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Die unmissverständliche Gauckophonie der Qualitätsmedien

Qualitätsmedien gibt es ja viele. Einige davon gehören zum Medienkartell Bertelsmann-Springer-WAZ. Und diese Qualitätsmedien stimmen in einen seltsamen gauckophonen Singsang ein. Eine kurze Bestandsaufnahme.

Viel wurde ja in den letzten Tagen journalisiert, gebloggt, getwittert und sonstwie veröffentlicht. Das zeigt mir, dass Joachim Gauck durchaus im Volke angekommen ist, und zwar als Diskussionsobjekt. Und dieses Objekt muss ja erklärt werden, damit das gemeine Volk mit diesem umgehen kann.

So werden unsere Medienaltvorderen wie das früher als Nachrichtenmagazin bekannte Wurstblatt „Der Spiegel“ oder früher als Tageszeitungen bekannte Hetzmedien wie die „Süddeutsche Zeitung“ nicht müde zu betonen, wie gut Gauck für Deutschland wäre und dass er schlichtweg falsch verstanden und demnach falsch zitiert wurde.

Moment mal, ein quasi gekürter Bundespräsident mit einem von den Medien und der bundestäglichen Allparteienkoalition verliehenen Heiligenschein, der sich erklären muss? Das fasse ich doch jetzt mal gar nicht.

Da gibt es unter anderem das dunkelbraune Hetzblatt „Junge Freiheit“, das sich auf Joachim Gauck als Bundespräsident freut. Schließlich hat dieser ja „nüchterne Äußerungen“ zum Thema Migration abgesondert. Nun gut, Thilo Sarrazin wurde von Gauck positiv erwähnt. Außerdem hat er sich kritisch über die Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze geäußert. Da kann man es schon verstehen, dass sich braune Gedankenträger hierzu erfreut einlassen. Eine Sichtweise dazu findet sich im Politikblog.

Auch die anderen Ausdünstungen von St. Joachim werden von den Lieblingsmedien wortreich erklärt. Dabei wird immer darauf hingewiesen, dass man Zitate völlig aus dem Kontext gerissen verwendet habe. Fast könnte man dabei glauben, dass man da schlichtweg etwas falsch verstanden hat. Aber ein Bundespräsident hat nunmal eine ganz wichtige Macht. Sie nennt sich Macht der klaren Worte. Und wenn erst Medien den Erklärbären für dieses Staatsamt übernehmen müssen, ist eben diese Macht vor der eigentlichen Anwendung verpufft.

Im Endeffekt hat sich Joachim Gauck unendlich unglaubwürdig gemacht. Wie viel von dem, was er gesagt hat, falsch verstanden wurde, lässt sich in der Tat nicht abschätzen. Fakt ist aber, wenn er falsch verstanden wurde, ist er eindeutig der Falsche für dieses Amt. Bloß gut, dass es die Qualitätsmedien vom Medienkartell gibt. Die können ja für 5 – 10 Jahre als Präsidentendolmetscher in Erscheinung treten. Wo anders ist dies freilich der Job des Hofberichterstatters.

Da die genannten Medien in eine gleichklingende Gauckophonie einstimmen, ist von keiner objektiven Berichterstattung oder gar von angeblichen investigativen Enthüllungsberichten wie in der plötzlich verstummten „Causa Wulff“ auszugehen. Sollte aber Gauck in Ungnade bei den Hofberichterstattern fallen, fallen diesen sicher auch ein paar Fakten in die Hände, wie der Blogbeitrag bei „derFreitag“.

Wie sehr einen die willfährige und verklärte Berichterstattung über „Everybody’s darling“ auf die Palme bringen kann, ist derzeit im Blog „Duckhome“ zu lesen. Ich zitiere nicht aus dem Beitrag, sondern empfehle Ihnen, diesen Beitrag einfach unvoreingenommen zu lesen. Es ist wirklich kaum zum Aushalten, wie unsere Freunde von der Presse sich zum Deppen für einen Bundespräsidenten machen, bei dem uns der Chrisitan Wulff noch tausend Mal lieber gewesen sein wird.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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