KSP und kein Ende – Was brodelt da?

Wie Sie ja hinlänglich wissen, hatte ich einige Zeit mit der Abmahnkanzlei KSP, deren Spezialität das “Anwaltliche Forderungsinkasso” ist, aus der Medien- und Hafenstadt Hamburg zu tun. Mir war im Laufe der Zeit während des Schreibens meiner Serie KSP gegen henning-uhle.eu zwar klar, dass ich bei weitem nicht der Einzige sein kann, der von Anwalt Richter und Co. behelligt wird. Aber es tun sich regelrecht Abgründe auf.

Seit einiger Zeit beobachte ich ein gestiegenes Interesse an Suchbegriffen rund um Abmahnungen, KSP und dazu passendem. Dazu muss ich auch festhalten, dass ich immer wieder angeschrieben werde, um herauszufinden, was nun mit der KSP ist. Beides hat gerade in letzter Zeit zugenommen. Das ist erstaunlich.

Zunächst einmal: Die genannte Artikelserie ist nicht abgeschlossen. Ich kann keine Entwarnung für mich geben. Zu oft habe ich davon gehört und darüber gelesen, dass die KSP sich wie ein Wolf im Dickicht versteckt und – wenn der Hunger groß genug ist – in schnellen Sprüngen herbeigeeilt kommen kann, um sein Opfer zu erlegen.

Mit anderen Worten: Ich kann mir nicht sicher sein, dass ich es geschafft habe. Und da ich davon ausgehe, dass die KSP auf irgendeiner Weise mitliest, kann ich der Kanzlei schon einmal mitteilen, dass ich gewappnet bin. Wir Blogger sind bei weitem nicht mehr schutzlos und – wie es Abmahnkanzleien wie die KSP gern hätten – rechtlos.

Es hat sich auf politischer und juristischer Ebene in letzter Zeit einiges getan, was den allgemein bekannten Abmahnwahn angeht. Auch die Medien werden langsam munter. Nicht umsonst berichten zeitkritische Magazine wie “ZAPP” vom NDR immer wieder über dieses Thema. Aber das nur am Rande.

Also: Nein, es gibt bei mir im Moment nichts neues zum Thema KSP. Aber mich erstaunt, dass in letzter Zeit so viele mich angeschrieben haben. Einerseits waren Blogbetreiber wie ich dabei, andererseits aber auch Betreiber von rein privaten Seiten oder Betreiber von professionellen Webseiten. Eins scheint dabei klar zu sein:

Die KSP zieht derzeit an allerlei Grashalmen. Da ich davon ausgehe, dass es eine irgendwie geartete gesetzliche Änderung zum Thema Abmahnung geben wird, sehe ich die Kanzlei derzeit als den besorgten Hausbesitzer an, der Vorsorge betreiben will, weil er nicht weiß, wann der Sturm kommt und wie stark er wird. Der Hausbesitzer weiß nur, DASS er kommt.

Die KSP scheint derzeit wild um sich zu schlagen. Und dabei kommen derzeit auch wieder Kopien zu Schulungszwecken ins Visier der Hamburger. Es fehlt nur noch, dass sie wieder Kindergärten belästigen, weil diese Notenblätter kopiert haben.

Warum ich hier “wieder” schreibe, liebe Anwälte der KSP? Genau das habe ich immer und immer wieder gelesen, seitdem ich das erste Mal von euch gehört habe. Ob die Forderungen berechtigt waren oder nicht, kann ich ebenso wenig beurteilen wie den Wahrheitsgehalt über deren Existenz. Es ist allerdings bedenklich, dass ihr von der KSP immer wieder mit schäbigsten Abmahnforderungen in Verbindung gebracht werdet.

Nein, bei mir gibt es keine Änderung an der Situation. Momentan ist Ruhe. Ein Waffenstillstand? Ich weiß es nicht. Jedenfalls können sich meine Leser darauf verlassen, dass ich weiter über die Forderung gegen mich berichten werde, offensiv wie bisher in der oben genannten Artikelserie.

Mich beunruhigen aber – wie ich bereits schrieb – die Zunahme des Interesses und die Anfragen an mich. Dabei muss ich eindeutig festhalten: Ich bin kein Rechtsbeistand. Ich kann und werde keine juristische Hilfe leisten. Das kann ich beim besten Willen nicht leisten. Wer aber möchte, sollte immer mal wieder auf meine Artikelserie schauen, ob es Neuigkeiten gibt. Etwas anderes kann ich nicht tun.

Es gibt den einen oder anderen Selbsthilfeverein. Ich habe mit den Vereinen keine Erfahrungen, kann also keine erschöpfende Auskunft darüber liefern. Es gibt gute Wege, sich über die KSP auszutauschen. Ich werde hier aber keine Stellung dazu beziehen, wie diese Wege aussehen. Denn schließlich gehe ich davon aus, dass die KSP mitliest.

Und der lieben KSP möchte ich noch mitgeben: Euer Spiel wird nicht mehr so einfach zu spielen sein. Das werden sicher auch mit der Zeit eure Hauptauftraggeber DAPD und AFP feststellen. Was wird dann aus euch? Als ehrliche Anwälte taugt ihr ja nichts. Daher kann ich das Brodeln in der Abmahnküche gut nachvollziehen. Wer weiß, wie lang der Sturm der Blogger und Privatwebseitenbetreiber dauern wird!

6 Kommentare

  1. Hallo,

    auch mich haben die KSP`ler angeschrieben. Das ganze ging bis zum Mahnbescheid.

    Bei mir ging es um Textübernahmen. Was grundsätzlich wahr ist allerdings kann mir niemand erzählen dass der “Mandatschaft” von KSP ein realer Schaden entstanden ist. Quelle und Link wurden auch von mir angegeben.

    Nach vielem Hin und Her und überlegen was ich denn tun kann habe ich mich letztendlich aber dazu entschieden zu bezahlen. Warum ?

    A) KSP geht grundsätzlich vor das Landgericht Hamburg. Und deren Richter sind ja nun mal bekannt dafür diese Abzocke auch noch zu unterstützen.

    B) Habe ich mich überzeugen lassen dass ich deren angeblicher “Mandatschaft” einen weitaus größeren Schaden zufügen kann und das auch noch legal :-)

    Brauche ich Tageszeitungen und Zeitschriften Abos ? Nein, nicht wirklich. Also weg mit. Die kündigung spart mir jährlich ~ 1000 Euro. Der von KSP geforderte Betrag hat sich also in weniger als 2 Jahren amortisiert. Letztlich schadet sich die Branche selbst.

    Verzichtet einfach auf jegliche journalistischen Produkte und gut ist :-)

  2. Zunächst war es die DAPD denen ich ein Schreiben der KSP zu verdanken habe. Jetzt ist es die DPA. Ein Fass ohne Boden anscheinend.
    Wäre schon, wenn man sich zusammentuen könnte, für einen Shitstorm auf die Nachrichtenagenturen und die KSP. Schon allein, damit die Medien noch mal darauf aufmerksam werde, wie seinerzeit der NDR mit seiner Reportage über die Machenschafften der KSP. Vielleicht werden dann tatsächlich auch mal die Politiker wach.

  3. Hahahahahahahahaha, Die dapd ist insolvent. Tja, so gehts euch Abzockern endlich an den Kragen, ich wünsche euch allesamt dass ihr euer restliches jämmerliches erbärmliches dasein mit harz 4 geniessen dürft.

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.