Keine Lust mehr - Wohin soll das führen? - Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay

Keine Lust mehr - Wohin soll das führen? - Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay

Keine Lust mehr – Wohin soll das führen?

Ich habe keine Lust mehr, mir all diesen Quatsch anzutun, der sich tagein, tagaus auftut. Wie ihr wisst, will ich zu all diesen Dingen nichts mehr erzählen. Und dann kommt es schlimmer, und ich schreibe doch was auf. Irgendwie ist man da schon in einer Art Hamsterrad gefangen. Will man da raus, muss man eigentlich das Internet bleiben lassen. Das geht aber oftmals nicht aus verschiedensten Gründen. Tja, und so befinde ich mich in einer Zwickmühle. Und auch auf die habe ich keine Lust mehr. Blöd, oder?

Wie geht es denn mit meine fachlichen Dingen weiter?

Ich schreibe ja größtenteils fachbezogene Inhalte auf. Also weitgehend. So ist es eben bei mir so, dass ich hier im Blog viele technische Themen habe. Grundsätzlich ist das auch gut und richtig so. Und das soll auch weiterhin so bleiben. Aber dann blitzt doch mein innerer Weltverbesserer auf. Und ich denke mir, dass ich dann doch mal zu gesellschaftlichen und politischen Themen meinen Senf dazu geben sollte. Vielleicht auch, um falsche Annahmen unter meinen Bekannten gerade zu rücken.

Aber ehrlich: Wenn ihr lieber Verschwörungsmythen und Falschmeldungen und definitiven Lügen glaubt, als all den Informationen, die gesichert sind, dann tut es mir leid. Macht mal alle euren Scheiß allein weiter. Ich bin mir dafür zu schade. Zu lang habe ich versucht, euch aufzuzeigen, wo ihr auf dem falschen Dampfer seid. Ich will das nicht mehr. Ich habe genügend anderes zu tun und auf so etwas keine Lust mehr.

Also stricke ich meine fachlichen Dinge weiter. Ich habe ja einiges an Weiterentwicklung in der letzten Zeit mitgemacht. Das soll sich ja auch irgendwie mal auszahlen. Und was den Blog hier betrifft, so nehme ich nach wie vor nur noch selten Bezug auf irgendeinen Dreck, der gerade durch irgendwelche Lügen ausgeschmückt wird. Ich denke, das wird mich weiterbringen. Das nennt man wohl Fokussierung. Tjoar, dann mal los.

Auch andere haben keine Lust mehr

Ich verfolge schon viele Jahre, was der Horst so schreibt. Er ist so ein richtiger Internet-Dino. Aber auf viele Dinge hat er einfach keine Lust mehr. Wer weiß, vielleicht liegt das auch an seinem Alter. Wobei: Das kann ja keine Ausrede sein, wenn ich so Spinner in seinem Alter sehe. Jedenfalls hatte der Horst vor längerem seine Social Media Aktivitäten eingestampft. Und ich glaube, dass er kurz davor ist, auch seinen Blog zu beenden. Das wäre jammerschade, aber eben auch nachvollziehbar.

Man will sich einfach nicht mehr mit allen möglichen Menschen herumschlagen, um ihnen zu zeigen, dass sie auf dem Holzweg sind. Da will man Leuten zeigen, dass sie Lügen über COVID-19 weiter verteilen (Sie erzählen sie ja nicht selbst), und beweist das auch durch Screenshots. Und sie wollen es einfach nicht wahrhaben. Das ist so der Punkt, an dem man dann erzählt bekommt, dass man das „üüüüüüberallllll“ nachlesen kann. Na, ich bin ja auch total doof und blind und raffe einfach gar nichts.

Auf solche Lügen habe ich keine Lust (Klick zum Vergrößern)
Auf solche Lügen habe ich keine Lust (Klick zum Vergrößern)

Nee, Leute, was der Horst aufgeschrieben hat, kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir geht es auch so. Und dabei ist das Jahr 2021 erst ein paar Tage alt. Was soll das denn noch werden die restlichen Dreihundertpaarzerdrückte Tage? Ich habe genügend Arbeit, um mich nicht um die Dinge zu kümmern, auf die ich eh keine Lust habe. Ich glaube, dass ich damit zukünftig ganz gut fahren werde.

Und Social Media?

Ich glaube, ich muss wirklich mal eine Pause in den sozialen Netzwerken einlegen. Die machen einen doch komplett irre. Und sie stehlen uns einen Haufen Zeit. Wer mir folgen will und das bisher nicht hinbekommen hat außerhalb der sozialen Netzwerke, kann das zum Beispiel über Google News machen. Oder aber auf anderem Weg: Mir fällt da immer RSS ein. Den Feed kann man sich überall einbauen. Ach ja: Ich hab das ja auch schon mal ausgeführt.

Darüber hinaus gibt es ja auch noch Magazine. Jeder meiner Artikel kreuzt auch bei Trusted Blogs auf. Und ich will es nur nochmal mitteilen: Es gibt ja auch meinen Newsletter. Mit anderen Worten: Niemand braucht Social Media, um mir zu folgen. Mich macht es nur fertig, diesen ganzen Quatsch weiter zu machen. Deshalb mache ich erstmal eine Pause. Denn ganz ehrlich: Darauf habe ich nun wirklich so gar keine Lust mehr. Ihr etwa?

Keine Lust mehr - Wohin soll das führen? - Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay
Keine Lust mehr – Wohin soll das führen? – Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay

6 Kommentare zu „Keine Lust mehr – Wohin soll das führen?“

  1. Im Moment macht es wenig Spaß. Immer über den gleichen Mist zu schreiben, über irgendwelche Idioten zwischen Covidioten und Trumpisten, das ist schon ein freudloses Ding. Es gibt zwar viele andere Themen, denen ich mich widmen könnte. Aber mich zieht es an, was manche zu sagen haben. Ich bin verärgert und abgestoßen, trotzdem ist das so, dass die Vorgänge mich anziehen. Ich habe schon überlegt, ob ich überhaupt noch Nachrichten ansehen soll. Vielleicht nützt es was, bloß einmal am Tag hereinzuschauen und den Kram ansonsten zu ignorieren. Nur – dann müsste ich das Internet sein lassen. Ob das überhaupt noch geht? Es hat unser aller Leben so durchdrungen, dass man sich ein solches ohne Internet nicht mehr vorstellen kann. Ich jedenfalls nicht. Es gab kürzlich einen Artikel. Die Frage, der man nachging, war, ob man 3 Monate ohne Internet leben könnte. Lesen konnte ich das nicht, weil eine Bezahlschranke mich hinderte.

    1. Hallo Horst,

      Das sag ich mir auch. Wenn man es richtig machen will, müsste man in den Wald ziehen. Das kann es also nicht sein.

      Ich sag mir immer, dass man anständig bleiben sollte. Und ich habe das Gefühl, dass das ohne Social Media besser klappt. Ich habe einfach die Nase erstmal voll.

  2. Etwaig reicht dir einfach eine klare zeitliche Trennung. Statt häufig das gedankliche Gesumme der Anderen zu konsumieren, setzt dir feste Zeiten (nach dem Mittag, am Abend).
    Finde heraus was dir sonst Spaß macht und natürlich, versuch Menschen zu finden die mit dir etwas unternehmen wollen.
    Etwaig erfreust du dich am Gärtner, Waldspaziergängen, „Erforschen“ vor dem was vor dir liegt (was macht deine Gegend besonders? Wie war ihre Geschichte? Was kann man heute von der Geschichte noch erleben?).

    Ich selbst hab seit einigen Jahren aufgehört den großen Massemedien zu lauschen. Es kommt noch genug Gesumme durch die anderen Menschen oder durch das magische „browsen im Weg“ herein.
    Leider sind mir selbst lokale Bezahlzeitungen zu groß geworden.

    Von social media hab ich mich immer fern gehalten. Früher, als es noch IRC und Foren gab, war das schon anstrengend und zeitraubend genug.

    Zu guter Letzt und wenn noch immer Zeit übrig ist, es gibt so unglaublich viele Bücher die gelesen werden wollen :-).

  3. Ich sehe das auch so. Social Media wird immer unnötiger. Ich konsumiere lieber nur genau das was ich möchte und nicht noch 1000 zusätzliche Nachrichten, Videos und Bilder. Vielen Dank für diesen Beitrag.

  4. Hi Henning,
    dieser „social Media Buffer Overflow“ überkommt mich auch regelmäßig. Das liegt glaube ich daran, dass wir alle bis in die Haarspitzen angezickt sind durch die Corona-Einschränkungen gleich welcher Art, an die man sich – schon aus Eigenschutz – hält. Und dann gibt es da die „anderen“, die sich einen Jux raus machen im ÖPNV keine Maske zu tragen und noch provozieren. In einer normalen Welt ohne Corona, wären einem solche Vollpfosten wahrscheinlich egal. Aber hier geht es eben nicht darum, dass der Nachbar auch nach der dritten freundlichen Bitte seinen Müll nicht richtig trennt – hier geht es um Menschenleben und das wichtigste ist immer noch mein eigenes.
    Dazu kommen die Tausende unterschiedlichen Threads: egal ob der Kaffee morgens mit Milch oder Zucker zu genießen sei, der sonntägliche Tatort gut oder schlecht, die Impfzentren ausreichen oder nicht, Bayern Meister wird oder nicht, und und und.. dies alles verhindert dass wir (mir geht es jedenfalls so) uns klar fokussieren können. Und das ist wichtig..
    Ich versuche derlei „Gedöns“ im privaten auszublenden. Habe eine WG voller Chinesen als Nachbarn, die räumen keinen Schnee, schmeissen den Müll völlig wahllos in die Tonne, wischen den Flur nicht. Hausverwaltung war ein paarmal da nach Beschwerden der anderen Mieter hat aber nix gebracht. Kündigung wegen Verstoß gegen den Mietvertrag? Nee.. könnte ja schlechte Presse wegen Rassismus geben – aber wir könnten ja eine Zivilklage auf Leistung der Reinigung einreichen. Nee.. jetzt mach ich’s auch andersrum: Flur wischen um den Dreck für die Vögel wegmachen? Never! Von mir aus kann der Dreck im Hausflur kniehoch stehen. Juckt mich nicht.
    Aber um das auf die sozialen Netzwerke zu übertragen, denn auch auf dem früher eher freundlich kommentiertem Twitter, wird der Ton spürbar fäkaler – ja, wenn es einem reicht, dann tut eine Auszeit gut.
    Ich bin nur noch auf Twitter u. Insta – bei allen anderen SM habe ich mein Profil gelöscht..
    Das ist ja das Gute. Bei SM ist es wie zu Hause, wenn dich jemand nervt: Tür zu und gut!

    1. Auf jeden Fall. Mich kotzt es tierisch an, dass man quasi immer in irgendeine Ecke gesteckt wird. Das ist wie mit Nachbarn. Schnell ist man in einer „Ach, so einer ist das“-Ecke. Ich glaube, da sich viele Nutzer der SoMes im echten Leben nie über den Weg laufen können, ist dieses In-die-Ecke-stecken auf den Plattformen noch viel ausgeprägter als bei der Kissen-aufm-Fensterbrett-Fraktion.

      Ich blende auch aus, wo es geht. Manchmal gelingt es nicht. Aber dann ist es häufig so, dass ich mich über viele Einlassungen mal kurz ärgere und mir dann denke, dass manche Schaukeln in der Kindheit leider etwas nah an der Hauswand standen. Aber genau das ist ja eigentlich auch falsch. Denn ich kenne viele Menschen, die so seltsame Einlassungen von sich geben, die höchst intelligente Menschen sind, denen man meistens auch eine ganze Menge Vernunft nachsagt.

      Die Konsequenz aus dem Ganzen ist dann, dass man sich eben nicht mehr mit diesen Dingen beschäftigt. Oder um es mal mit deiner Umschreibung zu formulieren: Im Frühling will man die frische Luft genießen. Also lässt man die Fenster angekippt. Auch wenn sich die Hunde unten im Hof balgen.

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