Sagt mal, liebe Freunde der gepflegten Verbullshittung, wie doof seid ihr eigentlich? Ihr kauft keinen Käse mehr, weil der woke sein soll? Wie bescheuert seid ihr eigentlich? Wie groß ist eigentlich der Haufen, den man euch ins Hirn reingedrückt hat? Das muss doch weh tun. Ich habe von eurer grenzenlosen Verwirrtheit neulich mitbekommen und will euch einfach mal genüsslich auslachen. Bei so viel Unsinn bleibt einem auch eigentlich nichts anderes mehr übrig. So, das habt ihr nun davon.
Kühltheken-Rassismus
Kennt ihr das Deutsche Milchkontor? Das ist eine deutsche Gesellschaft, die fast ausschließlich im Besitz der gleichnamigen Genossenschaft ist. Und die wiederum ist eine Erzeuger-Genossenschaft, das heißt, dass sie von den Bauern selbst organisiert wird. Die bekannteste Marke vom DMK ist Milram. Und Milram hat sich jetzt etwas geleistet. Es gibt eine „Design Edition“ diverser Sorten Käse. Und die bringt die Spinner an den Rand des Nervenzusammenbruchs.
Sie werden nämlich keine Produkte der Marke Milram mehr kaufen, so lang die woken Bilder auf den Packungen prangen. So nämlich! Wild zusammengewürfelte Familien, Freunde, was auch immer. Sieht doch großartig aus, oder? Der Hintergrund ist, dass Käse verbindet und von allen möglichen Menschen gegessen wird. Politisch ist das nicht. Eher ein Hingucker, wie auch der Hersteller selbst meint. Hey, und es wirkt. Die Spinner ahnen nur noch nicht, wie.
Denn die schimpfen und bellen, machen Storys, Reels, TikToks, was auch immer, bilden immer schön die Käsepackungen ab. Damit machen sie ja auch noch Werbung für die Marke. Und so lang über eine Marke gesprochen wird, ist das gut. Und mal ehrlich: Was ist so schlimm an diesen Packungen? Die Designer Danii Pollehn, Josephine Rais und Moritz Adam Schmitt haben mit den Designs durchaus gute Arbeit geleistet.
Ach, und einer der Spinner meint, da auf der „Müritzer“-Packung die Anschrift „Zeven“ in Niedersachsen steht, sei der Käse gleich mal echte Verbrauchertäuschung. Ist denen schon mal in den Sinn gekommen, dass das der Hauptsitz des DMK ist? Die Bauern sind natürlich regional ansässig. Wie denn sonst? Und hey, am Ende bleibt es eine Markenbezeichnung, nichts anderes. Aber Hauptsache, man hat dummes Zeug ins Internet gekübelt. Mann ey, echt!
Sage „ja“ zu deutschem Käse
Diese ganze Geschichte ist so absurd, dass man eigentlich nur dummes Zeug dazu sagen kann. So kommt die neue Edition mit SS-Offizieren um die Ecke. Also wenn man dem Postillon glauben darf. Und das muss man ja sogar, wie wir ja wissen. Ich kann nur hoffen, dass das Deutsche Milchkontor nicht einknickt und die Aktion vorzeitig beendet. Ich würde sie eher noch verlängern. Denn besseres Marketing kann sich die Genossenschaft eigentlich nicht ausdenken.
Kommt, Leute, sagt alle „ja“ zu deutschem Käse. Es ist doch komplett scheißegal, in welcher gottverdammten Verpackung der ist. Was ist denn bitte woke daran, dass praktisch alle Menschen Käse essen? Wie doof seid ihr, euch über so etwas derart aufzuregen? Euch ist echt nicht mehr zu helfen. Besorgt euch umgehend Termine beim Psychotherapeuten. Diese Wahnvorstellungen müssen dringend behandelt werden.
Die Werbeaktion von Milram dient nur der Vermarktung von Käse. Das DMK wird euch nicht umerziehen, wie behauptet wird. Und nein, das DMK will euch nicht belehren oder politisch beeinflussen. Ach, und überhaupt: Wenn auf den Packungen bunt zusammengewürfelte Familien zu sehen sind, ist das doch gut, ihr rechten Spinner. Alice Weidel lebt das ja auch und das auch noch gleichgeschlechtlich. Genau das lässt das DMK mit der Marke Milram und der Marketing-Aktion rund um Käse hochleben.
Ich verstehe die Aufregung jedenfalls nicht. Sie zeigt, wie bekloppt und gespalten diese Gesellschaft ist. Da wird Werbung zur Propaganda und ein Design zur Umerziehung. Euch ist doch echt nicht mehr zu helfen. Ich sage „ja“ zu deutschem Käse. Und ihr solltet das auch. Damit ist es jetzt aber auch wieder gut.






Es muss sehr anstrengend sein, dauernd dermaßen emotional am Limit zu sein. diese menschen, die überall woke Umerziehung sehen, mit denen möchte ich nicht tauschen. Ich bin auch sehr oft sehr frustriert über den Zustand der Gesellschaft und des Planeten. Aber das ist schon eine ganz andere Liga.
Das sag ich doch. Deshalb habe ich ja empfohlen, dass sie sich Hilfe suchen sollen.
Ich bin nicht sicher, ob denen noch zu helfen ist.
Wie gut, dass sowas tatsächlich einfach ganz banal an mir vorbeizieht. Ich bekomme das alles irgendwie immer nicht mit und das scheint auch gut zu sein.
Haha! So geht es mir auch, zum Glück… Ich habe so ein tolles Leben zur Zeit, dass ich für so einen Quatsch so gar keine Zeit habe, Danke!
Gruß Angela
Also ich überlege, ob mich das nicht geradezu animieren sollte, Milram-Produkte zu kaufen.
Darauf erstmal ein Käsebrot.
Ich möchte nur einmal so viel überflüssige Energie besitzen, um mich über so was aufregen zu können/wollen. Wir langweilig und traurig muss das Leben dieser Menschen sein?
Guter Beitrag, Henning – unterhaltsam und provokant zugleich. Du triffst einen Nerv, indem du den „Woke“-Diskurs überzeichnest und zeigst, wie schnell Debatten in Karikaturen abgleiten können. Besonders gut gefällt mir, wie du mit Beispielen arbeitest, die auf den ersten Blick lächerlich erscheinen, uns aber zwingen, über zugrunde liegende Mechanismen nachzudenken: Wer legt die Grenzen des guten Geschmacks fest und wie viel Verantwortung tragen Medien und Influencer bei der Verbreitung von Narrativen?
Zugleich fehlt mir an manchen Stellen eine klarere Unterscheidung zwischen berechtigter Kritik und bloßem Empörungstheater. Wenn die Argumente präziser ausformuliert werden, also wenn konkret benannt wird, was kritisiert wird und welche Alternativen vorgeschlagen werden, gewinnt die Auseinandersetzung an Substanz. Insgesamt aber ein lesenswerter Beitrag, der zum Diskutieren anregt. Danke für die Denkanstöße.
Lorenzo
ich habe bis jetzt nicht mal verstanden, was „woke“ denn nun bedeuten soll.