Kim Jong Il ist tot – Südkorea unter Alarm

Gerade kam es über die Ticker, in meinem Fall war es Twitter, die Meldung, dass der langjährige Machthaber Nordkoreas, Kim Jong Il, tot ist. Das ist doch einmal eine schnelle Nachricht wert.

Kim jong Il mit Dimitri Medwedew (August 2011) - Urheber: www.kremlin.ru - aus Wikipedia verlinkt
Kim jong Il mit Dimitri Medwedew (August 2011) - Urheber: www.kremlin.ru - aus Wikipedia verlinkt

Sofort schlagen die Nachrichtenagenturen zu und plappern um die Wette. Ich brauche Ihnen nicht zu erzählen, wer da alles mitmischt. Deshalb bin ich mal lieber vorsichtig, was ich hier schreibe.

Kim Jong Il soll, wenn man dem glauben darf, was geschrieben steht, ein versagendes Herz gehabt haben. Samstag soll es in einem Zug aufgehört haben mit schlagen. Das berichtet das nordkoreanische Fernsehen in einer Art Sondersendung, die heute Morgen ausgestrahlt wurde. Das Fernsehen redet von einer “intensiven Feldinspektion”. Ich habe noch nicht feststellen können, was darunter zu verstehen ist.

In den Nachrichten wird darüber philosophiert, dass der Tod Kims der größte Trauerfall für Land und Leute sei. Weiter heißt es in der Rede, dass die Traurigkeit nun in Stärke umgewandelt werden soll, um Schwierigkeiten zu überwinden.

Na, da schau her. Das von der Regierung des totalitären Staates diktierte Fernsehen redet öffentlich von Schwierigkeiten. Dass ein fast 70-jähriger Diktator sterben kann, liegt an der Biologie des Menschen, aber dass sein Regime eine solche Äußerung zulässt, finde ich bemerkenswert.

Es darf nun spekuliert werden, ob der Tod des Anführers der “Das Militär zuerst”-Politik zu einer ewig langen Staatstrauer animiert. Wahrscheinlich sieht das Regime, welches ja weiterhin besteht, dieses als recht gefährlich an. Darum kann ich mir vorstellen, dass die Trauer im kleinen Kreis abgehalten werden soll.

Es geht das Gerücht, dass das Militär in Südkorea in Alarmbereitschaft versetzt wurde. Das Land befindet sich ja seit sehr langer Zeit mit dem kommunistischen Norden in einer Art Kalten Krieg. Und so beobachtet man mit Argusaugen den Feind. Allerdings gibt es wohl noch keine speziellen Bewegungen von Truppen.

Kim Jong Il wollte ohnehin in Kürze seine Macht an einen seiner Söhne übergeben. Der hat ja bereits hohe Ämter übertragen bekommen. Da hier der Prozess der Machtübergabe voll im Gange war, kommt der Tod des Diktators zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt in den Augen der Regierung. Darum könnten seltsame politische Geschichten aus Nordkorea kommen.

HINWEIS: Die Quelle der Informationen ist Spiegel Online. Es befinden sich keine als Zitat zu kennzeichnenden Inhalte in meinem Text. Es handelt sich bei dem Text um einen Bericht über ein Tagesereignis gemäß § 50 Urhg.

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.