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Geschäftsreisende - (C) RainerSturm / pixelio.de Geschäftsreisende - (C) RainerSturm / pixelio.de

Gedanken, wenn man am Flughafen gestrandet ist

Edward Snowden war ja bekanntlich eine längere Zeit am Flughafen Moskau gestrandet. Nicht, weil es keine Flüge mehr gab oder das Wetter nicht mitspielte. Er wurde ja gesucht. Bei so einer langen Wartezeit im Transitbereich, aus dem man ja nicht so ohne weiteres herauskommt, kommen einem so manche seltsamen Gedanken. Haben ihn etwa die folgenden Gedanken geplagt?

Es gibt ja nichts besseres, als eine gute Planung bei Geschäftsreisen. Vielleicht hatte Snowden ja seine Flucht wie eine solche Geschäftsreise geplant. Und da kommt es oft genug darauf an, dass man minutiös plant. Denn in der verlinkten Studie ist die Rede davon, dass Geschäftsreisende, und das unterstellen wir einfach mal Edward Snowden, im Schnitt 48 Minuten pro Dienstreise durch unzureichende Reiseplanung verlieren.

Man redet immer wieder davon, dass solche Reisen meistens ungenügend geplant werden. Das mag stimmen, aber das wollen wir mal Snowden nicht unterstellen. Er wird schon gewusst haben, wohin ihn die Reise führt und wo er nicht allzu gern gesehen ist. Etwas anderes wäre wohl auch etwas abwegig.

Aber was meinen Sie? Womit war er unterwegs? Ich glaube, er wird wohl entweder der typische Rucksack-Tourist sein. Aber vielleicht hatte er auch seriöse Koffer für Business-Reisen. Ich denke, er wird zumindest zeitweise wie ein Geschäftsreisender wirken wollen. Und somit wird er unauffälliges Gepäck gehabt haben. Vielleicht eine Notebook-Tasche, vielleicht ein Koffer. Wer weiß.

Und wie er so am Flughafen gestrandet ist, wird er wohl den Gedanken nachgegangen sein, ob das brisante Material, was er vielleicht nicht versteckt hatte und daher mit sich geführt hatte, sicher in den Gepäckstücken wäre. War der Inhalt wirklich sicher? Er wird wohl öfter mal geäugt haben. Wer weiß das schon so genau?

Es ist ja nicht unbekannt, dass Leute, die entweder Geschäftsleute sind oder wie diese wirken, immer wieder Gefahren ausgesetzt sind. Es gibt auch so Regionen, in denen es für Geschäftsleute gefährlich werden kann. Wenn er also als ein Geschäftsmann unterwegs war, der Snowden, und allzu auffällig daher gekommen wäre, wäre es vielleicht auch in einer der Risiko-Regionen der verlinkten Studie, nämlich in Russland, vielleicht noch einmal sehr eng für ihn geworden. Und darüber hat er sich vielleicht auch Gedanken gemacht.

Was ich damit sagen will: Edward Snowden auf der Flucht hat man sich vielerorts vorgestellt. Er muss sich ziemlich klar gewesen sein, wie er flüchtet, wie er angezogen ist und was er mit sich führt. Und ob das im Endeffekt das Richtige war, wird er sich in den vielen Stunden auf dem Moskauer Flughafen gefragt haben.

Aber vielleicht ist das alles auch nur Nonsens. Wer weiß, vielleicht hat er auch mit dem Wachpersonal getrunken, gefeiert und gepokert. Aber wenn man am Flughafen so rumsitzt und nichts zu tun hat, kommen die seltsamsten Gedanken hoch. Oder?

Bildquelle: Geschäftsreisende – (C) RainerSturm / pixelio.de Rainer Sturm.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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