohne dass du deinen Körper zu sehr belastest.

    Bei Hometrainer bin ich immer etwas skeptisch. Ich habe schon öfters gehört, dass Leute sich so ein Gerät angeschafft haben und es nach einem halben Jahr in der Ecke stand. Deshalb solltest du dir bei einem Kauf wirklich sicher sein, dass du ihn regelmäßig nutzt.

    Ich bin ja Läufer, aber bei hohem Übergewicht kann ich das nicht empfehlen. Du solltest erst mal unter die 100 Kilogramm kommen. Dann könntest du damit anfangen. Falls du überhaupt Interesse daran hast.

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  4. 15 Kilo weniger (nicht Hauruck, sondern gemächlich durch bessere Ernährung) haben mir viel gebracht (von 86 runter auf 70 bei 162), ebenso das Krafttraining im FitnessCenter). Bessere Werte wo man hinsieht… ABER ich erlebe auch Zeiten des Rückschlags, in denen ich leichtsinnig werde und allzu oft wieder begeistert „leere Kolehydrate“ (und süße Dinge) verschlinge – zum Glück noch ohne große Auswirkungen in Sachen Gewicht. „Werte“ lass ich erst wieder messen, wenn ich wieder ne Zeit lang vernünftig esse – was ja nicht SCHLECHT ist, nur etwas mehr Arbeit macht, wenns gesund UND GUT sein soll!
    Nachts „über 200“ Blutdruck ist aber schon mehr als nur „Gleichbleibend etwas erhöht“. Bei einem früheren Freund von mir hat man BEILÄUFIG (wegen anderem beim Arzt) einen 220er Blutdruch gemessen – und ihn sofort in KH eingeliefert!

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