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Fiskalklippe – Die USA haben sich vorerst geeinigt

Meine Güte, haben es die amerikanischen Politiker wieder einmal spannend gemacht. So manchem Politiker aus Senat und Repräsentantenhaus in Washington hatte die Diskussion ziemlich stark den Festtagsbraten versalzen. Nun scheint eine drohende Rezession vorerst abgewendet, was sich auch als positiv für den Rest der Welt herausstellen könnte.

Kurz vor Mitternacht Ortszeit, etwa 5.30 Uhr deutscher Zeit, hat das US-Repräsentantenhaus einen Kompromiss, der vom Senat mit Ach und Krach durchgewunken wurde, gebilligt. Damit scheint der Sprung von der Fiskalklippe schneller beendet zu sein, als befürchtet wurde. Soweit ich mitbekommen habe, muss es ein zähes Verhandeln gewesen sein. Und dass es schlussendlich doch zu einem Kompromiss kam, war alles andere als sicher. Man hat sich grob auf folgendes geeinigt:

  • Die Ausgabenkürzungen in Höhe von 1,2 Billionen $ für einen Zeitraum von 10 Jahren werden um 2 Monate verschoben. Trotzdem müssen in dieser Zeit 24 Milliarden $ gespart werden.
  • Durch Steuererhöhungen für Reiche sollen innerhalb von 10 Jahren 600 Milliarden $ an Mehreinnahmen generiert werden.
  • Steuererleichterungen für Bezieher von Einkommen unter 400.000 Dollar (Einzelpersonen) oder 450.000 Dollar (Familien) bleiben unangetastet.
  • Diverse Ausnahmeregeln werden abgeschafft.
  • Für 2 Millionen Menschen werden Zuwendungen aus der Arbeitslosenversicherung um 2 Jahre verlängert.
  • Abgeordnetenbezüge werden nicht erhöht.

Es stehen noch andere Punkte in dem Kompromiss, aber die genannten Punkte sind wohl die wichtigsten. Damit ist der so genannte Sturz von der Fiskalklippe beendet. Der verlief sowieso glimpflicher als zunächst angenommen. Aber nicht, weil sowieso eine Einigung bevorstand, sondern weil die Finanzmärkte am gestrigen Neujahrstag reihum geschlossen waren.

Den Kommentar zum US-Haushaltsstreit können Sie noch einmal bei der Tagesschau nachlesen und nachhören. Rolf Büllmann hat das Ergebnis kurz kommentiert, und auf diesen Kommentar bezieht sich auch dieser Artikel.

Meine Vermutung ist nun, dass man erst einmal die Wunden lecken muss. Ist das dann irgendwie abgeschlossen, wird man wohl feststellen, dass man rasch handeln muss, um nicht weiteres Vertrauen an den Finanzmärkten zu verlieren. Denn Vertrauen ist an der Börse wie richtiges Kapital, und da haben die USA einiges verspielt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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