Friedrich, das Bauernopfer

Ich bin ja immer noch weiter dabei, die Nachrichtenlage durch durchpflügen, was den weltweiten Abhörskandal betrifft, den Edward Snowden glücklicherweise aufgeklärt hat. Und mir ist dabei jetzt der Gedanke gekommen, dass Hans-Peter Friedrich (CSU) ein ganz armer Lappen in der ganzen Geschichte ist.

Eigentlich könnte er mir leid tun, der Bundesinnenminister. Aber nur eigentlich. Ich habe mit solchen Leuten in den höchsten Ämtern dieses Landes kein Mitleid. Ich bin überzeugt, dass wir Friedrich die längste Zeit als Bundesminister ertragen mussten. Und das ist auch gut so.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich vor einiger Zeit bekanntermaßen hingestellt und über „Neuland“ gesprochen. Das Internet wäre also für sie und angeblich auch für viele andere noch Neuland, man hätte also keine Ahnung. Das darf man ja haben. Sie als Physikerin hat sicherlich ihre Stärken auf einer ganz anderen Ebene.

Bundespräsident Joachim Gauck fachsimpelt stundenlang über das Internet, das pausenlos nur die Ausgeburt des Bösen zu Tage fördern würde. Und er findet, das böse Internet gehört gnadenlos überwacht. So versteht man ihn zumindest, wenn man ihn so durch Sommerinterviews und Talkshows tanzen sieht.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will von Internet und Überwachung und Verletzung von Bürgerrechten und überhaupt von nichts jemals gehört haben. Und wenn er etwas gewusst hat, dann wohl nicht genug. Oder so. Er schwafelt so viel unwissendes Zeug daher, man kann da schon den Überblick verlieren.

Wie auch immer.

Wenn man schon nicht so die Kompetenz hat, um sich den aktuellen Problemen zu stellen, muss man sich diese ins Haus holen. Wenn man schon von falschen Voraussetzungen ausgeht, muss man auch so lernbereit sein, sich dies einzugestehen. Und mindestens diese 3 Leute sind für beides unfähig. Friedrich hat sogar mehrfach vor der Aufgabe, diesen grandiosen Skandal aufzuklären, kapituliert.

Wie kann der Mann nur auf die Idee kommen, dass die Politik bei der Überwachung und den Abhörvorgängen eh nicht viel machen kann und sich der Bürger dann lieber selbst verteidigen soll? Wie kann der Mann annehmen, dass die Installation eines Antivirenprogramms irgendetwas ändern würde?

Ich bin der Meinung, der Mann ist a) überfordert mit der gestellten Aufgabe, b) völlig uninformiert und c) soll er mithilfe der fehlenden Informationen einfach mal geopfert werden, bevor Merkel Schaden nimmt. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Friedrich, der arme Lappen, wird derzeit durch das Nichtssagen unserer Bundeskanzlerin und durch sinnlose Forderungen von Gauck einfach mal platt gewalzt. Und darüber latscht dann breitbrüstig der Thomas Oppermann von der SPD und sprudelt vor Erkenntnissen, die da besagen, dass auch die SPD völlig ahnungslos sein soll. Aber wie ich schon schrieb, sind weder SPD noch die Union jemals ahnungslos gewesen, dass NSA und britischer Geheimdienst die Daten abschnorcheln.

Und Friedrich soll sich jetzt ahnungslos geben, Hauptsache, das Volk merkt nichts. Wie gesagt, da ist Friedrich einfach mal ein armer Lappen. Denn seine Ausflüchte – wie der mit dem Antivirenprogramm – sind mehr als fadenscheinig. Und mit solchen Ausflüchten wird klar, dass die Gemütsdecke von Friedrich sehr dünn sein muss.

Er wird nicht mehr lange durchhalten. Und dann hat Merkel wieder einmal geschafft, was nur sie schaffen kann: Sie ist wieder einmal nahezu unbeschadet aus einer Sache herausgekommen und kann sich dann um die Lösung der Angelegenheit kümmern. Ich hoffe nur, dass sie sich nicht noch des ganzen deutschen Volkes entledigt, nur um ihren Machthunger zu stillen. Nun wird erst einmal Friedrich das nächste Bauernopfer für ihre alleinige Macht. Und das hat einen ganz faden Beigeschmack.

Bildquelle: Hans-Peter Friedrich, deutscher Politiker (CSU) und seit 3. März 2011 Bundesminister des Innern. Hier auf dem kleinen Parteitag der CSU am 16.03.2013 in München – Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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