Die Kriegspropaganda des Bundesgaucklers

Die gestrige Rede von Bundespräsident Gauck sorgt immer mehr für Aufsehen. Nicht nur das Internet – also die so genannte Netzgemeinde – regt sich kollosal über die Ausdünstungen auf, auch Teile der politischen Elite findet diese Rede eine Frechheit.

Katja Kipping - offizielles Pressefoto - Quelle: katja-kipping.de

Ich bin kein sonderlich großer Fan der Partei DIE LINKE. Noch viel weniger bin ich Fan des Springer-Organs DIE WELT. Trotzdem muss ich auf beide einmal eingehen. Das Nachrichtenblatt – oder so ähnlich – hat sich gestern mit der Chefin der Linken, Katja Kipping beschäftigt. Was die sagte, finde ich – nun ja – recht bemerkenswert.

Jeder der roten Partei, den man gestern durch die Medien schleifte, hat den Menschen im höchsten Amt des Staates kritisiert. Und zwar wegen dem, was er da vor der Führungsakademie der Bundeswehr vom Anker gelassen hatte. Und da die LINKE strikt pazifistisch daher kommen will, mussten sie sich natürlich dazu äußern.

In einer DAPD-Meldung, die bei der WELT zu finden ist, lässt Katja Kipping verkünden, dass Gauck die Auffassung vertreten würde, Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen würden das Führen von Kriegen unter Beteiligung der Bundeswehr rechtfertigen. Wie ich ist sie der Meinung, dass Gauck Werbung für Kriegseinsätze machen würde. Laut der Meldung sprach sie direkt von „Kriegspropaganda“.

Militärische Gewalt zur Gewaltbekämpfung gehöre wohl in die Diskussion in der Mitte der Gesellschaft. Vor allem aber die Diskussion über Auslandseinsätze muss in die Mitte der Gesellschaft gebracht werden. Völlig richtig stellt sie fest, dass solche Fragen nicht allein einer kleinen elitären Gruppe vorbehalten bleiben darf.

In der Meldung in der Welt ist dann noch die Rede davon, dass sich die Bevölkerung zu lang um eine offene Diskussion um Bundeswehr-Auslandseinsätze gedrückt hätten. Schließlich würde man sich als Zivilist die „Entbehrungen“ in Einsätzen nicht vorstellen können, so soll Gauck erzählt haben. Und führte wieder einmal die deutsche Geschichte an.

Katja Kipping hat völlig richtig erkannt, dass die Diskussion offen geführt werden muss. Gerade, was diesen Gauck angeht, darf man schon lang nicht mehr alles als gegeben hinnehmen. Ich habe keinerlei Verantwortung für irgendwelche Untaten, die vor meiner Zeit stattgefunden oder begonnen haben. Und so sehe ich mich auch nicht in irgendeiner Verantwortung. Insofern geht mir die ständige Mahnerei des Pfaffen nur noch auf die Nerven.

Gauck sollte sich von allem, was mit Öffentlichkeit zu tun hat, fern halten. Wenn er schon A sagt (also mehr Auslandseinsätze fordert) muss er auch B sagen (also auf die vielen gefallenen Soldaten hinweisen). Alles andere ist unnützes Gewäsch. Und damit schafft er ganz sicher keine offene und faire Diskussion über Auslandseinsätze.

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