Gesichtspalme #15 – Die Alternative der Hirnlosen

Deutschland freut sich auf die bevorstehende Bundestagswahl. Einerseits kann man zwischen Pest und Cholera wählen (Schwarzgelb gegen Rotgrün), andererseits schicken sich Linke und Piraten an, Deutschland zu verändern. Und dann gibt es ja noch so Blitzmerker-Parteien wie die ominöse „Alternative für Deutschland“. Die muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen. Und das möchte ich in den kommenden Zeilen tun. Der Grund dafür ist, dass diese merkwürdige – nun ja, nenne ich es wirklich so? – Partei zur Bundestagswahl zugelassen wurde.

Was auch immer Sie im September wählen möchten, wählen Sie nicht die „Alternative für Deutschland“. Wie es in meiner Artikelüberschrift heißt: Es handelt sich tatsächlich um eine Alternative der Hirnlosen. Denn bei Google+ habe ich folgendes imposantes Zeugnis über das wahre Denken dieser – nun ja – Partei gefunden. Und das kann ich Ihnen leider nicht vorenthalten:

Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender, Univrsität Bayreuth

Um es ganz klar und deutlich suchmaschinenlesbar noch einmal zu wiederholen: Professor Doktor Doktor honoris causa Peter Oberender hat im Januar 2007 gegenüber Deutschlandradio Kultur gesagt:

Wenn jemand existentiell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.

Eine ausführliche Betrachtung des Sachverhaltes hat auch Blogger Jochen Hoff in seinem Blog „Duckhome“ im September 2011 geführt. Darauf muss ich nicht mehr eingehen. Denn er hat zu dem Thema eigentlich alles gesagt. Wer bei der „Alternative für Deutschland also im Herbst sein Kreuz macht, der stimmt zu, dass Menschen aus Gründen der Bedürftigkeit ihre Organe versteigern. Und das darf nicht passieren.

Aus diesem Grund erhält die heutige Gesichtspalme eben jener Ehrendoktor der Uni Bayreuth, Peter Oberender. Und soweit ich es überblicken kann, ist Oberender nicht der einzige in dieser Vereinigung, der mit obskuren Thesen um die Ecke kommt. Aus diesem Grund kann ich nur ausdrücklich davor warnen, dieser Ansammlung von Leuten zur Bundestagswahl auch nur einen Hauch an Beachtung zuzugestehen.

[NACHTRAG]

Um es hier ganz klar und deutlich zu sagen, da ich Missverständnisse vermute: Prof. Dr. Dr. Oberender ist KEIN Mitglied der AfD, er ist Sympathisant. Aber das Bild zeigt deutlich die Nähe zu der Partei. Ob das Bild ein Fake ist, kann ich nicht beurteilen. So lang die AfD die Nähe zu solchen Leuten hat, ist sie unwählbar.

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2 Kommentare

  1. Die Organspende gehört reguliert und unser südlicher Nachbar hat das mit seiner „Opt-Out“ Strategie ganz gut im Griff. Österreich exportiert mehr Organe als es selbst benötigt. Die Sache ist ja so – spendet jeder freiwillig posthum, gibt es genügend Angebot einer ziemlich stabilen Nachfrage und damit auch fast keinen Käufermarkt.

    Es ist bezeichnend für die Dämlichkeit des Mobs das nach dem Organspendeskandal in Marburg die Spendebereitschaft ab- statt zugenommen hat. Da wurden Listen manipuliert die WEGEN der geringen Spendebereitschaft zu lang waren und keine Patienten leichtfertig abgeknippst.

    Ich hätte kein Problem wenn man seine Organe zur Lebendentnahme verkaufen könnte – ich hab ein Problem mit einer Gesellschaft in der man es aus elementarsten Bedürfnissen heraus machen muss.

    Warum soll man es mündigen Bürgern verbieten sein Organ zu verkaufen und das Geld zu verjubeln.

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